Waman Puma de Ayala

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Waman Puma de Ayala, Selbstporträt, beim Aufzeichnen von Geschichten der Bewohner Perus. Die unterschiedlichen Gewänder weisen darauf hin, dass sie aus verschieden Regionen und Bevölkerungsschichten stammen.

Don Felipe Waman Puma de Ayala, auch Guaman Poma oder in spanischer Schreibweise Huamán Poma de Ayala (* 1534 oder um 1550 in San Cristóbal de Suntuntu, heutige Provinz Lucanas im Departement Ayacucho; † um 1615) war ein indigener Übersetzer, Proto-Ethnologe und Chronist im spanischen Vizekönigreich Peru.

Guaman Poma de Ayala ist vor allem bekannt für sein Werk Primer Nueva Corónica y Buen Gobierno[1]. Das 1189-seitige Manuskript enthält 398 ganzseitige Zeichnungen. Es ist ist auf Spanisch verfasst, enthält aber auch Passagen und Begriffe auf Quechua, Aymara und Latein. Das Werk beinhaltet eine Darstellung der Geschichte der Andenbevölkerung vor und unter den Inka (Primer nueva Coronica = Erste neue Chronik), sowie eine kritische Beschreibung der dem Autor gegenwärtigen spanischen Regierung und der kolonialen Strukturen (Buen Gobierno = Gute Regierung).

Leben und Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptquelle für Informationen über Guaman Pomas Leben und Überzeugungen ist die von ihm verfasste Chronik. Daneben sind bislang nur drei weitere Quellen bekannt[2]: eine Erwähnung Pomas als Übersetzer in einer Urkunde über Landverkauf (1594), die Akten eines Gerichtsverfahrens über Landrechte im Chupas-Tal bei Huamanga, Peru (ca. 1560-1640)[3], sowie ein Brief Guaman Pomas an den König von Spanien (1615).[4]

Herkunft und Geburtsjahr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guaman Poma betont in seinem Werk immer wieder den hohen gesellschaftlichen Rang seiner Familie. So sei seine Mutter eine Tochter Topa Ynga Yupanques gewesen, sein Vater dessen „zweiter Mann“.[5]

In der Corónica werden vor allem Orte zweier Regionen mit der Familie in Verbindung gebracht: die Provinz Lucanas in der Cierra Meridonal (heutiges Department Ayacucho) und die Region um Huánuco in der Sierra Central. Husson vertritt die These, dass Guaman Pomas Vater ein Mitma mit Yaruvilka-Vorfahren war, die von den Inka erst in die eine, dann in die zweite Region umgesiedelt worden waren (und dort im weitesten Sinne als beauftragte Stellvertreter fungiert haben mochten). Seine Mutter könnte aus Cusco stammen und väterlicherseits mit einer der Inka-Adelhäuser verwandt sein (und so eine „Tochter des Hauses“ sein).[6] Guaman Poma dürfte hier die allgemeine spanische Unkenntnis indigener Verwandtschaftsbeziehungen, Namensgebung und Sozialstruktur genutzt haben, um eine besondere Nähe seiner Familie zur Herrschaft zu suggerieren.

In der Corónica erwähnt Guaman Poma mehrfach einen mestizen Halbbruder namens Martín, der ein vorbildlicher Mönch gewesen sei. Ihm verdanke er seine Ausbildung und die Entstehung des Buches. Dass dieser Name (im Gegensatz zu vielen in der Corónica nicht genannten Verwandten) weder im Landrechtsstreit der Familie noch in den Archiven seiner angeblichen Wirkungsstätten auftaucht lässt Ossio vermuten, dass es sich um einen fiktiven Charakter handelt.[7]

Der Zeitpunkt Guaman Pomas Geburt ist umstritten. Er selbst bezeichnet sich im Jahr 1613 als achtzigjährig. Ossio diskutiert hierzu bestehende Theorien und hält nach der Analyse weiterer Daten der Corónica und Viten dort genannter Personen eine Geburt um 1550 für wahrscheinlich.[8] Eine mögliche Erklärung für die vermeintliche Unwahrheit bietet die ebenfalls von Guaman Poma beschriebene Bevölkerungseinteilung unter den Inka. Hier bilden „die Achtzigjährigen“ eine eigene Klasse, die von allen geehrt werden und als Vorbilder und weise Lehrer gelten.[9]

