Waltenhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Waltenhausen
Waltenhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Waltenhausen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 11′ N, 10° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Günzburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Krumbach (Schwaben)
Höhe: 547 m ü. NHN
Fläche: 13,44 km2
Einwohner: 702 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86480
Vorwahl: 08263
Kfz-Kennzeichen: GZ, KRU
Gemeindeschlüssel: 09 7 74 192
Adresse der Verbandsverwaltung: Rittlen 6
86381 Krumbach (Schwaben)
Bürgermeister: Karl Weiß (ohne Wahlvorschlag)
Lage der Gemeinde Waltenhausen im Landkreis Günzburg
Baden-Württemberg Landkreis Augsburg Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Neu-Ulm Landkreis Unterallgäu Winzerwald Ebershauser-Nattenhauser Wald Aichen Aletshausen Balzhausen Bibertal Breitenthal (Schwaben) Bubesheim Burgau Burtenbach Deisenhausen Dürrlauingen Ebershausen Ebershausen Ellzee Günzburg Gundremmingen Haldenwang (Schwaben) Ichenhausen Jettingen-Scheppach Kammeltal Kötz Krumbach (Schwaben) Landensberg Leipheim Münsterhausen Neuburg an der Kammel Offingen Rettenbach (Landkreis Günzburg) Röfingen Thannhausen (Schwaben) Ursberg Waldstetten (Günz) Waltenhausen Wiesenbach (Schwaben) Winterbach (Schwaben) ZiemetshausenKarte
Über dieses Bild
Blick auf Waltenhausen von Nordwesten
Waltenhausen von Westen

Waltenhausen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Günzburg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Krumbach (Schwaben).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waltenhausen liegt an der Mündung des Weilerbachs in den auch Krumbächle genannten Krumbach. Weiler liegt südlich von Waltenhausen auf dem Riedel zwischen den Tälern dieser beiden Bäche. Hairenbuch liegt westlich von Waltenhausen im Tal der Gutnach.

Waltenhausen liegt in der Region Donau-Iller im Regierungsbezirk Schwaben.

Gemarkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde liegen folgende drei Orte und Gemarkungen: Waltenhausen, Hairenbuch und Weiler.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Osten die Gemeinde Aletshausen, im Südosten die im Landkreis Unterallgäu liegende Gemeinde Breitenbrunn, im Süden und Westen die ebenfalls zum Nachbarlandkreis gehörende Gemeinde Kirchhaslach, im Nordwesten die Gemeinde Ebershausen und im Norden die Stadt Krumbach (Schwaben). Im Norden grenzt die Gemeinde auch an das gemeindefreie Gebiet Ebershauser-Nattenhauser Wald.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1120 wurde Waltenhausen erstmals urkundlich erwähnt. Damals lag der Ort im Herzogtum Schwaben. Die Familie von Wernau hatte von 1423 bis 1541 die Herrschaft in Waltenhausen inne. Die Fugger erwarben von ihnen 1541 die Herrschaft, ab da gehörte Waltenhausen zur Fuggerschen Familienstiftung. Sieben Jahre später entstand an der Stelle des Werdnau'schen Schlosses das Pfründespital Waltenhausen das im Jahr 1824 bis auf den ehemaligen Zehentstadel (Lindenstraße 8; → siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Waltenhausen) abgebrochen wurde. Dieser wurde noch lange Zeit als Fugger'sches Forsthaus genutzt. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Hairenbuch und Weiler eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 634 Einwohner[3]
  • 1970: 639 Einwohner[3]
  • 1987: 607 Einwohner
  • 1991: 634 Einwohner
  • 1995: 664 Einwohner
  • 2000: 706 Einwohner
  • 2005: 707 Einwohner
  • 2010: 685 Einwohner
  • 2015: 702 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat acht Mitglieder. Bei der Kommunalwahl 2008 entfielen auf die Freie Wählergemeinschaft Waltenhausen fünf, auf die Freie Wählergemeinschaft Weiler zwei und auf die Freie Wählergemeinschaft Hairenbuch ein Sitz. An dieser Sitzverteilung hat sich nach der Wahl 2014 nichts geändert.[4]

Bürgermeister ist seit 2008 Karl Weiß (ohne Wahlvorschlag). Er wurde 2014 im Amt bestätigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die neuromanische Pfarrkirche St. Georg wurde im Jahr 1864 erbaut, da die im Stil der Spätgotik erbaute Vorgängerkirche einsturzgefährdet war. Nur der Turm stammt noch von dem Vorgängerbau aus dem 15. Jahrhundert. Die Ausstattung der Kirche stammt großteils aus der Zeit des Neubaus von Handwerkern aus der Region. Bei der Renovierung im Jahr 1988 wurde die Originalfassung des Innenraums rekonstruiert, der zwischenzeitlich weiß überstrichen worden war.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe keine und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 222. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 44 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 773 ha, davon waren 310 ha Ackerfläche und 462 ha Dauergrünfläche. Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 263 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 70 T€.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet führt die Kreisstraße GZ 13. Diese verbindet Waltenhausen und Hairenbuch mit Haupeltshofen (Anschluss an die B 16) beziehungsweise mit Ebershausen (Anschluss an die B 300). Ansonsten sind die Orte der Gemeinde über Ortsverbindungsstraßen mit Krumbach, Kirchhaslach und Loppenhausen verbunden.

Seit Juli 2009 sind die Orte der Gemeinde an den Stadtbusverkehr von Krumbach (Flexibus Krumbach) angeschlossen, der mit Kleinbussen nach dem Prinzip des bedarfsgesteuerten Flächenbetriebes durchgeführt wird.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waltenhausen ist die am höchsten über Normalnull gelegene Gemeinde im Landkreis Günzburg. Mit 702 Einwohnern ist die Gemeinde die drittkleinste im Landkreis. Außerdem ist sie die am zweitdünnsten besiedelte Gemeinde.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Waltenhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. BayernViewer der Bayerischen Vermessungsverwaltung
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 775.
  4. http://www.gemeinde-waltenhausen.de/Gemeinde/Gemeinderat/gemeinderat.html