Warthebruch

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Ernst Henseler: Die alte Warthe (1872)

Das Warthebruch ist eine Sumpf- und Moorlandschaft in der ehemals brandenburgischen Neumark, die heute in Polens Woiwodschaft Lebus liegt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preußens König Friedrich II. beauftragte Franz Balthasar Schönberg von Brenkenhoff mit der Trockenlegung und Urbarmachung der Region zwischen Küstrin und Landsberg an der Warthe. Die Trockenlegung fand 1763 bis 1767 analog zu der Trockenlegung des Netzebruches und ähnlich dem des Oderbruches statt. Hierdurch wurden dem preußischen Staat 95.201 Morgen urbares Land geschaffen.[1]

Nach der Urbarmachung neu gegründete Kolonistendörfer:

  • Charleston
  • Cocceji (um 1771)[2]
  • Cocceji- Neuwalde (1774)[2]
  • Cocejj- Neudorf (1774)[2]
  • Gerlachsthal (um 1771)[2]
  • Hamshire
  • Hanmerecke[2]
  • Jamaika
  • Landsberger Holländer[2]
  • Lossow (1774)[2]
  • Maryland
  • Neu Amerika
  • Philadelphia
  • Raumerswalde (um 1771)[2]
  • Sumatra

Deichhauptmann[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erich Neuhaus: Die Fridericianische Kolonisation im Warthe- und Netzebruch, Landsberg an der Warthe, 1906.
  • Otto Kaplick: Das Warthebruch, eine deutsche Kulturlandschaft im Osten, Holzner-Verlag, Würzburg, 1956.
  • Zbigniew Czarnuch, Eckart Böhringer, Piotr Chara: Das Warthebruch – die Geschichte der Bändigung eines Flusses. Deutsch-Polnischer Verein Educatio Pro Europa Viadrina 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Pfeil, Hermann Nördlinger: Kritische Blätter für Forst- und Jagdwissenschaft, Band 34, Nicolaischen Buchhandlung, 1854, S.224.
  2. a b c d e f g h Lutz Zielicke: Zur Geschichte der Dörfer Lossow und Cocceji (Kreis Landsberg/Warthe) und seiner Bevölkerung von der Gründung 1774 bis zur Vertreibung 1945.
  3. Geheimes Staatsarchiv