Guaman Pomas Muttersprache war Quechua. Als Kind oder Jugendlicher lernte er die spanische Sprache, in welcher er auch das Lesen und Schreiben erlernte.[10]

Bedeutung und Schreibweise des Namens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Autor der Primer Nueva Coronica... bezeichnet sich selbst in seinem Werk als „Don Felipe [seltener: Phelipe] Guaman Poma de Ayala“.[11] Vor dem spanischen Taufnamen Felipe steht der spanische Titel Don und weist auf gehobenen sozialen Status hin.[12] Guaman Poma, Falke und Puma, waren die heraldischen - oder totemischen - Tiere von Huánuco, der Hauptstadt der Yarowilca.[13] Der Familienname Ayala wurde Guaman Poma zufolge seinem Vater oder Onkel für treue Dienste im Kampf gegen aufständische Spanier verliehen.[14] In den Akten des von Guaman Poma geführten Landrechtstreites führen zwar sein Vater und einige Geschwister den Namen Ayala, er selbst jedoch nie. Das Gericht beschied, dass der Kläger Don Felipe Guaman Poma in Wirklichkeit ein einfacher Indio sei, der auch unter dem Namen „Lazaro“ bekannt sei. Er sei zwar in der Bevölkerung als solcher anerkannt, habe aber nicht das Recht, sich Kazike zu nennen.[15]

Übersetzertätigkeit, Kampf um sein Hab und Gut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guaman Poma arbeitete als Übersetzer und Schreiber für eine Reihe spanischer Amtsträger.[16] So begleitete er Cristóbal de Albornoz[17] bei dessen Kampagne zur „Ausrottung des Götzendienstes“ in ländlichen Regionen Perus, vor allem zur Bekämpfung einheimischer messianischer Bewegungen wie dem Taqui Onkoy.[18] Belegt ist auch die Arbeit für den Mercedarier Martín de Murúa, für dessen Chronik über die Geschichte der Inka Guaman Poma u.a. einige Bilder zeichnete.[19]

Guaman Poma taucht einem 1560 begonnenen Rechtsstreit über Ländereien im Chupas-Tal aus den späten neunziger Jahren als Kläger auf. Er verlor jedoch sämtliche Prozesse, und wurde für zwei Jahre aus der Gegend verbannt.[20]

Waman Pumas Hauptwerk: die Primer Nueva Corónica y Buen Gobierno[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einordnung: Chroniken des Andenraums[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Werk Guaman Pomas wird zum Genre der kolonialen Chronik gezählt, die durch stilistische und inhaltliche Ähnlichkeiten zu den Textformen der Erzählung und des Berichts (span. relación, narración) charakterisiert ist. Da die Inhalte meist eng mit der politischen Entwicklung verquickt waren, werden z.B. Chronisten der Entdeckung (1524-1537), der Eroberung (1532-1537) und der Bürgerkriege (1538-1550) oder auch der Toledo-Zeit unterschieden. Daneben erschienen im 17. Jhd. auch Chroniken verschiedener katholischer Ordensgemeinschaften im Andenraum.[21]

Wissen wurde in den andinen Kulturen mündlich überliefert. Auch die Inka nutzten keine Schrift, sondern Knotenschnüre für die Administration ihres Reiches. Die Primer nueva corónica y buen gobierno ist das einzig bekannte Schriftwerk eines indigenen Autors aus der frühen Kolonialzeit. Im Jahr 1615 festigte sich im Andenraum langsam die spanische Kolonialregierung, nach 84 Jahren des Kampfes zwischen europäischen Invasoren und Einwohnern, zwischen konkurrierenden Konquistadoren und schließlich zwischen königstreuen und abtrünnigen Siedlern.

