Wasser-Segge

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Wasser-Segge
Carexaquatilis.jpg

Wasser-Segge (Carex aquatilis)

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Sauergrasgewächse (Cyperaceae)
Gattung: Seggen (Carex)
Art: Wasser-Segge
Wissenschaftlicher Name
Carex aquatilis
Wahlenb.

Die Wasser-Segge (Carex aquatilis) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Seggen (Carex). Sie ist auf der Nordhalbkugel in Nordamerika und Europa verbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wasser-Segge ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 90, selten bis zu 130 Zentimetern. Sie wächst mit verlängerten Ausläufern locker horstförmig. Die stumpf dreikantigen Stängel haben ebene Seitenflächen und sind unterhalb der Blütenstände rau. Die 3 bis 7 mm breiten Laubblätter sind länger als der Stängel, einfach gefaltet und nicht zurückgekrümmt. Die Blattunterseite glänzend grün und die -oberseite matt graugrün. Die grundständigen Scheiden haben Spreiten, sind purpurbraun bis rötlich braun und zerfasern nicht netzartig.

Die Wasser-Segge ist eine Verschiedenährige Segge. Männliche und weibliche Ährchen sind verschieden. Die Ährchen stehen voneinander entfernt. Es gibt ein bis vier männliche und drei bis fünf weibliche Ährchen. Die weiblichen sind 40 bis 70 mm lang, dichtblütig und kurz gestielt. Sie stehen aufrecht und überlappen einander. Das unterste Hüllblatt ist länger als der Blütenstand. Auch die oberen Hüllblätter haben eine zumindest kurze Spreite. Die Tragblätter der weiblichen Blüten sind purpurn bis kupferfarben. Die haben einen hellen Kiel und einen weißen Hautrand und sind stumpflich. Es sind zwei Narben vorhanden.

Die Frucht ist 2 bis 3 mm lang, grün, kahl und fast aderlos. Sie hat leicht vorspringende Randkanten und ist breiter als ihr Tragblatt. Meist sind die Früchte steril. Sie haben keinen Schnabel.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 76 oder 84.[1]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wasser-Segge ist zirkumpolar verbreitet und ist ein temperates bis arktisches, subkontinentales Florenelement. Sie ist auf der Nordhalbkugel in Nordamerika und Europa verbreitet. Sie kommt südlich bis Mitteleuropa vor. In Deutschland ist sie auf den Nordwesten von Niedersachsen beschränkt. Sie kommt in den Niederlanden und Ostpreußen vor. Sie wächst in Altwässern, Moorbächen.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Man kann folgende Varietäten unterscheiden[2]:

  • Carex aquatilis var. aquatilis: Sie kommt von Europa bis Sibirien und von Kanada bis in die Vereinigten Staaten vor.[2]
  • Carex aquatilis var. dives (Holm) Kük.: Sie kommt vom südlichen Alaska bis in die westlichen Vereinigten Staaten vor.[2]
  • Carex aquatilis var. minor Boott: Sie kommt von der subarktischen Region bis ins östliche Kanada vor.[2]
  • Carex aquatilis var. substricta Kük.: Sie kommt vom südlichen Kanada bis in die nördlichen Vereinigten Staaten vor.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudolf Schubert, Klaus Werner, Hermann Meusel (Hrsg.): Exkursionsflora für die Gebiete der DDR und der BRD. Begründet von Werner Rothmaler. 13. Auflage. Band 2: Gefäßpflanzen. Volk und Wissen, Berlin 1987, ISBN 3-06-012539-2 (Areal).
  • Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv. CD-ROM, Version 1.1. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2002, ISBN 3-494-01327-6.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe und Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 183.
  2. a b c d e Rafaël Govaerts (Hrsg.): Carex - Datenblatt bei World Checklist of Selected Plant Families des Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 16. Oktober 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]