Walter Franz

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Physiker Walter Franz. Zum Vizeadmiral siehe Walther Franz.

Walter Franz (* 8. April 1911 in München; † 16. Februar 1992 in Münster) war ein deutscher Physiker.

Franz wurde 1932 an der Ludwig-Maximilians-Universität München bei Arnold Sommerfeld mit einer Arbeit über den Comptoneffekt am gebundenen Elektron promoviert. Er habilitierte sich an der Universität Königsberg und erhielt 1939 eine Diätendozentur an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, bevor er am selben Ort 1949 zum außerplanmäßigen Professor ernannt wurde. 1959 nahm Walter Franz den Lehrstuhl für Theoretische Physik an der Universität Hamburg an. Die Westfälische Wilhelms-Universität konnte ihn 1962 als Nachfolger des Sommerfeld-Schülers Adolf Kratzer auf den Lehrstuhl für Theoretische Physik in Münster zurückgewinnen.

In seinen wissenschaftlichen Forschungen befasste Franz sich mit Fragen zu Kriechwellen in der Beugungstheorie, zur Multipolstrahlung von Atomkernen und zur Quantentheorie der Festkörper. Besonders bekannt geworden sind seine als Franz-Keldysh-Effekt bekannt gewordenen Arbeiten über die Änderung der Fundamentalabsorption eines Halbleiters in Anwesenheit eines elektrischen Feldes.

Schriften[Bearbeiten]

  • Franz, W.: Theorie der Beugung elektromagnetischer Wellen, Berlin 1957
  • Lagally, M., Franz, W.: Vorlesungen über Vektorrechnung, Leipzig 1959
  • Kratzer, A., Franz, W.: Transzendente Funktionen, Leipzig 1960
  • Franz, W.: Quantentheorie, Berlin 1971

Weblinks[Bearbeiten]