Nach seinem Auffinden wurde das Werk zunächst oft als sprachlich-literarisch unterdurchschnittlich und historisch inakkurat bewertet (gemessen an spanisch-europäischen Standards der Zeit).[22] Inzwischen ist die herausragende Bedeutung für die Erforschung indigener Kultur, Weltanschauung und Bewertung der historischen Ereignisse anerkannt. Gleichzeitig ist das Manuskript auch ein Beleg für die Vermischung und den Widerstreit andiner und europäischer Kulturen, z.B. bezüglich ihrer Geschichtskonzepte, religiösen Vorstellungen, Rechtsordnung, Sprache und Ikonografie.[23]

Inhalte der Primer Nueva Corónica y Buen Gobierno[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guaman Pomas Manuskript El primer nueva corónica y buen gobierno („Die erste neue Chronik und Gute Regierung“) wurde zwischen 1600 und 1615 abgefasst. Es enthält 1189 Seiten, 398 davon mit ganzseitigen Zeichnungen. In mehreren Vorreden (S.0-21) und auch innerhalb des Textes wendet sich der Autor an verschiedene Leserschaften, vor allem aber an König Philipp III. von Spanien (1598–1621) dem er die Ungerechtigkeiten der Kolonialherrschaft darstellt, und Alternativen aufzeigt. Das Werk hat drei Haupteile:

Der erste, „Nueva Corónica“ betitelte Teil (S.22-369) referiert die Geschichte der Andenbevölkerung, deren ursprüngliche Christlichkeit und Abstammung von Noah behauptet wird. Der Autor korreliert hier vier andine Menschheitsalter mit Zeitaltern biblischer Geschichtsschreibung. Es folgen Kapitel über Inkakönige und -königinnen, sowie inkaischer Hauptleute und deren Frauen. Dem schließt sich eine synchrone Darstellung der Gesellschaft unter inkaischer Herrschaft an.

Der zweite Teil (ab S. 368 [370]) wird nur auf den Manuskriptseiten selbst als Conquista betitelt, erscheint jedoch nicht im Inhaltsverzeichnis. Das Zusammentreffen von Indigenen und Spaniern wird als friedlich dargestellt. Kämpfe fanden demnach nur zwischen königstreuen und abtrünnigen Spaniern statt, wobei die einheimische Bevölkerung die Königstreuen unterstützt habe.

Der dritte und weitaus längste Teil (S.435 [437] – o.Zahl [1189]) „Buen Gobierno“ beschreibt Bewohner und Akteure der peruanischen Kolonialgesellschaft, klagt Missstände an und schlägt tiefgreifende politische Reformen vor. Ein Abschnitt über Städte, Infrastruktur und Geographie beinhaltet auch Angaben über Chroniken anderer Autoren. In einem Reise- und Erlebnisbericht des Autoren präsentiert sich als das Werk als Augenzeugenbericht. Nach einem Kalender mit landwirtschaftlichen Angaben und christlichen Feiertagen schließt das Werk mit Inhaltsverzeichnis, Angaben zu Titel und Autor, sowie dem Wappen des Königs von Spanien.

Der Autor verleiht an zahlreichen Stellen seiner Vorliebe für klare Hierarchien Ausdruck und betont die Notwendigkeit von (auch rassischer) Abstufungen, die seine Abkunft aus edlem Geschlecht betonen.[24] Vor allem in der Weltkarte Mapa Mundi [25] zeigt sich bereits die Vermischung europäischer und inka-indianischer Vorstellungen vom Zustand der Erde: seine „messianische Hoffnung“ ist es, dass nach dem Untergang des Inkareichs nun der König im fernen Spanien die verloren gegangene universelle Ordnung wiederherstellen möge.[26]

Sprache, Textgestalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Manuskript befolgt bibliographische Konventionen der Zeit und ähnelt so einer bereits gedruckten Chronik.[27] Ungewöhnlich ist der geringe Einsatz von Satzzeichen und die hohe Anzahl von Zeichnungen und behandelten Themen. Der Text enthält viele selbstreferentielle Aussagen zu seiner Benutzung und direkte „Anreden“ des Lesers in Form von Prologen. Die genutzten Formen erinnern neben Geschichtsschreibung auch an Fürstenspiegel, Briefe, Viten, (teils satirische) Predigten, Gebete, Erzählungen und Gedichte. Das Manuskript ist überwiegend auf Spanisch verfasst, das auf allen Ebenen vom Quechua–Substrat beeinflusst ist.[28] Passagen oder einzelne Worte auf Quechua, Aymara und Latein werden teilweise übersetzt oder erläutert. Die Inhalte sind chronologisch, innerhalb dessen aber thematisch geordnet. Die Struktur erinnert teilweise an mündlichen, von mnemotechnischen Hilfsmitteln wie Quipus unterstützten Vortrag.[29]

