Warmensteinach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Warmensteinach
Warmensteinach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Warmensteinach hervorgehoben
Koordinaten: 50° 0′ N, 11° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bayreuth
Höhe: 628 m ü. NHN
Fläche: 26,73 km2
Einwohner: 2197 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 82 Einwohner je km2
Postleitzahl: 95485
Vorwahl: 09277
Kfz-Kennzeichen: BT, EBS, ESB, KEM, MÜB, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 4 72 198
Gemeindegliederung: 18 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 100
95485 Warmensteinach
Webpräsenz: www.warmensteinach.de
Bürgermeister: Axel Herrmann (Wahlgemeinschaft Freie Wähler Warmensteinach/Oberwarmensteinach)
Lage der Gemeinde Warmensteinach im Landkreis Bayreuth
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Über dieses Bild

Warmensteinach ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bayreuth. Der Luftkurort liegt etwa 15 Kilometer östlich von Bayreuth im Fichtelgebirge.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Warmensteinach liegt am Zusammenfluss der Warmen Steinach und des Moosbachs (früher Kalte Steinach). Der 50. Breitengrad verläuft durch den Ortsteil Warmensteinach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind Kirchenpingarten, Weidenberg, Bischofsgrün, Fichtelberg und Goldkronach.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Warmensteinach besteht aus insgesamt 18 Ortsteilen[2]:

Es gibt folgende Gemarkungen: Mähring, Oberwarmensteinach, Warmensteinach, Warmensteinacher Forst-Süd, Sophienthaler Forst.

Geotope[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Höllfelsen bei Oberwarmensteinach (Geotop-Nummer 472A010).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nennung der „Zwissel“, des Zusammenflusses von Kalter Steinach (heute Moosbach) und Warmer Steinach, im Lehenbuch des Burggrafen Johann III. aus dem Jahr 1402, gilt als erste urkundliche Erwähnung der Gegend um Warmensteinach. Im Südosten der Zwissel grenzte der Bayerische Nordgau, die damalige Kurpfalz, an den Zusammenfluss, im Westen war es das Territorium der Burggrafen von Nürnberg und deren Rechtsnachfolgern, den Markgrafen von Bayreuth. 1536 wurde diese Grenze nach jahrhundertelangen Streitigkeiten festgelegt und durch Grenzsteine markiert. Der Name des Ortsteils Grenzhammer erinnert an die für Jahrhunderte bedeutsame Grenze, die politisch, sprachlich, konfessionell und ethnisch trennte.[3] Diese Grenzziehung entsprach lange Zeit der Konfessionsgrenze zwischen katholischer und evangelischer Religionszugehörigkeit und der Dialektgrenze zwischen dem Fränkischen und dem Bairischen. Die Bewohner von Warmensteinach waren evangelisch, die von Oberwarmensteinach und Fleckl hingegen katholisch. In Warmensteinach und Oberwarmensteinach gibt es noch unterschiedliche Dialektausdrücke für dasselbe Wort. Vom Osten her machte sich der Einfluss der Stadt Eger bemerkbar. Die Zwissel ist in Warmensteinachs Ortswappen dokumentiert.

Entlang der Steinach nutzten Mühlen und Hammerwerke die Wasserkraft. Auf der Hellen Glocke und am Eisenberg wurde Bergbau betrieben.

Als Teil des preußischen Fürstentums Bayreuth fiel Warmensteinach im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und mit dem Pariser Vertrag von 1810 an das Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Oberwarmensteinach eingegliedert.[4] Teile des gemeindefreien Gebietes Warmensteinacher Forst-Nord wurden zum 1. Januar 2013 in die Gemeinde Warmensteinach umgegliedert. [5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1840 1900 1925 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2001 2005 2010 2015
Einwohner 1762 1835 1866 3051 2956 2903 2571 2773 2696 2491 2371 2173 2279

Quelle: Statistik kommunal 2011[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahlen 2002, 2008 und 2014 führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat:

Partei / Wählergruppe 2002 2008 2014
CSU 3 5 4
SPD 3 3 2
Wahlgemeinschaft Freie Wähler Warmensteinach/Oberwarmensteinach 3 3 4
Besseres Warmensteinach 5 3 4
Gesamt 14 14 14

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Bürgermeister wurde 2014 in einer Stichwahl mit 55,2 % der Stimmen Axel Herrmann von der Wahlgemeinschaft Freie Wähler Warmensteinach/Oberwarmensteinach gewählt. Sein Vorgänger war Andreas Voit (CSU).

Finanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2010 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 1.377.000 Euro. Davon waren 409.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schienenbus im Bahnhof Warmensteinach, 1987

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Glasherstellung war für den Ort über viele Jahrhunderte ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Diese Tradition erneuerte sich durch Heimatvertriebene der Gablonzer Glasindustrie.

Es gab 2010 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 177 und im Bereich Handel und Verkehr 80 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Im Dienstleistungsbereich waren am Arbeitsort 77 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 698. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei, im Bauhauptgewerbe ebenfalls zwei Betriebe. Zudem bestanden fünf landwirtschaftliche Betriebe, die eine Fläche von 86 Hektar landwirtschaftlich nutzten.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Eisenbahnverkehr auf dem Abschnitt Weidenberg–Warmensteinach der Bahnstrecke Bayreuth–Warmensteinach ruht „aus technischen Gründen“ seit dem 1. Januar 1993, die Strecke wurde aber nicht stillgelegt. Hauptachse ist die von Bayreuth nach Neusorg führende Staatsstraße 2181.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Warmensteinach im Sommer
Badeweiher des Naturmoorbades

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts und den durch den Eisenbahnanschluss verbesserten Verkehrsverhältnissen etablierte sich in Warmensteinach ein florierender Tourismus. Zahlreiche Gästebetten in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Privatunterkünften entstanden. Der staatlich anerkannte Luftkurort Warmensteinach, mit seinen Ortsteilen Oberwarmensteinach und Fleckl, liegt in 550–750 m Höhe am Südhang des 1024 m hohen Ochsenkopfes. Rund 2000 Gästebetten in Hotels, Gasthöfen, Pensionen und Ferienwohnungen stehen dem Gast zur Verfügung. Warmensteinach liegt im Naturpark Fichtelgebirge, der durch eine abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft gekennzeichnet ist. Eine moderne Seilschwebebahn bringt die Gäste auf den Hausberg Ochsenkopf. Als Freizeitspaß geht es auf der DévalKart-Bahn in rasanter Fahrt im Sommer, auf der Skipiste oder der Sommerrodelbahn am Ochsenkopf im Winter, den Berg herunter. Es gibt im Ort Tennisplätze, Kegelbahnen, Kneipptretbecken, ein Freibad und das idyllisch im Wald gelegene Naturmoorbad Fleckl. Sechs Schlepplifte, von denen zwei mit Flutlicht und modernen Beschneiungsanlagen ausgestattet sind, sowie eine doppelsitzige Seilschwebebahn erschließen dieses Skigebiet. 80 km ausgebaute Skiwanderloipen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden stehen kostenlos zur Verfügung. Für die Fußgänger werden 30 km geräumte Winterwanderwege angeboten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Auftakt der Bayreuther Festspiele finden im August in Zusammenarbeit mit dem Festival junger Künstler Bayreuth in Kirchen, im Kurpark und im Freilandmuseum musikalische und literarische Aufführungen statt. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Warmensteinach im Winter

Warmensteinach liegt in einer Wander- und Mountainbikeregion. Es verfügt über zahlreiche, gut markierte Wanderwege, meist Rundwanderwege, zusätzlich durchqueren mehrere Weitwanderwege das Gebiet. Seit rund zwei Jahren gibt es eine Downhillstrecke, die rund 2,3 km lang ist und von der Bergstation aus 1012 m Höhe über etwa 250 m Höhendifferenz zur Talstation Süd in Warmensteinach/Fleckl führt. Fahrtechnisch schwierige Passagen sind mit einer Umfahrungsmöglichkeit angelegt. In die Freeride-Strecke wurden zahlreiche, für das Fichtelgebirge typische, Fels-, Wurzel- und Steinpassagen integriert. Sprünge, verschiedene Drops und einige Northshore-Elemente sind in die wechselnden Steil- und Flachpassagen eingebaut. Der teilweise felsige und steinige Untergrund erfordert eine permanente Aufmerksamkeit. Langsamere, technische Abschnitte, gepaart mit schnelleren, flüssigen Passagen bieten dem weniger geübten Mountainbiker ebenso wie dem versierten Freerider Fahrspaß. Eine kurze Übungsstrecke auf dem letzten Abschnitt der Gesamtstrecke im Bereich der Talstation Süd ist für den Einstieg gedacht. Dort sind einige Hindernisse zu überwinden, die sich auf der Single-Trail-Strecke am Berg wiederfinden. Von der Talstation Süd der Seilbahn am Ochsenkopf in Warmensteinach/Fleckl bringt ein komfortabler Sessellift mit Fahrradhalterung die Biker auf den Berg. Der Nordic-Parc Fichtelgebirge bietet ausgewiesene Strecken unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade an. Der örtliche Fußballclub ist der SSV Warmensteinach, weitere wichtige Sportvereine sind der WSV Warmensteinach und der WSV Oberwarmensteinach. Das Wintersportgebiet ist mit sechs Schleppliften, teilweise mit Flutlicht und Beschneiungsanlagen, Skisprunganlagen und Langlaufloipen ausgestattet. Im Ortsteil Fleckl liegt das Naturmoorbad Fleckl.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freilandmuseum Grassemann

Das 1980 eröffnete Glasmuseum in Warmensteinach dokumentiert die Entwicklung des Glasmacherhandwerks der vergangenen Jahrhunderte anhand der Werkzeuge und Produkte. Ein Schwerpunkt ist die Glasperlenmacherei, die bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts die Produktion bestimmte. Der zweite Schwerpunkt ist der Wiederaufbau der Glaserzeugung nach dem Zweiten Weltkrieg, der durch den Einfluss der sudetendeutschen Heimatvertriebenen zu neuen Produktionsmethoden führte. Anhand einer Vielzahl von Unikaten werden die Knopfherstellung aus Stangenglas sowie die Pressglas- und Hohlglasfertigung demonstriert. Die Glaserzeugung ist im Fichtelgebirge seit 1340 urkundlich erwähnt und bildete einen wichtigen Erwerbszweig für die Bewohner.

Das Freilandmuseum Grassemann ist ein einstmals für das südliche Fichtelgebirge typischer Einfirsthof aus dem Jahr 1698 mit Wohnteil, Stall und Scheune unter einem Dach. Das Anwesen vermittelt einen Einblick in den Wohn- und Lebensalltag auf einem kleinen Mittelgebirgs-Bauernhof. Die Landwirtschaft diente vor allem der Selbstversorgung. Die Bewohner arbeiteten daneben im Bergbau, im Wald oder als Handweber. Eine Attraktion sind die Spuren der Bau- und Nutzungsgeschichte: der Holz-Blockbau, die Schwarze Küche und der Hinterlader-Kachelofen. Das Museum ist auch Infostelle des Naturparks Fichtelgebirge und zeigt zum Thema Menschen und Wälder den Wandel der Bedeutung des Waldes für den Menschen, von den früheren Waldnutzungen bis heute. Ein Lehrpfad zur historischen Entwicklung der Kulturlandschaft über das Museumsgelände hinaus lädt zu einer Entdeckungstour ein: Bei eingehender Betrachtung lassen sich in der Landschaft Reste früherer Nutzungen erkennen. Das Jahresprogramm bietet wechselnde Sonderausstellungen, Museumsfeste und Märkte.

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische St.-Laurentius-Kirche in Oberwarmensteinach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Barockkirche wurde 1755–1757 erbaut. Beim Turmeingang erkennt man die von dem Künstler Tochtermann gefertigte Immaculata. Beim Betreten der Kirche ist im Rundbogen zur Apsis der Gruß des Engels an Maria „und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“ sichtbar. In der Mitte des Innenraumes befindet sich auf der Nordseite die Kreuzigungsgruppe. Der gekreuzigte Christus ist eine Arbeit von Zwink aus Oberammergau. Maria und Johannes stammen aus dem Kloster Himmelkron.

Die beiden Seitenaltäre sind spät-klassizistisch. Das Bild der Heiligen Familie im Nazarenerstil am linken Seiten- oder Marienaltar wurde von I. Elain gemalt. Das Bild am rechten Seitenaltar mit dem heiligen Wendelin ist ein Geschenk des Bischofs von Regensburg. Die schwarze Madonna am linken Seitenaltar ist 1727 wurde von einem Gönner der Kirche gestiftet. Die Herz-Jesu-Figur auf dem rechten Seitenaltar wurde von Zwink 1904 gefertigt. Die Herkunft der drei Figuren oberhalb der Sakristeitür – rechts der heilige Johannes der Täufer und links der heilige Apostel Johannes – in der Mitte die heilige Maria – ist unbekannt. Der Hochaltar stammt aus dem Franziskanerkloster in Kemnath. Er hat einen viersäuligen Holzaufbau mit geschweiftem Gebälk. Die Heiliggeisttaube zwischen zwei Engeln ist von einem Glorienschein umgeben. Das Altarbild zeigt den heiligen Laurentius mit der Märtyrerpalme, wie er den Kranz als Siegeszeichen über das Martyrium erhält. Gemalt wurde das Bild um 1867 von dem Kunstmaler Wild aus Kemnath. Nicht bekannt ist die Herkunft der beiden Figuren am Hochaltar, des heiligen Josefs und des heiligen Bartholomäus sowie im Kirchenschiff auf der Südseite der heiligen Maria mit dem Jesuskind und auf der Nordseite der heiligen Katharina.

