Waschenbach

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Waschenbach
Gemeinde Mühltal
Wappen von Waschenbach
Koordinaten: 49° 48′ 15″ N, 8° 42′ 24″ O
Höhe: 209 m ü. NHN
Fläche: 2,16 km²[1]
Einwohner: 610 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 282 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1972
Eingemeindet nach: Nieder-Ramstadt
Postleitzahl: 64367
Vorwahl: 06154
Blick auf Waschenbach (2015)
Blick auf Waschenbach (2015)

Waschenbach ist der kleinste Ortsteil der Gemeinde Mühltal im südhessischen Landkreis Darmstadt-Dieburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waschenbach liegt von bewaldeten Höhenzügen umgeben, im Vorderen Odenwald im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald im Granitgebiet. Es führen keine Hauptdurchgangsstraßen durch das Dorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wird Waschenbach im Jahre 1340.
Im 14. Jahrhundert ist Waschenbach im Besitz der Grafschaft Katzenelnbogen und wechselt im 15. Jahrhundert in den Besitz der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt.
Ein Hinweis von 1403 auf eine Mühle meint vermutlich die Waschenbacher Mühle.
Aus historischen Dokumenten ist überliefert:[2]
1383 erhält der Edelknecht Johann Bach von Waschenbach von Graf Wilhelm von Katzenelnbogen Güter zu Waschenbach zum Mannlehen.
1489 belehnt Landgraf Wilhelm von Hessen den Philipp von Rohrbach mit Waschenbach.
1571 steht Waschenbach den Junkern Mosbach und Kalb zu, der Landgraf hat die Cent und hohe Obrigkeit, Gebot und Verbot.

Mit Wirkung vom 1. April 1972 schloss sich Waschenbach freiwillig mit Nieder-Ramstadt zusammen. Im Zuge der Gebietsreform in Hessen kam der Ort am 1. Januar 1977 zur Gemeinde Mühltal.

Historische Namensformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den historischen Dokumenten ist der Ort im Laufe der Jahrhunderte unter wechselnden Ortsnamen belegt (in Klammern das Jahr der Erwähnung):[2]

  • Wassenbach (1340)
  • Wassinbach (1352)
  • Wassenbach; Wachsenbach; Wassinbach (1. Hälfte 15. Jahrhundert)
  • Wassenbach (1457)
  • Waschenbach (1560)
  • Waschenbach (1669)

Verwaltungseinheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die übergeordneten Verwaltungseinheiten sind wie folgt dokumentiert:[2]

Gerichtsbarkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zuständige Gerichtsbarkeit war:[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[2]

• 1629: 19 Hausgesesse
• 1961: 374 evangelische (= 82,02 %), 65 katholische (= 14,25 %) Einwohner
Waschenbach: Einwohnerzahlen von 1829 bis 1970
Jahr  Einwohner
1829
  
251
1834
  
242
1840
  
250
1846
  
256
1852
  
232
1858
  
235
1864
  
229
1871
  
228
1875
  
234
1885
  
224
1895
  
224
1905
  
227
1910
  
259
1925
  
279
1939
  
269
1946
  
373
1950
  
385
1956
  
371
1961
  
456
1967
  
502
1970
  
526
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [2]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. Oktober 1968 wurde der Gemeinde Waschenbach im damaligen Landkreis Darmstadt ein Wappen mit folgender Blasonierung verliehen: In Blau, beseitet von einem rechtsgewendeten stilisierten, dreizackig bekrönten und rotbezungten Löwenkopf und einem goldenen, sechsspeichigen und mit 12 Radschaufeln versehenen Mühlrad, ein silberner Schräglinkswellenbalken.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe Liste der Kulturdenkmäler in Waschenbach

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Mühltal in Zahlen: EWZ mit NW. Gemeinde Mühltal, abgerufen am 23. November 2017.
  2. a b c d e f Waschenbach, Landkreis Darmstadt-Dieburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 24. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  3. Der Hessische Minister des Inneren: Genehmigung eines Wappens der Gemeinde Waschenbach, Landkreis Darmstadt, Regierungsbezirk Darmstadt vom 25. Oktober 1968. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1968 Nr. 46, S. 1696, Punkt 1317 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,7 MB]).
  4. Darmstädter Echo, Freitag, 28. August 2015, S. 17