Die Zeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zeichnungen sind wie der Text mit schwarzer Tinte ausgeführt. Die Darstellungen korrespondieren mit Themen des folgenden Textes und sind fast alle mit Bildunterschriften und oft auch mit -inschriften versehen. Die Darstellung von Personen, biblischen Szenen, Stadt- und Landschaftsansichten und Wappen lassen eine gute Kenntnis europäischer Bildtradition erkennen. Adorno hat erstmals auf die Besonderheiten der räumlichen Bildkomposition hingewiesen.[30] Der seitdem ausführlich untersuchte Symbolgehalt dürfte sich nicht-indigenen Betrachtern nicht erschlossen haben.[31] Die Corónica ist der einzige frühkoloniale Text mit Abbildungen über das Leben der Inka vor der Eroberung durch die Spanier und daher eine unschätzbare Quelle für Historiker, Archäologen und Anthropologen.

Text- und Überlieferungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl Guaman Pomas Manuskript offenbar Europa erreichte ist es unklar, ob der Hauptadressat König Philipp III. den Text jemals zur Kenntnis nahm; sein provokanter Inhalt macht dies wenig wahrscheinlich. Guaman Poma selbst spricht zweimal im Text die Hoffnung aus, der König möge sein Buch im Druck veröffentlichen – was nie geschah. So blieb das mit viel Mühe zusammengetragene Werk, das nur in einem einzigen Exemplar existierte und auf das sein Verfasser so große Hoffnungen setzte, in fast tragischer Weise unbekannt.[32] In den 1650er Jahren kaufte wohl der dänische Gesandte Cornelius Pederson Lerche das Werk und brachte es in seine Heimat, wo es den Weg in die Dänische Königliche Bibliothek fand und unter der Signatur GKS 2232 4° verzeichnet ist.[33] Erst der Göttinger Bibliothekar und Historiker Richard Pietschmann (1851–1923) wurde auf das Manuskript in der Königlichen Bibliothek zu Kopenhagen anlässlich eines Orientalisten-Kongresses aufmerksam; 1908 machte er es erstmals dem wissenschaftlichen Publikum bekannt, wo es sofort großes Aufsehen erregte. Eine erste Edition wurde 1936 in Paris veröffentlicht. Durch die Online-Edition ist das Werk heute, wie Guaman Poma es wünschte, verfügbar für “todo el mundo y cristianidad; hasta los ynfieles” (in etwa: “für alle Welt und Christenheit; sogar für die Heiden”).[34]

Die „Historia del Pirú“ des Fray Martín de Murúa und Guaman Pomas Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon bald nach der Publikation wurden Verbindungen zwischen Waman Pumas Werk und der Historia general del Pirú (1611? 1616) des baskisch-spanischen Mercedarier-Mönchs Martín de Murúa (1525–1618) vermutet; seit kurzem weiß man, dass Waman Puma seit etwa 1600 den Pater bei seinen Reisen durchs Land begleitete und mindestens zwei der Illustrationen zu dessen umfassendem landeskundlichem Werk beisteuerte.[35] Waman Puma kritisiert den Mönch in seiner "Nuevea Coronica" mehrfach scharf, wo er ihn als Ehebrecher und jähzornigen „Henker“ bezeichnet und sogar bildlich darstellt, wie er in weißem Habit und mit Tonsur auf eine sitzende Indianer-Weberin einprügelt und -tritt.[36] Sein eigenes, von ihm selbst viel reicher illustriertes Werk ist daher aus heutiger Sicht wohl als ein Gegenentwurf gegen die einseitigen Schilderungen seines spanischen Vorgesetzten zu verstehen. - Murúas Werk erlitt im Übrigen das gleiche Schicksal wie das seines indianischen Dolmetschers und Kritikers: die beiden existierenden Manuskripte der Historia wurden nach Spanien versandt, dort aber nie gedruckt und verschwanden in Archiven und Privatbeständen, bis die eine der beiden Ausgaben schließlich in den 1960er Jahren publiziert wurde.[37]

Bewertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Dieses Werk ist mit seinem Text in Spanisch und Quechua, aber auch mit seinen zahllosen bildlichen Darstellungen ganz ohne Zweifel das reichhaltigste und umfassendste Dokument, das uns aus der Epoche der 'Besiegten der Eroberung' überliefert ist.“ Bernard Lavallé in Hdb.d.Gesch.Lateinamerikas, Bd.1, S.514
  • Guaman Poma de Ayala wird auch als el indio cronista dibujante (der „zeichnende Indio-Chronist“) der frühen Kolonialzeit bezeichnet.
  • Die Vermutung, das Werk sei letztlich unter jesuitischem Einfluss entstanden, ja die Autorschaft des Waman Puma sei sogar fiktiv[38], fand bisher wenig Zustimmung[39], zeigt aber, wie viele Fragen um Werk und Autorschaft noch offen sind.

Textausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Felipe Guaman Poma de Ayala: Nueva Corónica y buen gobierno (codex péruvien ill.). Renseignements sommaires par Richard Pietschmann. 1168 S. Paris : Institut d'Ethnologie 1936.
  • Felipe Guamán Poma de Ayala: El primer nueva coronica i buen gobierno compuesto por Don Phelipe Guaman Poma de Ayala. La obra de Phelipe Guaman Poma de Ayala "Primer nueva coronica y buen gobierno" (escrita entre 1584 y 1614). Hg.u. komm. von Arthur Posnansky. La Paz : Inst. "Tihuanacu" de Antropología, Etnografía y Prehistoria 1944. 1165 S.
  • Huamán Poma (Don Felipe Huamán Poma de Ayala): Letter to a King. A Peruvian Chief's Account of Life under the Incas and under Spanish Rule. Arranged and edited with an Introduction by Christoper Dilke and translated from Nueva Corónica y Buen Gobierno. New York : Dutton 1978. - Teilausgabe.
  • John Murra. Rolena Adorno. Jorge Urioste: Felipe Guaman Poma de Ayala, Nueva crónica y buen gobierno. Siglo XXI : Ciudad de México 1980.
  • Die neue Chronik und gute Regierung. Faksimileausgabe und Übersetzung auf CD-ROM. Hg.v. Ursula Thiemer-Sachse, übs. von Ulrich Kunzmann. Erstmals auf Deutsch = El primer nueva coronica y buen gobierno des Felipe Guamán Poma de Ayala. In Zusammenarbeit mit der Königlichen Bibliothek zu Kopenhagen. Berlin : Worm 2004. 1 CD-ROM (Literatur im Kontext auf CD-ROM. Vol. 21). Text dt. und span. - Vollstdge. dte. Übersetzung, mit Kommentar, Bibliographie, Abb. sämtlicher Seiten, v.a. der 399 Federzeichnungen des Autors, und Registern; eine vorzügliche Ausgabe, leider nur als E-Dokument erhältlich.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Juan M. Ossio A: En busca del orden perdido. La idea de la Historia en Felipe Guaman Poma de Ayala. Lima: Fondo Ed. de la PUCP 2008, ISBN 9789972428753
  • Rolena Adorno, Guaman Poma: Writing and Resistance in Colonial Peru. Austin: University of Texas Press, 2000. ISBN 9780292705036
  • Rolena Adorno: Felipe Guaman Poma de Ayala: An Andean View of the Peruvian Viceroyalty 1565-1615. In: Journal de la Societé de Américanistes, LXV: 121-143. (= Dies. (1978): Las otras fuentes de Guaman Poma: sus lecturas castellanas. In: Historica 2,2: 137-163) (1978). DOI : 10.3406/jsa.1978.2159. Online im Portal Persée
  • Rosario Navarro Gala: Lengua y cultura en la Nueua corónica y buen Gobierno. Valéncia: Artes Gráficas Soler 2003. ISBN 9788437056760
  • Mercedes López-Baralt: Guaman Poma, autor y artista. Lima: Fondo Editorial de la Pontificia Universidad Católica del Peru 1993.
  • Carlos González; Hugo Rosati; Francisco Sánchez: Guaman Poma. Testigo del Mundo Andino. Santiago: LOM Ediciones 2003. ISBN 9562825604
  • Alfredo Alberdi Vallejo: El mundo al revés. Guaman Poma anticolonialista. Berlin : wvb 2010. ISBN 9783865734945, Online als PDF
  • Manuel Garcia-Castellon: Guaman Poma de Ayala, pionero de la teologia de la liberación. Madrid: Pliegos, 1991, Elektronische Ausgabe
  • Richard Pietschmann: Nueva Coronica y buen gobierno des Don Felipe Guaman Poma de Ayala. Eine peruanische Bilderhandschrift. Vorläufige Mitteilungen. In: Nachrichten der K. Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen. Phil-Hist. Klasse. Göttingen 1908, S. 637-659.
  • Leslie Bethell: Colonial Latin America. (The Cambridge History of Latin America. Bd.1). Cambridge u.a.: CUP 1984.
  • Horst Pietschmann (Hg.), Handbuch der Geschichte Lateinamerikas. Bd.1: Mittel-, Südamerika und die Karibik bis 1760. Stuttgart : Klett-Cotta 1994 ISBN 9783608914955
  • Fiona Wilson: Latin Americanists of Denmark. In: Estudios Latinoamericanos y del Caribe, vol. 72 (2002), S. 49. Online als PDF
  • El sitio de Guaman Poma/The Guaman Poma Website. A Digital Research Center of the Royal Library, Copenhagen, Denmark, Online-Edition

