Wandel Lorch Architekten

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Neubau der Dresdner Synagoge
Gemeindehaus (links) und Jüdisches Museum München (rechts)
Dokumentationszentrum der KZ-Gedenkstätte Hinzert

Wandel Lorch Architekten ist ein deutsches Büro für Architektur und Stadtplanung in Saarbrücken und Frankfurt am Main. Geführt wird das Büro von der Architektin Andrea Wandel und dem Architekten Wolfgang Lorch. Das Büro wurde vormalig bekannt unter dem Namen "Wandel Hoefer Lorch" und trat in einigen Projekten als Arbeitsgemeinschaft mit dem Frankfurter Architekten Nikolaus Hirsch unter dem Namen "Wandel Hoefer Lorch + Hirsch" auf.

Andrea Wandel ist Professorin im Lehrgebiet Entwerfen, Raumbildung und Darstellung an der Hochschule Trier.[1]

Wolfgang Lorch ist Professor für Entwerfen und Baugestaltung an der TU Darmstadt.[2]

Bauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

International bekannt wurden Wandel Hoefer Lorch durch ihren Entwurf zur neuen Dresdner Synagoge. Dieser wurde 2002 auf dem XXI. Architektur-Weltkongress UIA mit dem World Architecture Award für das beste Gebäude Europas ausgezeichnet.[3] Zuvor war das Büro durch einen Sakralbau in Erscheinung getreten, und zwar im Jahre 1969 mit dem Neubau der kriegsbeschädigten Evangelischen Kirche Dillingen in Dillingen/Saar unter der Leitung des Gründers, Hubertus Wandel. Die heutigen Inhaber des Büros hatten schon als Studentengruppe einen Wettbewerbsbeitrag für eine Gedenkstätte am Neuen Börneplatz in Frankfurt am Main realisieren können.[4] Seit dem Bau der Synagoge in Dresden ist das Büro mit Bauten im sakralen und kulturellen Bereich in Erscheinung getreten.

Beim 2001 ausgelobten zweistufigen städtebaulichen Architekturwettbewerb für das Jüdische Zentrum Münchens, an dem über 300 Architekturbüros aus ganz Europa ihre Arbeiten eingereicht hatten, erhielten sie ebenfalls den Zuschlag und übernahmen sowohl Planung als auch Bauleitung.[5] Das Jüdische Zentrum München erhielt den Deutschen Städtebaupreis 2008[6] und eine Auszeichnung des Deutschen Architekturpreises 2011.

Für das Dokumentationshaus an der Gedenkstätte Hinzert erhielten sie eine Auszeichnung beim Preis des Deutschen Stahlbaues 2006.[7]

Im Juni 2008 gewann das Büro mit seinem Entwurf den Wettbewerb für das Jüdisches Museum und Archäologische Zone, das in Köln auf dem Platz vor dem Historischen Rathaus oberhalb der Archäologischen Zone und der mittelalterlichen Mikwe entstehen soll.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1]
  2. hbk.architektur.tu-darmstadt.de: Prof. Dipl.-Ing. Wolfgang Lorch
  3. World Architecture Award 2002. In: kultur-frankfurt.de.
  4. Hans Riebsamen: 961 kleine Namenstafeln. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. September 2006.
  5. Angelika Dietrich: Zurück im Herzen Münchens. In: Die Zeit, 2. November 2006.
  6. Portal des Deutschen Städtebaupreises
  7. Laudatio zum Stahlbaupreis 2006
  8. ifa-Künstlerdatenbank
  9. Deutscher Architekturpreis 2011, Auszeichnung