Wallbach (Odenwald)

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Wallbach
Gemeinde Brensbach
Koordinaten: 49° 45′ 43″ N, 8° 54′ 37″ O
Höhe: 232 m ü. NHN
Fläche: 3,51 km² [LAGIS]
Einwohner: 303 (30. Jun. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1972
Postleitzahl: 64395
Vorwahl: 06161

Wallbach, vor der Gebietsreform in Hessen postalisch als Wallbach (Odenwald) bekannt, ist ein Ortsteil der Gemeinde Brensbach im südhessischen Odenwaldkreis mit rund 300 Einwohnern.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wallbach liegt im Norden des Odenwalds am Oberlauf des Brensbachs, der, von der nahen Wasserscheide der Mümling kommend, nach Nordwesten in der Ortslage von Brensbach der Gersprenz zufließt. Der höchste Punkt der Gemarkung erreicht auf der Wasserscheide an der Hohen Straße 376 Meter. Wallbach gehört geologisch zum kristallinen Vorderen Odenwald.

Wallbach liegt in der Region Starkenburg und im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bestehen des Ortes ist unter dem Namen Walbach seit 1426 urkundlich bezeugt. Wallbach gehörte zum Zentgericht und zum Kirchspiel von Kirchbrombach als Teil der Herrschaft Breuberg. Im Jahr 1806 kam der Ort mit der Grafschaft Erbach an das Großherzogtum Hessen.

Bei der Gebietsreform in Hessen wurde Wallbach am 1. August 1972 durch Gesetz zugleich mit den Gemeinden Nieder-Kainsbach, Höllerbach, und Wersau in die Gemeinde Brensbach eingegliedert.[2][3] Nach der Hauptsatzung wurde für Wallbach entsprechend der Hessischen Gemeindeordnung ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher eingerichtet.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ehemalige Schule und Rathaus in Wallbach wurde 1899 in ortsbestimmender Lage in dörflich-historisierendem Stil erbaut, mit Anleihen aus der städtischen Villenarchitektur. Dieser pittoreske Bau wurde von der nach Cleveland (USA) ausgewanderten Familie Gehring gestiftet und steht ebenso wie drei andere Anwesen des Dorfes unter Denkmalschutz.[5]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von dem Kernort Brensbach aus führt die Kreisstraße K 82 in östlicher Richtung nach Wallbach und endet hier. Von der K 82 zweigt unterwegs die K 88 in Richtung Böllstein und Kirchbrombach ab. Über den Kernort ist Wallbach an die Bundesstraße 38 angeschlossen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wallbach im Internetauftritt der Gemeinde Brensbach, abgerufen im August 2016
  2. Gesetzes zur Neugliederung des Landkreises Erbach (GVBl. II 330–16) vom 11. Juli 1972. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 224, § 8 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 359.
  4. Hauptsatzung § 5. (PDF; 50 KB) Gemeinde Brensbach, abgerufen im Mai 2019.
  5. Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Gehringstraße 22 (Ehemalige Schule und Rathaus) In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen