Walther Hensel (Jurist)

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H. C. Walther Hensel (* 8. Oktober 1899 in Mannheim; † 3. Juli 1986 in Düsseldorf) war ein deutscher Jurist und Oberstadtdirektor von Düsseldorf sowie Vizepräsident des Deutschen Städtetages.

Hensel war Sohn einer wohlhabenden Mannheimer Familie. An der Philipps-Universität Marburg, der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Universität Bonn studierte er Jura und trat dem K.St.V. Arminia Bonn bei. In Bonn wurde er auch Mitglied der katholischen Zentrumspartei. 1926 schloss er sein Studium mit der Promotion ab.

Im Jahre 1926 trat er eine Stelle beim Landkreis Düsseldorf-Mettmann an, wo er 1927 zum Kreissyndikus wurde. Nach der Eingemeindung eines Teils des Landkreises in die Stadt Düsseldorf wurde er Stadtsyndikus.

1933 trat Hensel der SA-Reserve bei, 1935 der NSDAP. Er unterhielt allerdings Kontakt zu oppositionellen Kreisen. Im November 1937 wurde Hensel wegen Hochverrates festgenommen und schließlich im Juni 1939 zu zweieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt, jedoch im September desselben Jahres aus gesundheitlichen Gründen aus der Haft entlassen. Er arbeitete für Privatunternehmen bis er 1944 zur Wehrmacht einberufen wurde.

Die US-Militärverwaltung setzte Hensel sofort nach Kriegsende als Leiter des Versorgungsamtes in Düsseldorf ein. Im Januar 1946 wurde Hensel zum Stadtdirektor ernannt, im August 1946 zum Oberstadtdirektor. Hensel hatte dieses Amt bis 1964 inne. 1955 war Mitglied im Personalgutachterausschuss für die Streitkräfte der Bundeswehr und von 1962 bis 1965 Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).

Hensel erhielt die Ehrendoktorwürde der Medizinischen Akademie Düsseldorf und besaß zahlreiche hohe, in- und ausländische Auszeichnungen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christopher Pulch: Die Orden und Ehrenzeichen des Dr. jur. Dr. med. h.c. Walter Hensel. Eine beispielhafte Darstellung der Vorgänge um die Verleihung und Annahme in- und ausländischer Orden in der Frühzeit der Bundesrepublik Deutschland, in: Orden und Ehrenzeichen, Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Ordenskunde e. V., 17. Jahrgang, Nr. 100 (Dezember 2015), S. 379–389

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]