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Online-Edition der Primer Nueva Coronica...
  2. Vgl. Liste auf der Guaman Poma Website
  3. Expediente Prado Tello online
  4. Carta al Rey online
  5. Vgl. z.B. Primer Nueva Corónica..., S. 15 [1]
  6. Jean-Philippe Husson: En busca de las fuentes indígenas de Waman Puma de Ayala. Las raíces incas y yaruwillka del cronista indio: ¿Invención o realidad? In: Historica 19,1, 1995, S. 29-71. Vgl. auch Ossio: En busca del orden..., S. 75-129, 150-158.
  7. Ossio: En busca del orden…, S. 71-74, 86f.
  8. Ossio: En busca del orden…, S. 65-75. Vgl. auch Alberdi Vallejo, der von der Lebensspanne 1556 bis 1644 ausgeht: Alberdi Vallejo: El mundo al revés. Guaman Poma anticolonialista, S.?
  9. Primer Nueva Coronica..., S. 198(200)f. [2]
  10. Vgl. die sprachwissenschaftliche Analyse seines Werkes in Navarro Gala: Lengua y cultura...
  11. Vgl. z.B. Primer Nueva Coronica..., S. 5 [3]
  12. Vgl. González; Rosati; Sanchez, Testigo..., S. 36.
  13. Vgl. Rolena Adorno: Waman Puma de Ayala Author and Prince. In: Review. Latin American Literature and Arts 28, S. 12-15, hier: S.14.
  14. Vgl. Primer Nueva Coronica..., S. 1032 (1040) [4], 736 (750) [5].
  15. Juan Ossio: En busca del orden..., S. 160-163.
  16. Guaman Poma: Primer nueva corónica..., S. 701 (715) [6]; Nelson Pereyra Chávez: Un documento sobre Guaman Poma de Ayala existente en el Archivio Departamental de Ayacucho. In: Historica, Vol. XXI, No 2, Dez. 1997, S. 261-270 [7]; Ossio: En busca del orden..., S. 130-132
  17. Vgl. Artikel in der spanischen Wikipedia zu Cristóbal de Albornóz
  18. Vgl. z.B. Adorno 1978: An Andean View..., S. 134f. Vgl. auch den Artikel in der spanischen Wikipedia über Taqui Onkoy
  19. Rolena Adorno, Ivan Boserup: The Making of Murúa's Historia General del Piru. In: Thomas Cummins, Barbara Anderson (Hgg.): The Getty Murúa. Essays on the Making of Martin de Murúa's 'Historia General del Piru, J. Paul Getty Museum Ms. Ludwig XIII 16. Los Angeles: Getty Research Institute 2008, S. 7-75, hier S. 11, 19-23, 43
  20. Ossio: En busca del orden...; S. 82-85; Husson 1995: En busca de las fuentes...
  21. Vgl. Raúl Porras Barrenechea: Los cronistas del Perú (1528-1650), Lima 1986 (1945): Banco de crédito del Peru, S.13-14. Vgl. auch Kathleen Ross: Historians of the conquest and colonization of the new World: 1550-1620, in: Roberto González Echevarría (Hg.): The Cambridge History of Latin American Literature. Discovery to Modernism 1. Cambridge (u.a.), 1996, S.101-142. ISBN 9780521340694
  22. Vgl. z.B. die Einleitung von Dilke zur Edition von 1978.
  23. Vgl. die hier unter „Literatur“ aufgeführten Studien, vgl. auch die Bibliographie der Online-Edition.
  24. Hdb.d.Gesch. Lateinamerikas Bd.1, S. 471,475
  25. Vgl. Primer Nueva Corónica..., S. 983-984 [1001-1002][8]
  26. Bethell, Colonial America, S.234 ff.
  27. Vgl. Navarro Gala: Lengua y cultura en la Nueua Corónica, S.2
