Warngau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Warngau
Warngau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Warngau hervorgehoben
Koordinaten: 47° 50′ N, 11° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Miesbach
Höhe: 744 m ü. NHN
Fläche: 51,24 km²
Einwohner: 3831 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 83627,
83714 (Lehner)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 08021
Kfz-Kennzeichen: MB
Gemeindeschlüssel: 09 1 82 136
Gemeindegliederung: 81 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Taubenbergstraße 33
83627 Warngau
Webpräsenz: www.warngau.de
Bürgermeister: Klaus Thurnhuber (FWG)
Lage der Gemeinde Warngau im Landkreis Miesbach
Österreich Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Ebersberg Landkreis München Rosenheim Landkreis Rosenheim Bad Wiessee Bayrischzell Fischbachau Gmund am Tegernsee Hausham Holzkirchen (Oberbayern) Irschenberg Kreuth Miesbach Otterfing Rottach-Egern Schliersee (Gemeinde) Tegernsee (Stadt) Valley Waakirchen Warngau WeyarnKarte
Über dieses Bild
Oberwarngau

Warngau ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Miesbach.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Warngau liegt am nördlichen Alpenrand mit Blick auf die nahen bayerischen Voralpen. Die Gemeinde liegt inmitten des Oberlandes, im Osten steigt der bewaldete Taubenberg (mit Aussichtsturm) auf 900 m an, welcher die wichtigste Trinkwasserreserve für München bildet. Eine Wetterstation ist in Warngau schon seit mehreren Jahren ansässig.

Die 81 amtlich benannten Ortsteile[2] sind:

  • Ableitner
  • Allerheiligen
  • Allgäu
  • Allhöfe
  • Angerer
  • Aning
  • Bergham
  • Bernloh
  • Bichlbauer
  • Böttberg
  • Bürg
  • Bürgtal
  • Burgweg
  • Christoph
  • Daxer
  • Dickl
  • Drahtzieher
  • Draxlham
  • Einhaus
  • Feldschuster
  • Gschwendtner
  • Haid
  • Haidhub
  • Hainz
  • Hairer
  • Heigenkam
  • Heigenland
  • Hinterhöher
  • Hochleiten
  • Höhenstein
  • Holzmann
  • Hörndl
  • Hössenthal
  • Hufnagl
  • Hummelsberg
  • Jehl
  • Kaishof
  • Kirchlehen
  • Kirchweg
  • Kleinlechner
  • Lechner
  • Lehner
  • Loch
  • Lochham
  • Ludwiger
  • Markhaus
  • Marold
  • Meister
  • Mühlweg
  • Neuhaus
  • Neuhäusler
  • Oberwarngau
  • Osterwarngau
  • Pinkeneis
  • Plankenhofer
  • Polz
  • Rain
  • Rauscher
  • Rechtal
  • Reitham
  • Rinnentrad
  • Sakra
  • Schmerold
  • Schusterhäusl
  • Schwarz
  • Sonnenreuth
  • Stadler
  • Steiner
  • Steingräber
  • Stillner
  • Stuttlehen
  • Tannried
  • Taubenberg
  • Thalham
  • Thalmühl
  • Trost
  • Vorderhöher
  • Wall
  • Weidenau
  • Wieser
  • Wölfl

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptort Warngau befindet sich an der B 318, nur 6 km südlich von Holzkirchen und der Bundesautobahn 8 entfernt. In die Landeshauptstadt München sind es 37 km, nach Bad Tölz 19 km, nach Gmund am Tegernsee 10 km, nach Miesbach 15 km und nach Rosenheim 42 km.
Warngau liegt an der Bahnstrecke Holzkirchen–Lenggries. Diese wird von der Bayerischen Oberlandbahn im Stundentakt befahren. Es bestehen Zugverbindungen nach Holzkirchen, München, Lenggries, Bad Tölz und Tegernsee. Linienbusverbindungen bestehen mit Holzkirchen und Gmund am Tegernsee. 1975 kam es hier zu einem Eisenbahnunfall mit 41 Toten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 804 wurde Oberwarngau erstmals urkundlich erwähnt. Warngau war im 8. Jahrhundert Hauptort einer Herrschaft, die sich im Besitz der beiden Stifter des Klosters Tegernsee, Oatkar und Adalbert, befand und die diese dem Kloster geschenkt hatten. Als die Ländereien des Klosters im 10. Jahrhundert verödeten, kamen die Güter an adlige Ritter, von denen einer in den Besitz von Warngau kam. Erst 1009 gelangte Warngau wieder in den Besitz des Klosters zurück, bei dem es dann lange Zeit verblieb. Das Kloster ließ ein eigenes Gerichtshaus in Warngau errichten und in offener Schranne Gericht halten, bis schließlich das Kloster unter den Schutz der Herzöge von Bayern gestellt wurde.[3]

Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern 1818 wurde Warngau eine selbständige politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden im Zuge der Gemeindegebietsreform die bis dahin selbständige Gemeinde Wall und ein Teil der aufgelösten Gemeinde Gotzing nach Warngau eingegliedert.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Warngau

Allerheiligenkirche in Warngau

Fotos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerd Fitz (1930–2015), deutscher Schauspieler, lebte zuletzt auf Gut Heigenkam.
  • Georg Plasa (1960–2011), deutscher Automobilrennfahrer, lebte in Warngau und betrieb hier einen Motorsportbetrieb
  • Ernst Kronecker (1849–1927) Jurist, Kammergerichtsrat, Sohn des Mathematikers Leopold Kronecker, lebte von 1923 bis zu seinem Tod mit seiner Frau Emma in Warngau im Haus „Zum Silberkramer“, heute Austraße 1

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek online – Ortsdatenbank
  3. Joseph von Obernberg: Reisen durch das Königreich Baiern. I. Theil: Der Isarkreis. II. Heft: Reisen nach den baierischen Alpen, von dem Tegernsee gegen den Innstrom. München 1815 ,S. 138.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 581.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Warngau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien