Warhammer Quest (Brettspiel)

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Warhammer Quest
Daten zum Spiel
Autor Andy Jones
Grafik
  • Geoff Taylor
  • Richard Wright
  • Dave Gallagher
  • John Blanche
  • Wayne England
  • Mark Gibbons
Verlag Games Workshop
Erscheinungsjahr 1995
Art Brettspiel
Mitspieler Abhängig von Edition
Dauer 2–3 Stunden
Alter

Warhammer Quest ist ein Brettspiel, das sich an Fantasy-Rollenspiele anlehnt. Das Spiel von Andy Jones erschien 1995 bei Games Workshop und ist eine direkte Weiterentwicklung von HeroQuest. Die erste Version erschien nur auf englisch. Die Neuauflagen Warhammer Quest: Silver Tower von 2016 und Warhammer Quest: Shadows Over Hammerhal von 2017 erschienen auch auf deutsch, wobei die Titel der Spiele nicht übersetzt wurden.

Spielprinzip[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Warhammer Quest spielen die Teilnehmer eine Gruppe von Helden, die alle unterschiedliche Fähigkeiten haben, und durchsuchen als dieser Verliese nach Monstern (Gegnern) und Schätzen (Belohnungen).

Die Hintergrundgeschichte des Spiels basiert auf der Warhammer-Welt von Games Workshop und den daraus bekannten Fantasyspielen und Tabletops. Allerdings treten hier keine Armeen gegeneinander an, sondern eine kleine Heldengruppe im typischen Rollenspielstil gegen eine relativ überschaubare Anzahl von Gegnern.

Anders als bei seinem Vorgänger HeroQuest wird das Spielfeld modular aus einzelnen Raum-Spielplanteilen aufgebaut und nicht auf einem festen Spielbrett. Diese werden nach und nach in das Spiel gebracht und mit Monstern bestückt, während die Spieler das jeweilige Verlies erkunden. Wie bei seinem Vorgänger verwendet das Spiel detaillierte von Citadel (Games Workshop) modellierte, bemalbare Plastikfiguren.

Bei der ursprünglichen Variante agiert die Gruppe gemeinsam gegen einen anderen Spieler, den Spielleiter. Dieser steuert die Monster und versucht, die Helden zu töten. Er hat als einziger Zugriff auf das Spielhandbuch, worauf alle Räume, Fallen, Monster, Schätze etc. verzeichnet sind. Gekämpft wird mittels eines sehr einfachen und unkomplizierten Würfelsystems. Käufliche Ausrüstungen, Artefakte und Schatzkarten dienen der allmählichen Entwicklung der eigenen Spielfigur.

Erweiterungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das Spiel erschienen diverse Erweiterungen. Dazu gehörten zusätzliche Abenteuer, Helden, Schatzkarten und ein Set aus leeren Monster und Ereigniskarten, die man mit eigenen Inhalten füllen konnte.

Spätere Versionen und Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Warhammer Quest: Das Abenteuerkartenspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein kooperatives Kartenspiel für 1 bis 4 Spieler, bei dem es inhaltlich um dasselbe Thema geht, welches jedoch regeltechnisch mit Spielkarten abläuft.

Warhammer Quest: Silver Tower[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spielsituation aus dem Brettspiel Warhammer Quest: Silver Tower

Silver Tower erschien 2016. Bei dieser neuen Variante spielen vier Spieler gemeinsam gegen das Spiel, es kommt komplett ohne Spielleiter aus, der die Bösewichte steuert. Stattdessen bedient sich das Spiel an Elementen der Fighting Fantasy, bei denen die Seiten und Kapitel des Questbuchs ausgewürfelt werden.

Außerdem wurde die Handlung ins „Zeitalter des Sigmar“ verlegt, die nach der Zerstörung der Warhammer-Fantasy-Welt spielt.

Warhammer Quest: Shadows Over Hammerhal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim 2017 erschienenen Shadows Over Hammerhal handelt es sich im Grunde um eine Neuauflage des alten Warhammer Quest. Größter Unterschied ist, dass die Zeitlinie wie bei Silver Tower im „Zeitalter des Sigmar“ stattfindet. Anders als bei Silver Tower übernimmt bei Shadows Over Hammerhal wieder ein Spieler die Rolle des bösen „Overlords“, der die Monster und Bösewichte im Dungeon steuert. Außerdem wird immer fest mit vier Heldencharakteren gespielt. Sollte die dafür benötigte Zahl von fünf Spielern nicht erreicht werden, übernehmen die vorhandenen Spieler zusätzlich weitere Rollen, so dass vier Helden agieren können.

Erweiterungen für Silver Tower und Shadows Over Hammerhal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beide Spiele verwenden dieselbe Regelmechanik, durch diese Designentscheidung sind Erweiterungen für beide Spiele verwendbar. Außerdem können beide Spiele als Erweiterung untereinander fungieren, da man ihre Figuren im jeweils anderen Spiel verwenden kann.

Mighty Heroes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieses Set enthält vier weitere spielbare Helden:

  • einen Tzeentch Sorcerer Lord
  • einen Khorne Slaughterpriest
  • einen Knight-Venator der Stormcast Eternals
  • einen Auric Runemaster der Fyreslayers

Arcane Heroes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieses Set enthält fünf weitere spielbare Helden:

  • einen Grauen Propheten der Skaven
  • einen Chaos-Zauberer
  • einen Knight-Heraldor der Stormcast Eternals
  • eine Dunkelelfen-Hexe
  • einen Skink Priester

Heldenkarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Heldenkarten enthalten Regeln für 44 zusätzliche Helden, die es ermöglichen, Figuren aus Age of Sigmar als Helden für Warhammer Quest zu verwenden.

Widersacher-Karten für Chaosanhänger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Karten enthalten Regeln für 41 Chaos-Widersacher, die es ermöglichen, einige der "bösen" Helden aus Warhammer Quest und weitere Figuren aus Age Of Sigmar als Widersacher zu verwenden.

White Dwarf Ausgaben mit Inhalten für (das neue) Warhammer Quest[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der White Dwarf ist das monatlich erscheinende Magazin von Games Workshop.

  • September 2016: Grombrindal The White Dwarf Heldenkarte
  • Februar 2017: Tzaangor Shaman Heldenkarte, Tzaangor Enlightened und Tzaangor Skyfires Widersacherregeln (auch enthalten in den Widersacherkarten)
  • März 2017: Slambo Heldenkarte
  • Mai 2017: Kharadron Overlords Heldenkarten (Aether-Khemist, Aetheric Navigator, Arkanaut Admiral, Endrinmaster).
  • Dezember 2017: 12 zusätzliche Karten, Regelerweiterung und Szenario für Shadows Over Hammerhal
  • Januar 2018: Regelerweiterung und Szenario für Shadows Over Hammerhal
  • Februar 2018: Regelerweiterung und Szenario für Shadows Over Hammerhal

Computerspiel-Umsetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]