  28. Navarro Gala: Lengua y cultura en la Nueua Corónica
  29. Zu Guaman Pomas Bezügen zu diesem Amt, vgl. Ossio: En busca del orden..., S. 142-150. Vgl. auch Fernando Prada Ramirez: Der Tanz um den Buchstaben. Die semantischen Systeme des 16. Jahrhunderts in den Anden. Regensburg: Roderer 1994
  30. Vgl. Rolena Adorno: The Language of History in Guaman Poma´s Nueva Corónica y Buen Gobierno” In: Adorno (Hg.): From Oral to Written Expression: Native Andean Chronicles of the Early Colonial Period. Syracuse, NY, S. 109-173; Rolena Adorno: Paradigmas perdidos: Guamán Poma examina la sociedad española colonial. In: Revista Cungará 13. Santiago Editorial Universitario 1984,S. 67-91.
  31. López-Baralt: Guaman Poma, autor y artista. Lima: Fondo Editorial de la Pontificia Universidad Católica del Peru 1993; López-Baralt: La metáfora como traslatio: del código verbal al visual en la crónica ilustrada de Guaman Poma. In: Nueva Revista de Filología Hispánica 36,1. Colegio de México 1988; González; Rosati; Sánchez: Guaman Poma. Testigo del Mundo Andino 2003
  32. Rolena Adorno, die wohl beste Kennerin von Guaman Pomas Werk, referiert Wirkungsweise und Auswirkungen staatlicher Vorzensur (Manuskripte) und kirchlicher Inquisition (fertige Druckwerke) in http://www.librosperuanos.com/archivo/rolena-adorno.html
  33. Vgl. Rolena Adorno: A Witness unto Itself: The Integrity of the Autograph Manuscript of Felipe Guaman Poma de Ayala’s El primer nueva corónica y buen gobierno (1615/1616) , in: Fund og Forskning, Det Kongelige Bibliotek, Copenhagen 2002, dort Kapitel 2.2: The Nueva corónica y buen gobierno in the Royal Library: (Re)discovery and Provenance. Online-Text
  34. Primer Nueva Corónica..., S.1168 [1178][9]
  35. Manuel Ballesteros Gaibrois: Relación entre Fray Martín de Murúa y Felipe Huaman Poma de Ayala. In: Amerikanistische Studien. FS f. Hermann Trimborn anlässlich seines 75. Geburtstages. Hg.v. Roswith Hartmann und Udo Oberem. (Collectanea Instituti Anthropos 20). San Augustine 1978. Bd. 1; Rolena Adorno. Ivan Boserup: The Making of Murúa's Historia General del Piru. In: The Getty Murúa. Essays on the Making of Martin de Murúa's 'Historia General del Piru,' J. Paul Getty Museum Ms. Ludwig XIII 16. Hg.v. Thomas Cummins und Barbara Anderson. Los Angeles: Getty Research Institute 2008; Rolena Adorno: The polemics of possession in Spanish Americas narrative. New Haven u.a. : Yale UP 2007, v.a. Kap.2
  36. S.521/517, 661/647 ff. sowie S.920/906: „Sogar meine Frau wollte mir ein Mercedariermönch namens Morúa in der Ortschaft Yanaca wegnehmen“.
  37. vgl. englische Wikipedia, Artikel en:Fray Martín de Murúa
  38. Xavier Albó Correns: La »Nueva crónica y buen gobierno«: ¿obra de Guamán Poma o de jesuitas? In: Anthropologica del Departamento de Ciencias Sociales 16, S. 307-348. Lima 1998.
  39. So erwähnt Waman Puma in seinem Werk nur zweimal Jesuiten namentlich; Adorno, Polemics Kap.2