Waltershofen (Freiburg im Breisgau)

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Wappen Freiburg
Wappen
Waltershofen
Freiburg im Breisgau
Stadtkreis Freiburg im Breisgau (FR)
Baden-Württemberg, Deutschland
Lage im Stadtkreis Freiburg
Basisdaten
Stadtteil mit Ortsverwaltung von Freiburg
Stadtteilnummer: 56
Gliederung: 1 Bezirk (560)
eingemeindet am: 1. Juli 1972
Geografische Lage: 48° 1′ 26″ N, 7° 43′ 17″ OKoordinaten: 48° 1′ 26″ N, 7° 43′ 17″ O
Höhe: 200 m ü. NN
Fläche: 6,29 km²
Einwohner: 2.169 (1. Januar 2018)
Bevölkerungsdichte: 345 Einwohner je km²
Ausländeranteil: 6 %
Postleitzahl: 79112
Vorwahl: 07665
Adresse der
Verwaltung:
Ortsverwaltung Waltershofen
Schulhalde 12
79112 Freiburg
Internetauftritt: Freiburg-Waltershofen
Politik
Ortsvorsteher: Petra Zimmermann
Dialekt: Alemannisch
Hauptvariante: Niederalemannisch
Regionalvariante: Oberrheinalemannisch
Lokalvariante: Breisgau

Waltershofen ist ein Stadtteil mit eigener Ortsverwaltung der Stadt Freiburg im Breisgau. Er liegt ca. 15 km westlich der Stadt am Tuniberg in der Nachbarschaft zu den eigenständigen Gemeinden Gottenheim, Merdingen und Umkirch im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald sowie zur südlich gelegenen Ortschaft Opfingen, ebenfalls ein Stadtteil von Freiburg.

In Waltershofen leben 2169 Menschen (Jan. 2018). Die Fläche des Stadtteils beträgt 629,10 ha (Stand 31. Dezember 2010).

Der Partnerort ist Waltershofen im Allgäu.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Waltershofen im Jahr 1139. Während des Mittelalters gehörte das Dorf dem Kloster St. Märgen. Verschiedene Breisgauer Adelsfamilien, so die Schnewlin und die Dachswangen, waren die Ortsherren. Wegen Verarmung musste das Kloster St. Märgen diesen Besitz Ende des 15. Jahrhunderts verkaufen. Wechselnde Adelsfamilien herrschten weiter über den Ort, der 1806 an das Land Baden fiel und mit diesem 1952 im Land Baden-Württemberg aufging. Am 1. Juli 1972 wurde das Dorf nach Freiburg eingemeindet.[1] Ortsvorsteherin ist seit 2015 Petra Zimmermann.

Landschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Südosten der Waltershofener Gemarkung, angrenzend an das Naturschutzgebiet Rieselfeld und den Mundenhof, liegt das Landschaftsschutzgebiet Mooswald. Es wird in Nord-Süd-Richtung durchschnitten von der Bundesautobahn 5. Westlich davon liegt der Waltershofener See. Er entstand 1967 bis 1969 durch Kiesabbau für den Autobahnzubringer Freiburg-Mitte und ist der am höchsten mit Nährstoffen belastete See Baden-Württembergs. Diese wurden über das Grundwasser vom Freiburger Rieselfeld bis Anfang der 1980er Jahre eingetragen. Die Folge waren Algenblüte und Fischsterben, da ab zwei Meter Wassertiefe kein Sauerstoff mehr vorhanden war. Seit 2010 wird mit Solarantrieb das Wasser umgewälzt und so gelangt Sauerstoff auch in tiefere Schichten.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelpunkt des Dorfes ist die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul, die von Christoph Arnold in den Jahren 1816 bis 1819 im Weinbrenner-Stil erbaut wurde, nachdem die Pfarrei von Wippertskirch, welche auch die Kirche des Klosters Schuttern seit 1136 war, 1815 nach Waltershofen verlegt wurde. Die Kirche ist in Waltershofen an Stelle einer St. Margareten-Kapelle erbaut worden, die dort seit ca. 1270 stand.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Waltershofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 493.
  2. Hermann Brommer: Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul Freiburg-Waltershofen. Schnell und Steiner, München 1987.
Blick über Waltershofen in Richtung Freiburg und Schwarzwald