Wasserturm Königs Wusterhausen

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HDR-Aufnahme des Wasserturms
Der Wasserturm

Der Wasserturm Königs Wusterhausen ist ein 33 Meter hoher Wasserturm auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen im deutschen Bundesland Brandenburg.[1] Er diente von 1912 bis 1965 zur Wasserversorgung der Stadt. Sein integrierter Hochbehälter hatte ein Fassungsvermögen von 300 Kubikmetern Trinkwasser. Der Wasserturm ist denkmalgeschützt.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wasserturm auf dem Funkerberg wurde in der Zeit von 1910 bis 1912 als Turm mit einem Aussichtsrundgang in 33 Metern Höhe gebaut. Für die damalige Zeit stellte er für diese Gegend eine architektonische Besonderheit dar und entwickelte sich zu einem Ausflugsziel. Nach 1945 wurde der Wasserturm von den VEB (K) Stadtwerken Königs Wusterhausen betrieben. Aufgrund mangelnder Wartung und hygienischer Mängel stellte der Turm seinen Betrieb als Wasserversorger 1965 ein. Fehlende finanzielle Mittel und Desinteresse der damaligen Stadtführung leiteten einen langsamen aber steten Verfall des Bauwerkes ein. 1980 wurde er dann, auch auf Drängen engagierter Bürger der Stadt, auf die Kreisdenkmalliste gesetzt. Eine weitere Zerstörung des Turmes konnte so verhindert werden. Bis 1989 war der Turm für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Erst 1990 wurden finanzielle Mittel bereitgestellt. Gemeinsam mit Mitteln des Landes, des Landkreises und der Stadt Königs Wusterhausen sowie der Denkmalschutzbehörde konnte der Turm saniert werden. Seit 1991 beherbergt er ein Restaurant, eine Galerie und eine für den Publikumsverkehr geöffnete Aussichtsplattform, welche nach dem Ersteigen einer Wendeltreppe mit 110 Stufen erreichbar ist.

Eine Tradition stellt mittlerweile das zum Heiligabend stattfindende „Turmblasen“ dar, bei dem klassische Weihnachtslieder durch den Posaunenchor der Königs Wusterhausener Kreuzkirche vom Turm herunter gespielt werden. Jedes Jahr erfreuen sich ab 22 Uhr viele Zuhörer aus der Stadt, aber auch aus dem Umland sowie Berlin, an dem etwa einstündigen Ereignis.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wasserturm Königs Wusterhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Wasserturm auf dem Funkerberg
  2. Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum: Denkmalliste des Landes Brandenburg: Landkreis Dahme-Spreewald (PDF; 958 kB)
  3. Nach den Bläsern kommt Cäsar auf den Funkerberg. In: Berliner Zeitung, 23. Dezember 1995

Koordinaten: 52° 18′ 9″ N, 13° 37′ 7,1″ O