Walther Heiss

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Walther H. Heiss (* 1. Juli 1932 in Schwandorf/Oberpfalz) ist Kinderchirurg und medizinischer Wissenschaftler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war Schüler von Rudolf Zenker und arbeitete im Forschungsteam mit, das die Herz-Lungen-Maschine entwickelte und die ersten Operationen am offenen Herzen durchführte. Zum Chirurgenkongress 1959 organisierte er die erste Direktübertragung aus einem Operationssaal. Seit 1964 ist Walther Heiss Facharzt für Chirurgie und seit 1971 Facharzt für Kinderchirurgie. Er ist ein Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie. Seine Habilitation „Polymerisierende Kunststoffe zum Nahtersatz“, die er im Jahr 1968 an der Universität Heidelberg erhielt, beteiligte ihn maßgeblich an der Entwicklung moderner Wundklebestoffe (z. B. Histoacryl® oder Vulnocoll®) sowie an der Ausarbeitung neuer Operationstechniken und ihrer Anwendung. Im Jahr 1972 wurde er als außerplanmäßiger Professor für Kinderchirurgie an die Universität Heidelberg berufen. Im Jahre 1978 wurde er Chefarzt der kinderchirurgischen Abteilung der Kinderklinik St. Katharinen in Trier (später Krankenanstalt Mutterhaus der Borromäerinnen in Trier).

Nach Einstellung der beruflichen Tätigkeit 1991 ist er ehrenamtlich im Senior Expert Service und für die African Medical and Research Foundation (AMREF), Flying Doctors Service tätig. Im Herbst 1997 gründete er den gemeinnützigen Verein „Afrikanische Kinder in Not e.V. Trier“ und kümmerte sich um die Organisation und Durchführung zahlreicher karitativer Projekte zum Bau von Schulen und Krankenstationen sowie Heimen für Straßenkinder und ärztliche Betreuung der Massai. Der Tätigkeitsschwerpunkt sind Kenia und Tansania.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]