Wasserblau

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Strukturformel
Wasserblau-Anion
Allgemeines
Name Wasserblau
Andere Namen
  • C.I. 42755
  • Reinblau
  • Chinablau
  • Anilinblau wasserlöslich
Summenformel C32H25N3Na2O9S3
CAS-Nummer 28631-66-5
Kurzbeschreibung

geruchloses, dunkelblau-braunes Pulver[1]

Eigenschaften
Molare Masse 737,74 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Löslichkeit

löslich in Wasser, schlecht in Ethanol[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][1]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: (2)​‐​24/25
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Wasserblau (auch Baumwollblau) ist ein Triphenylmethanfarbstoff. Sowohl das Stoffgemisch mit dem sehr ähnlichen Methylblau als auch diese beiden Reinstoffe selbst werden häufig als Anilinblau, wasserlöslich (CAS: 8004-91-9) bezeichnet.[5]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Wasserblau hat ein Absorptionsmaximum im Wellenlängenbereich von 600 nm.[1] Der Farbstoff ist in Wasser löslich.

Verwendung[Bearbeiten]

Wasserblau färbt Kollagen in Gewebestrukturen blau. Es wird als Farbstoff für die Polychrom-Färbung von histologischen Schnitten, in der Cytologie und als pH-Indikator (pH 10,0–13,0)[6] verwendet. Es wird auch zur Sichtbarmachung von Chromosomen benutzt.[6] Ferner wird es für die Herstellung von Tinte und das Färben von Baumwolle, Seide und Papier verwendet.[2] Der Farbstoff ist außerdem im Chinablau-Lactose-Agar enthalten und dient dabei als pH-Indikator, um die Säurebildung durch Bakterien beim Abbau von Lactose anzuzeigen.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Datenblatt bei OMIKRON GmbH
  2. a b Eintrag zu Wasserblau. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 25. Juli 2012.
  3. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  4. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist nur noch auf Altbeständen zu finden und von rein historischem Interesse.
  5. aeisner.de: Anilinblau Farbstoffe
  6. a b Datenblatt Aniline blue, C.I. 42755, Certified, Water-soluble bei Polysciences, Inc, abgerufen am 8. März 2015.
  7.  Eckhard Bast: Mikrobiologische Methoden: Eine Einführung in grundlegende Arbeitstechniken. 2. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag GmbH, Heidelberg/Berlin 2001, ISBN 978-3-8274-1072-6, S. 48–50.