Auf der Südseite befindet sich eine Christusfigur mit der Weltkugel in der Hand. Auf der Empore links und rechts von der Orgel an der hinteren Wand tragen zwei Heilige die Initialen „M.A.H.“ und die Jahreszahl „1810“. Die Wolf-Orgel wurde 1878 angeschafft und hat zwei Manuale.

Die beiden Deckengemälde im Kirchenschiff stellen dar, wie der heilige Laurentius dem Statthalter die Schätze der Kirche (die Armen) zeigt und das Martyrium des Heiligen. Die übrigen Bilder über der Apsis zeigen Ausschnitte aus dem Leben des Heiligen. In der Mitte ist Jesus als Schnitter und Sämann dargestellt.

Die katholische St.-Bonifatius-Kirche in Warmensteinach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1960 gebaute Bonifatiuskirche in Warmensteinach ist ein moderner Kirchenbau in schlichter, zeitgenössischer Bauform mit einem einschiffigen Langhaus. Sie wurde von dem Architekten Dr. Dagostin aus Neusorg entworfen. Das Gotteshaus ist dem heiligen Bonifatius geweiht. Szenen aus seinem Leben sind, in Kupfer getrieben, am Portal zu sehen. Beim Betreten der Kirche fällt der Blick sofort auf den Altar, die Weltenscheibe, den Leuchter und den Tabernakel, die eine harmonische Einheit bilden. Die kupferne Scheibe stellt die Welt mit ihren Mühsalen und Plagen dar, angedeutet durch die Glasbrocken in der Scheibe und das Kreuz. Das Glas soll an die Glasherstellung im Ort erinnern. Das Kreuz in der Mitte ist auch ein Zeichen für den Sieg über das Leiden. Die Trompeten sollen andeuten, dass Christus einst unter dem Schall der Trompeten als Sieger über das Leiden wiederkommt.

Der Altar ist ein Granitblock, auf der vorderen Seite sind eine Taube und die Inschrift „pro mundi vita – für das Leben der Welt“ eingemeißelt. Auf dem Nebenaltar steht eine Figur der Muttergottes, die der Schlange den Kopf zertritt, eine Szene aus dem Schöpfungsbericht, geschaffen von dem Bildhauer H. Rucker aus München.

Der Kreuzweg ist ein Werk des Künstlers Baldur Geipel aus München. Die acht Kirchenfenster gestaltete Studienrat Mahlke aus Weiden. Sieben zeigen je ein Symbol für ein heiliges Sakrament. Im achten sind alle Sakramente zusammengefasst.

Die Kirche zur Heiligen Dreifaltigkeit in Warmensteinach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über dem Eingang der Kirche ist die Inschrift „Diese Kirche, das Haus zur heiligen Dreifaltigkeit genannt, ist erbaut worden im Jahre Christi Anno 1705“ zu lesen. Der schlichte Bau ist klein und gemütlich. Seit 1798 feiern die Warmensteinacher das heilige Abendmahl an dem barocken Kanzelaltar, einem der ersten Kanzelaltäre im Markgraftum Bayreuth. Der Schreiner August Preiß aus Goldkronach fertigte ihn. Altar und Kanzel sind durch zwei gewundene, mit Weinreben umrankte Säulen verbunden. Auch an der Kanzel befinden sich kleine Säulen; über der Kanzel, auf der Unterseite des Schalldeckels, sieht man die Heilig-Geist-Taube im Strahlenkranz. Am Altar befindet sich ein schlichtes schwarzes Holzkreuz mit dem golden gefassten gekreuzigten Christus. Hinter dem Gekreuzigten liest man die Inschrift „Gloria in excelsis Deo“. Die Orgel wurde 1975 nach einem Brand in die Kirche eingebaut.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Warmensteinach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Warmensteinach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 23. Januar 2018
  3. Zwangsehen und glückliche Scheidungen in: Nordbayerischer Kurier vom 28./29. Juli 2018, S. 26.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 676.
  5. Oberfränkisches Amtsblatt, Nr. 12/2012
  6. a b c Warmensteinach Statistik kommunal 2011. In: www.statistik.bayern.de. Bayrisches Landesamt für Statistik, 2015, abgerufen am 23. Januar 2018 (PDF (1,3 MB)).