Warnberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Gut Warnberg auf der Kuppe von Warnberg
landwirtschaftlich genutzte Flächen und Weg zum Forstenrieder Park
Warnberger Weiher

Warnberg ist der Name einer natürlichen Erhebung im Süden von München und des auf dieser Anhöhe gelegenen Ortsteils von Solln. Der höchste Punkt der Anhöhe ist mit 580,5 m ü. NHN gleichzeitig der höchste Punkt Münchens.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Warnberg ist das südlichste Quartier von München. Es liegt am Rand der Isarhochterrasse im Süden des Münchner Stadtteils Solln an der Grenze zu Pullach im Isartal. Östlich des Ortsteils läuft die Wolfratshauser Straße vorbei, die Teil der nach Krün führenden B11 ist. Westlich von Warnberg liegt das gemeindefreie Gebiet des Forstenrieder Parks. Die Anhöhe wird von der Warnbergstraße erschlossen, einer Stichstraße, die von der Wolfratshauser Straße abzweigt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals 1185 als Warnberch erwähnt. Dieser Name wird einerseits als Warte bzw. Sitz eines Wächters interpretiert, wird aber auch mit Namen Warin in Verbindung gebracht. Auf der Kuppe der Anhöhe lag damals eine Turmhügelburg, auf deren Gelände später ein Gutshof entstand.

1187 wurde Warnberg von dem Freisinger Bischof Otto II. dem Kloster Schäftlarn übereignet. Die Urkunde ist auch von Markgraf Berthold von Andechs unterzeichnet. Im 12. und 13. Jahrhundert saß die Familie Witschit als Ministerialen der Grafen von Andechs in Warnberg und Solln. Nach dem Aussterben der Andechser im 13. Jahrhundert kam Warnberg in den Besitz der Wittelsbacher. 1269 sind im herzoglichen Urbar drei Huben in Warnberg verzeichnet.

Die Einöde Warnberg wurde 1818 der Gemeinde Solln zugeordnet. Während die beiden Orte auf der topographischen Karte von 1812 noch durch einen Waldstreifen voneinander getrennt sind, wurde dort 1862 die "Ziegelei am Warnberg" am Nordhang der Anhöhe errichtet. Die heute noch bestehende Gaststätte Iberl war ursprünglich ein Ausschank für die Ziegeleiarbeiter.[1] Ein Rest des ursprünglichen Waldstreifen wurde 1936 zum Waldfriedhof Solln umgestaltet.

Am 1. Dezember 1938 wurde die Gemeinde Solln und damit auch ihr Ortsteil Warnberg nach München eingemeindet.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anhöhe steigt vom Beginn der Warnbergstraße an der Wolfratshauser Straße aus um etwa sechs Meter an bis auf etwa 580 m ü. NHN an. Auch nach Norden und Westen beträgt der Höhenunterschied zu der geneigten Fläche der Münchner Schotterebene etwa fünf bis sechs Meter. Nach Süden fällt das Gelände zunächst sanft um weniger als zwei Meter ab, um dann mit der schiefen Ebene wieder anzusteigen und an der Stadtgrenze wieder etwa 580 m ü. NHN zu erreichen.

Am Fuß der Anhöhe liegt der Waldfriedhof Solln an der Warnbergstraße. Nördlich des Friedhofs liegt die Gaststätte Iberl an der Wilhelm-Leibl-Straße, südlich das Kloster St. Gabriel an der Wolfratshauser Straße.

Auf der Kuppe der Anhöhe liegt das Gut Warnberg, ein ehemaliger Schwaighof, in dem eine Schule, ein Kloster und eine Tierarztpraxis mit Pferdepension untergebracht sind. Neben dem Gut liegt ein kleiner Weiher, der Warnberger Weiher. Die Umgebung von Gut Warnberg wird heute noch landwirtschaftlich genutzt.

Der natürliche höchste Punkt Warnbergs liegt nördlich des Herrenhauses des Guts. Südlich des Herrenhauses ist mit der nach dem Dichter Jacob Balde benannten Balde-Höhe ein Rest des künstlichen Turmhügels des Burgstalls Warnberg erhalten. Auf diesem liegt mit 580,5 m ü. NHN der höchste Punkt Münchens.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ingrid Sand: Warnberg. In: Hermann und Ingrid Sand (Hrsg.): Solln. Das Stadtviertelbuch. München 1999, ISBN 3-923395-12-4, Kap. 4.3.1, S. 87–89.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Warnberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gasthaus Iberl: Chronik@1@2Vorlage:Toter Link/www.iberls.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.

Koordinaten: 48° 4′ N, 11° 31′ O