Walentina Jakowlewna Koslowskaja

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Kozlovskaya 1996 Bad Liebenzell.jpg
Walentina Koslowskaja, Bad Liebenzell 1996
Verband RusslandRussland Russland
Geboren 18. April 1938
Jessentuki, Sowjetunion
Titel Internationaler Meister der Frauen (1965)
Großmeister der Frauen (1976)
Aktuelle Elo‑Zahl 2223 (Juni 2015)
Beste Elo‑Zahl 2315 (Januar 1975)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Walentina Jakowlewna Koslowskaja (russisch Валентина Яковлевна Козловская, beim Weltschachbund FIDE Valentina Kozlovskaya; * 18. April 1938 in Jessentuki, Region Stawropol) ist eine russische Schachspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Walentina Koslowskaja, 1968

Sie ist von Beruf Biochemiker (Arzt) und war mit dem Schachspieler Igor Bondarewski verheiratet. Neben Schach liebt sie klassische Musik. Auch ist sie in der Sowjetischen Enzyklopädie enthalten [1].

Schach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der sowjetischen Frauennationalmannschaft gewann sie, am zweiten Brett hinter Nona Gaprindaschwili, die Schacholympiade 1966 der Frauen in Oberhausen.[2] An der sowjetischen Vereinsmeisterschaft nahm sie siebenmal am ersten oder zweiten Frauenbrett von Trud teil und gewann den Wettbewerb mit der Mannschaft im Jahr 1964.[3]

Aufgrund ihrer internationalen Erfolge verlieh ihr die FIDE 1965 den Titel Internationaler Meister der Frauen (WIM) und 1976 den Titel Großmeister der Frauen (WGM) [4].

1965 gewann sie die sowjetische Frauenmeisterschaft, 1976 und 1979 die russische Meisterschaft der Damen. Sie nahm an vier Interzonenturnieren zur Schachweltmeisterschaft der Frauen teil (Ohrid 1971, Menorca 1973, Tiflis 1976 und Rio de Janeiro 1979). Zweimal qualifizierte sie sich für die Kandidatenwettkämpfe, sie scheiterte bei den Kandidatenwettkämpfen zur Schachweltmeisterschaft der Frauen 1975 im Halbfinale an Irina Levitina[5] und bei den Kandidatenwettkämpfen zur Schachweltmeisterschaft der Frauen 1978 im Viertelfinale an Jelena Fatalibekowa[6].

Sie gewann mehr als zehn internationale Turniere, unteren anderen in Ungarn (1966 und 1980), Woronesch (1973), Belgrad (1975) und Halle (1976).

1996 wurde sie in Bad Liebenzell Weltmeisterin der Senioren [7] vor Tamar Chmiadaschwili.

Außerdem nahm sie an den Seniorenweltmeisterschaften 1995 in Bad Liebenzell, 1997 in Bad Wildbad, 2000 in Rowy, 2001 in Arco, 2008 in Bad Zwischenahn und 2009 in Condino teil.

Bei der zehnten Seniorenweltmeisterschaft 2000 in Rowy wurde sie Dritte bei den Frauen, hinter Jelena Fatalibekowa und Tamar Chmiadaschwili. Bei den Männern gewann Oleg Tschernikow vor Jānis Klovāns und Mark Taimanow.[8]

Mit ihrer höchsten Elo-Zahl von 2315 belegte sie im Januar 1975 in der Weltrangliste der Frauen den fünften Platz.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koslowskakja (1968)
  1. Шахматы : Энциклопедический словарь. Москва : Советская энциклопедия, 1990. Стр. 163. ISBN 5-85270-005-3. (russisch)
  2. Walentina Koslowskajas Ergebnisse bei Schacholympiaden der Frauen auf olimpbase.org (englisch)
  3. Walentina Koslowskajas Ergebnisse bei sowjetischen Vereinsmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  4. Willy Iclicki: FIDE Golden book 1924-2002. Euroadria, Slovenia, 2002, S. 76
  5. Kandidatenwettkämpfe zur Schachweltmeisterschaft der Frauen 1975 auf mark-weeks.com (englisch)
  6. Kandidatenwettkämpfe zur Schachweltmeisterschaft der Frauen 1978 auf mark-weeks.com (englisch)
  7. Senioren-Weltmeisterschaft 1996 in Bad Liebenzell
  8. 10th World Senior Championships (2000) auf The Week in Chess #307 vom 25. September 2000 by Mark Crowther

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Walentina Koslowskaja – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien