Walter Buser

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Walter Buser

Walter Buser (* 14. April 1926 in Lausen; heimatberechtigt in Bättwil und Lausen (Ehrenbürger)) ist ein Schweizer Jurist und Rechtswissenschafter. Er war von 1981 bis 1991 Bundeskanzler und das erste Mitglied der SP in diesem Amt.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buser, der Sohn eines Landwirts, wuchs auf einem Bauernhof in Lausen auf. Nachdem er in Basel das humanistische Gymnasium absolviert hatte, studierte er Recht an der Universität Basel und an der Universität Bern. 1958 promovierte er mit einer rechtshistorischen Arbeit. Bereits seit 1950 war Buser Rechtsberater und Redaktor bei sozialdemokratischen Zeitungen gewesen. Von 1956 bis 1962 war er Chefredaktor der «Sozialdemokratischen Bundeshauskorrespondenz».

1965 trat Buser in die Bundesverwaltung ein und war drei Jahre lang Leiter des Rechts- und Informationsdienstes des Eidgenössischen Departements des Innern. Der Bundesrat wählte ihn 1968 zum Vizekanzler; in dieser Funktion war er für Rechtsdienste und Information der gesamten Bundesverwaltung zuständig. 1977 ernannte ihn die Universität Basel zum ausserordentlichen Professor für öffentliches Recht, wobei er insbesondere das Verwaltungsrecht des Bundes lehrte.

Nach dem Rücktritt von Bundeskanzler Karl Huber kam es 1981 in der Bundesversammlung zu einer Kampfwahl um dessen Nachfolge. Dabei setzte sich Buser gegen Joseph Voyame von der CVP und Hans-Ulrich Ernst von der SVP durch; damit war er der erste sozialdemokratische Bundeskanzler. Buser passte das Amt den gewandelten Informationsbedürfnissen an, indem er regelmässige Pressekonferenzen einführte und die Bundeskanzlei zu einer Stabsstelle des Bundesrates erweiterte. Ausserdem hielt während seiner Amtszeit die elektronische Datenverarbeitung Einzug in die Bundesverwaltung. Mit Erreichen des Pensionsalters trat er 1991 zurück. Auf ihn folgte François Couchepin (FDP).[1]

1983 wurde Buser nach dem unerwarteten Tod von Bundesrat Willi Ritschard als möglicher Nachfolger gehandelt, lehnte jedoch eine Kandidatur ab.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Rundgang durch die Geschichte der Bundeskanzlei, Website der Bundeskanzlei, abgerufen am 20. Juni 2012.