Warren Weaver

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Warren Weaver (* 17. Juli 1894 in Reedsburg (Wisconsin); † 24. November 1978 in New Milford (Connecticut)) war ein US-amerikanischer Mathematiker und Vater der maschinellen Übersetzung. Zusammen mit Claude Shannon war er der Begründer der Informationstheorie.

1949 legte er eine Serie von Essays über die maschinelle Übersetzung mit Hilfe von Computern vor, die als Weaver-Memorandum bekannt sind. Hierin formulierte er Ziele und Ideen zur Durchführung der maschinellen Übersetzung, bevor die meisten überhaupt verstanden hatten, was Computer zu leisten imstande sein würden. Er machte vier grundlegende Annahmen, um die vereinfachende Wort-für-Wort-Übersetzung zu überwinden:

  1. die Übersetzung muss aus dem Kontext geschehen;
  2. es gibt eine logische Komponente in der Sprache;
  3. kryptographische Methoden können angewandt werden;
  4. es gibt universelle linguistische Gegebenheiten.

Weaver war verheiratet und hatte zwei Kinder. Warren Weaver wurde 1964 mit dem Kalinga-Preis für die Popularisierung der Wissenschaft ausgezeichnet. Seit 1931 war er Fellow der American Physical Society. 1958 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences und 1969 in die National Academy of Sciences gewählt.[1]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mit C. E. Shannon: The Mathematical Theory of Communication. Urbana, Illinois: University of Illinois Press, 1949.
  • Science and Complexity. American Scientist, 36: 536 (1948).
  • Alice in Many Tongues: The Translations of Alice in Wonderland. Madison: The University of Wisconsin Press, 1964.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Member Directory: Warren Weaver. National Academy of Sciences, abgerufen am 1. Dezember 2015 (englisch, mit Link: Biographical Memoir).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]