Walther MP

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Walther MP
Walther MPK
Allgemeine Information
Zivile Bezeichnung: MPL, MPK
Militärische Bezeichnung: MPL, MPK
Einsatzland: Vereinigte Staaten,
Deutschland,
Mexiko,
Portugal
Entwickler/Hersteller: Carl Walther GmbH
Herstellerland: Deutschland
Produktionszeit: 1963 bis 1987
Modellvarianten: MPL, MPK
Waffenkategorie: Maschinenpistole
Ausstattung
Gesamtlänge: MPL: 460 / 746 mm
MPK: 373 / 659 mm
Gesamthöhe: 215 mm mm
Gewicht: (ungeladen) MPL: 3,225 Kg / MPK: 3,025 Kg kg
Visierlänge: MPL: 357 mm / MPK: 270 mm mm
Technische Daten
Kaliber: 9 x 19 mm
Munitionszufuhr: Stangenmagazin
Kadenz: 500 Schuss/min
Feuerarten: Dauerfeuer, Einzelfeuer, (Feuerstoß über den Abzug)
Anzahl Züge: sechs
Drall: konstanter Rechtsdrall
Visier: offene Grob- und Diopter-Feinvisierung
Verschluss: Federbelasteter Masseverschluss
Ladeprinzip: Rückdrucklader
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Die Walther MP (MPL/MPK Maschinenpistolen) wurden vom deutschen Unternehmen Carl Walther GmbH gebaut. Sie sind mit einem Klappschaft ausgerüstet und für das Kaliber 9 mm Parabellum ausgeführt. Die MPL (Maschinen-Pistole-Lang) und ihre kürzere Schwester, die MPK (Maschinen-Pistole-Kurz), unterschieden sich in der Lauf- und Gehäuselänge.

Geschichte[Bearbeiten]

Portugiesische Marinesoldaten bei einem Manöver mit der Walther MPK

Die Walther-Maschinenpistolen (MPL/MPK) wurden von dem in Ulm ansässigen Unternehmen in den Jahren von 1963 bis 1987 gefertigt.

Die Waffen waren beim Bundesgrenzschutz (BGS), dem Vorgänger der heutigen Bundespolizei (BPol), der West-Berliner Polizei, der Bayerischen Polizei, der portugiesischen und mexikanischen Marine langjährig im Einsatz. Die U.S. Navy Seals verwendeten beide Versionen der Walter MP im Vietnamkrieg. Spätere Versionen wurden auch nach Mexiko exportiert. Insgesamt wurden etwa 27.000 Stück der Modelle MPL/MPK hergestellt.

Technik[Bearbeiten]

Die Maschinenpistolenmodelle MPL/MPK sind aus Blechprägeteilen hergestellt. Die klappbare Schulterstütze der Waffen besteht aus einem gebogenen und geformten Stahlrohr, das mit PVC überzogen ist. Der Verschluss der Waffen ist als unverriegelter Rückstoßlader ausgeführt. Eine Besonderheit bildet der L-förmige Verschlussbolzen, der oberhalb des Laufs arbeitet. Durch diese Konstruktionsweise kann der Verschluss der Waffe besonders kurz gehalten werden. Der Verschluss besitzt keinen beweglichen Schlagbolzen, dieser ist als kleine Erhebung in den Stoßboden des Verschlusses integriert. Der vom Verschlussbolzen getrennte Spannhebel befindet sich auf der vorderen linken Seite der Waffe. Frühe Modelle der Maschinenpistolen waren nur für Dauerfeuer ausgelegt, später erhielten die Waffen rechts hinter dem Abzug eine Feuerwahleinrichtung zur Umschaltung von Dauer- auf Einzelfeuer. Die effektive Reichweite der Maschinenpistole beträgt 200 m in der Version MPL und 150 m in der Version MPK, bedingt durch die maximale Visiereinstellung. Der Tragegurt besteht aus einem Textilgewebe mit Lederschlaufen zur Befestigung an der Waffe. Anstelle der Rohrmutter kann ein Platzpatronengerät aufgeschraubt werden.

Weblinks[Bearbeiten]