Waltenhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Waltenhausen
Waltenhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Waltenhausen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 11′ N, 10° 22′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Günzburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Krumbach (Schwaben)
Höhe: 547 m ü. NHN
Fläche: 13,44 km2
Einwohner: 740 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86480
Vorwahl: 08263
Kfz-Kennzeichen: GZ, KRU
Gemeindeschlüssel: 09 7 74 192
Gemeindegliederung: 3 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rittlen 6
86381 Krumbach (Schwaben)
Website: www.waltenhausen.de
Erster Bürgermeister: Alois Rampp (FW Waltenhausen)
Lage der Gemeinde Waltenhausen im Landkreis Günzburg
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Über dieses Bild
Blick auf Waltenhausen von Nordwesten
Waltenhausen von Westen

Waltenhausen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Günzburg. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Krumbach (Schwaben).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waltenhausen liegt an der Mündung des Weilerbachs in den auch Krumbächle genannten Krumbach. Weiler liegt südlich von Waltenhausen auf dem Riedel zwischen den Tälern dieser beiden Bäche. Hairenbuch liegt westlich von Waltenhausen im Tal der Gutnach.

Waltenhausen liegt in der Region Donau-Iller im Regierungsbezirk Schwaben.

Ortsteile und Gemarkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus drei Gemarkungen, die deckungsgleich mit den drei amtlich benannten Gemeindeteilen sind (in Klammern ist der Ortstyp angegeben):[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Osten die Gemeinde Aletshausen, im Südosten die im Landkreis Unterallgäu liegende Gemeinde Breitenbrunn, im Süden und Westen die ebenfalls zum Nachbarlandkreis gehörende Gemeinde Kirchhaslach, im Nordwesten die Gemeinde Ebershausen und im Norden die Stadt Krumbach (Schwaben). Im Norden grenzt die Gemeinde auch an das gemeindefreie Gebiet Ebershauser-Nattenhauser Wald.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1120 wurde Waltenhausen erstmals urkundlich erwähnt. Damals lag der Ort im Herzogtum Schwaben. Die Familie von Wernau hatte von 1423 bis 1541 die Herrschaft in Waltenhausen inne. Die Fugger erwarben von ihnen 1541 die Herrschaft, ab da gehörte Waltenhausen zur Fuggerschen Familienstiftung. Sieben Jahre später entstand an der Stelle des Werdnau'schen Schlosses das Pfründespital Waltenhausen, das im Jahr 1824 bis auf den ehemaligen Zehentstadel (Lindenstraße 8; → siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Waltenhausen) abgebrochen wurde. Dieser wurde noch lange Zeit als Fugger’sches Forsthaus genutzt. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Hairenbuch und Weiler eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 634 Einwohner[4]
  • 1970: 639 Einwohner[4]
  • 1987: 607 Einwohner
  • 1991: 634 Einwohner
  • 1995: 664 Einwohner
  • 2000: 706 Einwohner
  • 2005: 707 Einwohner
  • 2010: 685 Einwohner
  • 2015: 702 Einwohner

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 631 auf 731 um 100 Einwohner bzw. um 15,9 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat acht Mitglieder. Bei der Kommunalwahl 2020 entfielen auf die Freie Wählergemeinschaft Waltenhausen vier Sitze (48,4 %), auf die Freie Wählergemeinschaft Weiler (29,6 %) und auf die Freie Wählergemeinschaft Hairenbuch (22,0 %) jeweils zwei Sitze.

Bürgermeister ist seit 1. Mai 2020 Alois Rampp (Freie Wählergemeinschaft Waltenhausen), der ohne Mitbewerber mit 85,0 % der Stimmen gewählt wurde. Sein Vorgänger von Mai 2008 bis April 2020 war Karl Weiß (Freie wählergemeinschaften).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DEU Waltenhausen COA.svg
Blasonierung: „Über silbernem Schildfuß, darin ein mit drei goldenen Kugeln belegter schwarzer Schrägbalken, in Blau eine goldene heraldische Lilie.“[5]

1966 angenommen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die neuromanische Pfarrkirche St. Georg wurde im Jahr 1864 erbaut, da die im Stil der Spätgotik erbaute Vorgängerkirche einsturzgefährdet war. Nur der Turm stammt noch von dem Vorgängerbau aus dem 15. Jahrhundert. Die Ausstattung der Kirche stammt großteils aus der Zeit des Neubaus von Handwerkern aus der Region. Bei der Renovierung im Jahr 1988 wurde die Originalfassung des Innenraums rekonstruiert, der zwischenzeitlich weiß überstrichen worden war.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2017 nach der amtlichen Statistik in der Gemeinde 41 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Von der Wohnbevölkerung standen 299 Personen in einer versicherungspflichtigen Tätigkeit, so dass die Zahl der Auspendler um 258 höher war als die der Einpendler. Acht Einwohner waren arbeitslos. 2016 gab es 19 landwirtschaftliche Betriebe.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet führt die Kreisstraße GZ 13. Diese verbindet Waltenhausen und Hairenbuch mit Haupeltshofen (Anschluss an die B 16) beziehungsweise mit Ebershausen (Anschluss an die B 300). Ansonsten sind die Orte der Gemeinde über Ortsverbindungsstraßen mit Krumbach, Kirchhaslach und Loppenhausen verbunden.

Seit Juli 2009 sind die Orte der Gemeinde an den Stadtbusverkehr von Krumbach (Flexibus Krumbach) angeschlossen, der mit Kleinbussen nach dem Prinzip des bedarfsgesteuerten Flächenbetriebes durchgeführt wird.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waltenhausen ist die am höchsten über Normalnull gelegene Gemeinde im Landkreis Günzburg. Mit 740 Einwohnern ist die Gemeinde die drittkleinste im Landkreis. Außerdem ist sie die am zweitdünnsten besiedelte Gemeinde.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Waltenhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Waltenhausen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 22. August 2019.
  3. BayernViewer der Bayerischen Vermessungsverwaltung (Memento des Originals vom 8. April 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.geodaten.bayern.de
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 775.
  5. Eintrag zum Wappen von Waltenhausen in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte