Walter Owen Bentley

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Walter Owen Bentley, MBE, (* 16. September 1888 in London; † 3. August 1971) war ein britischer Rennfahrer und Unternehmer. Er war der Gründer der Automarke Bentley.

Leben[Bearbeiten]

Walter Owen Bentley war gelernter Maschinenbauer und Automobilkonstrukteur. Er absolvierte seine Ausbildung u.a. bei der Great Northern Railway (Maschinenbauer). Seine erste Station als Unternehmer war die Fa. Bentley & Bentley, ein auf Import und Handel von DFP-Automobilen spezialisiertes Unternehmen, welches er 1912 mit seinem Bruder Henry Bentley gründete. Nach seinem Dienst als Pilot bei der Royal Air Force während des Ersten Weltkrieges wurde Walter Owen Bentley mit einem Kredit des Royal Naval Air Service unterstützt, um mit der Produktion eigener Automobile, insbesondere Sportwagen, zu beginnen. Bei der Automobilausstellung in London konnte er 1919 sein erstes Fahrzeug präsentieren und das Unternehmen Bentley Motors Ltd. war gegründet. 1921 folgte unter dem Namen Experimental-Engine No.1 das erste Serienfahrzeug. Bentley selbst war ein begeisterter Rennfahrer und nahm mit seinen eigenen Konstruktionen erfolgreich an zahlreichen Rennen teil. Wegen sehr hoher Konstruktionskosten, den Kosten für die Rennteilnahmen und schlechter Absatzzahlen im Zuge der Weltwirtschaftskrise war das Unternehmen trotz sportlicher Erfolge in finanziell schwieriger Lage. Nachdem sich Investoren der Bentley Motors Ltd. zurückzogen, musste Konkurs angemeldet werden. 1931 erwarb der Konkurrent Rolls-Royce das Unternehmen, incl. aller Rechte und der Produktionswerke. Walter Owen Bentley konnte den Verlust seines Lebenswerkes an einen Konkurrenten nie verkraften, musste aber wegen einer Vereinbarung aus den Kaufverträgen bis 1935 für das Unternehmen Rolls-Royce arbeiten. Nach seinem Weggang folgten noch Stationen bei den Herstellern Lagonda und Aston Martin. Seine letzte Anstellung vor dem Eintritt in das Rentenalter war als Konstrukteur bei dem Autobauer Armstrong Siddeley.

Walter Owen Bentley, der W. O. Bentley, oder kurz nur W.O. genannt wurde, war dreimal verheiratet. 1995 wurde er in die Automotive Hall of Fame aufgenommen.

Literatur[Bearbeiten]

  • W. O. Bentley, My Life and My Cars. 1969
  • Malcolm Bobbitt, Bentley: The Man behind the Marque. 2003

Weblinks[Bearbeiten]