Walter Frenzel

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Walter Eduard Michael Frenzel (* 29. September 1884 in Kleinzschachwitz; † 14. Oktober 1970 in Berlin) war ein deutscher Textiltechniker und Hochschullehrer.

Das Familiengrab von Walter Frenzel und seiner Ehefrau Ilse auf dem Friedhof Wilmersdorf in Berlin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Walter Frenzel studierte an der TH Dresden am Mechanisch-Technologischen Institut, von dessen Direktor Ernst Müller er gefördert wurde. Frenzel ging als Assistent an die TH Hannover und promovierte 1912 mit einer Arbeit zur Gasdurchlässigkeit von Ballonstoffen. Bis in die 1930er Jahre arbeitete Walter Frenzel in den Niederlanden und Belgien. An der TH Delft richtete er das Faserforschungsinstitut ein und übernahm zurück in Deutschland die Chemnitzer Textilschule. Da er sich nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten weigerte, in die NSDAP einzutreten, wurde er aus seinem Amt entlassen.

Walter-Frenzel-Bau der TU Dresden

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Walter Frenzel als Professor für Textiltechnik und Direktor des Instituts für Textil- und Papiertechnik an die TH Dresden berufen. Neben seiner Tätigkeit als Hochschullehrer gründete Frenzel zudem 1947 das Institut für Technologie der Fasern der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin in Pirna-Copitz, das 1954 nach Dresden umgesiedelt wurde. Im Alter von 72 Jahren erfolgte 1957 Frenzels Emeritierung, die Professur erhielt Wolfgang Bobeth.

Walter Frenzel war Begründer und langjähriger Herausgeber der Zeitschrift Faserforschung und Textiltechnik. Neben 130 Veröffentlichungen weist sein Gesamtwerk auch 30 Patente auf. Walter Frenzel war Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Berlin, der Sächsischen Akademie der Wissenschaften und Nationalpreisträger der DDR. Seit 1996 trägt die Textilmaschinenhalle der Fakultät Maschinenwesen der TU Dresden den Namen Walter-Frenzel-Bau.

Künstlerische Darstellung Frenzels[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fritz Skade: Nationalpreisträger Prof. Frenzel (Tafelbild, Öl; 1956)[1]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Untersuchungen an garn-verarbeitenden Maschinen (1954)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Technische Universität Dresden: Gebäude und Namen. Technische Universität Dresden, Dresden 1997, S. 20f.
  • Dorit Petschel: 175 Jahre TU Dresden. Band 3: Die Professoren der TU Dresden 1828–2003. Hrsg. im Auftrag der Gesellschaft von Freunden und Förderern der TU Dresden e. V. von Reiner Pommerin, Böhlau, Köln u. a. 2003, ISBN 3-412-02503-8, S. 234–235 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bildindex der Kunst & Architektur