Walle (Aurich)

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Walle
Stadt Aurich
Wappen von Walle
Koordinaten: 53° 28′ 41″ N, 7° 26′ 36″ O
Höhe: 5 m
Fläche: 8,26 km²
Einwohner: 2567 (30. Jun. 2008)
Bevölkerungsdichte: 311 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 26607
Vorwahl: 04941
Karte
Lage von Walle im Auricher Stadtgebiet

Walle ist ein Ortsteil der Kreisstadt Aurich im Landkreis Aurich in Ostfriesland, Niedersachsen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde der Ort Walle 1534. Den Namen erhielt er, weil er sich inmitten einer für Ostfriesland typischen Walllandschaft befindet.

Im Jahre 1805 zählte Walle 147 Einwohner, 2005 waren es 2550.

Am 1. Juli 1972 wurde Walle in die Stadt Aurich eingegliedert.[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Walle hat einen siebenköpfigen Ortsrat.

Ortsbürgermeisterin ist Monika Gronewold (CDU).[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In Walle befindet sich die evangelisch-lutherische Lukaskirche mit Fenstern von Norbert Marten.
Pflug von Walle
  • Der Pflug von Walle wurde dort 1927 gefunden. Es handelt sich um den ältesten bislang gefundenen Pflug Europas. Er wird auf die Zeit um 1000 v. Chr. datiert, was auf eine frühe Besiedlung des Ortes hindeutet. Das Original steht im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover. Eine Nachbildung ist im Historischen Museum Aurich zu besichtigen. Seit dem 10. Dezember 1975 steht ein Gedenkstein am Fundort des Pfluges (Kreisstraße 138).

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Walle liegt an der Bahnstrecke Abelitz–Aurich. Auf der ehemals stillgelegten Eisenbahnstrecke findet seit April 2008 wieder Güterverkehr statt. Eine Reaktivierung für den Schienenpersonennahverkehr wird gefordert, zudem soll die Bahnstrecke bis Jever verlängert werden, um einen Anschluss an die Ostfriesische Küstenbahn, (RB59) zu ermöglichen.

Im Jahre 2015 gab Enercon bekannt, dass das Unternehmen die Verbreiterung der Strecke für den Transport seiner Produkte nicht mehr benötige. Damit wurde auch die Reaktivierung des Personenverkehrs auf der Strecke Aurich-Emden gestoppt.[3]

Im Ort befindet sich eine Grundschule.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 261.
  2. Ortsrat Walle
  3. Enercon stoppt Bahnausbau. Abgerufen am 9. August 2017.