Walter Ablinger

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Walter Ablinger
Walter Ablinger mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (2013)
Walter Ablinger mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (2013)
Zur Person
Geburtsdatum 12. Mai 1969
Nation Osterreich Österreich
Disziplin Straßenradsport
Wichtigste Erfolge
Sommer-Paralympics
2020 Gold medal Paralympics.svg – Einzelzeitfahren (H3)
2020 Bronze medal Paralympics.svg – Straßenrennen (H3)
2016 Silver medal Paralympics.svg – Einzelzeitfahren (H3)
2012 Gold medal Paralympics.svg – Straßenrennen (H2)
2012 Silver medal Paralympics.svg – Einzelzeitfahren (H2)
UCI-Paracycling-Straßenweltmeisterschaften
2014 Bronze – Straßenrennen (H3)
2013 Gold – Straßenrennen (H2)
2013 Bronze – Einzelzeitfahren (H2)
Letzte Aktualisierung: 15. September 2016

Walter Ablinger (* 12. Mai 1969 in Schärding) ist ein österreichischer Behindertensportler. Im Radsport wurde er u. a. zweifacher Olympiasieger (2012, 2020), Weltmeister (2013) sowie Europameister (2011), jeweils mit dem Handbike in der Paracycling-Kategorie H3 (H2 bis 2013). Darüber hinaus startet Ablinger im Ski Alpin, im Skilanglauf, im Triathlon, in der Leichtathletik sowie im Schwimmen.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ablinger erlernte nach der Schule zunächst den Beruf des Zimmerers. Nach seiner Gesellenprüfung im Jahre 1987 diente er von 1988 bis 1996 als Soldat im Bundesheer, vorrangig bei Auslandseinsätzen der UNO in Zypern und Syrien. Anschließend war er wieder als Zimmerer tätig.

Am 21. Juni 1999 stürzte Ablinger auf einer Baustelle von einem Gerüst, ist seitdem querschnittgelähmt und sitzt seitdem im Rollstuhl. 2001 machte Ablinger eine Umschulung zum Bürokaufmann.

Er lebt in Rainbach im Innkreis, ist verheiratet und Vater von drei Töchtern.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon während der Rehabilitation begann Ablinger in der Klinik mit Sport, wobei er hauptsächlich auf dem Handbike aktiv ist. Zehn Jahre nach seinem Arbeitsunfall wurde Ablinger 2009 österreichischer Staatsmeister im Einzelzeitfahren. Weitere Staatsmeistertitel folgten 2010 im Einzelzeitfahren und 2012 im Straßenrennen, 2011 wurde er Europameister und gewann 2012 den Gesamt-Weltcup. 2013 wurde er Weltmeister im Straßenrennen, im Jahr darauf errang er Bronze. Zudem nimmt er an zahlreichen 24-Stunden-Fahrten und Marathons teil.[1]

Bei den Sommer-Paralympics 2012 errang Ablinger zwei Medaillen: eine Goldmedaille im Straßenrennen sowie eine Silbermedaille im Einzelzeitfahren. Bei den Sommer-Paralympics 2016 holte Ablinger eine Silbermedaille im Einzelzeitfahren, bei den Sommer-Paralympics 2020 gewann er das Einzelzeitfahren sowie eine Bronzemedaille im Straßenrennen.

In den weiteren Sportarten, in denen Ablinger aktiv ist, erreichte er ebenfalls Erfolge, hauptsächlich auf nationaler Ebene.

Ablinger ist aktiver Para-Sportler des Heeressportzentrums des Österreichischen Bundesheers und trainiert im Heeressleistungszentrum Linz.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ich lebe zwei Mal. Verlag für mentale Stärke, Wien 2013, ISBN 320003243X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Walter Ablinger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aktuelle Ergebnisse. Offizielle Website von Walter Ablinger, abgerufen am 20. April 2014.
  2. Bundesheer-Leistungssportler/-innen. (PDF) In: Webseite Bundesheer. Österreichisches Bundesheer, 1. Dezember 2020, S. 3, abgerufen am 3. März 2021.
  3. Goldenes Verdienstzeichen für Walter Ablinger. Bezirksrundschau, abgerufen am 21. April 2014.
  4. Rudolf Massak: Walter Ablinger mit dem Goldenen Ehrenzeichen des Behindetensportverbandes ausgezeichnet. In: radsportverband.at. 9. November 2017, abgerufen am 14. November 2017.
  5. [1]
  6. Anna Kiesenhofer und Vincent Kriechmayr sind Österreichs Sportler des Jahres. 14. Oktober 2021, abgerufen am 15. Oktober 2021.