Walter Buschhoff

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Walter Buschhoff, auch Walter Buschoff (* 8. Juli 1923 in Worms; † 7. Dezember 2010 in München) war ein deutscher Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buschhoff hat in über 150 Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt, darunter beispielsweise Ein Mann will nach oben (1978), Ein Fall für Zwei (zwischen 1982 und 1990), Die Wiesingers (1984), Eurocops (1989), Das Erbe der Guldenburgs (1990), Ein Heim für Tiere (1991), Die Männer vom K3 (1992) sowie Sylter Geschichten (1993). Eine der Hauptrollen spielte er von 1981 bis 1984 in der vom Südwestfunk produzierten 20-teiligen Serie Goldene Zeiten – Bittere Zeiten, die den Untertitel Die Geschichte einer Bürgersfamilie trägt. In der Fernsehserie Büro, Büro, Regie Reinhard Schwabenitzky, verkörperte Buschhoff in 19 Folgen von 1990 bis 1991 den Direktor Brömmelkamm. Seinen größten Erfolg feierte der Schauspieler mit seiner Verkörperung des Vinzenz Bieler in der ZDF-Familienserie Forsthaus Falkenau (1989 bis 2006). An der Seite von Bruni Löbel spielte Buschhoff von der ersten bis zur 17. Staffel in 222 Folgen den pensionierten Förster Bieler, der im Forsthaus von Küblach immer mit einem guten Rat aufwarten konnte.

Zu den Kinofilmen des Künstlers zählen unter anderem die Heimatfilm-Komödie IA in Oberbayern von 1956, Buschhoffs Filmdebüt, das historische Drama nach Carl Zuckmayer Der Schinderhannes, das 1958 unter der Regie von Helmut Käutner entstand, die Komödie Kein Mann zum Heiraten (1959) von Hans Deppe, sowie Bernhard Wickis Literaturverfilmung Das Wunder des Malachias von 1961. Neben Nicoletta Machiavelli spielte Buschhoff 1969 in dem Filmdrama Scarabea – Wieviel Erde braucht der Mensch?, Hans-Jürgen Syberbergs auf einer Novelle von Leo Tolstoi beruhender erster Regiearbeit, die Hauptrolle. Des Weiteren wirkte er 1986 in dem Familien-Fantasyfilm Abenteuer im Spielzeugland mit, in dem Drew Barrymore eine der Hauptrollen innehatte.

Neben seinen Fernsehauftritten war der Mime auch als Theaterschauspieler aktiv, so zehn Jahre an den Münchner Kammerspielen, am Staatstheater Oldenburg und an der Volksbühne Berlin als fester Freier.

Buschhoff war mit der Schauspielerin Maria Körber verheiratet. Aus dieser Ehe ging ein Sohn hervor. 1992 heiratete er erneut. Der im 88. Lebensjahr verstorbene Schauspieler wurde auf dem Friedhof Sonnenberg in Wiesbaden bestattet.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Für seine herausragende schauspielerische Leistung in dem Filmdrama Die endlose Nacht erhielt Walter Buschhoff 1964 den Ernst-Lubitsch-Preis.
  • 1969 wurde er für seine Leistung in der Literaturverfilmung Scarabea – Wieviel Erde braucht der Mensch mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinofilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehfilme- und Serien/Reihen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kammerspiele München
  • Staatstheater Oldenburg
  • Volksbühne Berlin

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]