Wasserturm Malente

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wasserturm Bad Malente
Wasserturm Malente
Daten
Baujahr: 1912
Turmhöhe: 38 m
Nutzhöhe: 32 m
Behälterart:
Zylindrischer Behälter
Zylindrischer Behälter
Volumen des Behälters: 142 m³
Stilllegung: 1959
Ursprüngliche Nutzung: Wasserversorgung der Gemeinde
Heutige Nutzung: weitgehend ungenutzt

Der Wasserturm Malente befindet sich in der gleichnamigen Stadt in Schleswig-Holstein (Ringstraße 25). Er wurde 1912 im Zuge der damaligen Ortserweiterung errichtet. In der kurzen Zeit zwischen 1890 und 1910 war aus dem Bauerndorf ein aufstrebender Kurort geworden, der eine leistungsfähige Wasserversorgung brauchte.

Architektur und Baugeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wasserturm besteht im Kern aus einer Stahlbeton-Konstruktion. Das Äußere ist im unteren Bereich mit Backstein verblendet, während im vorkragenden Turmkopf der Beton sichtbar ist. Der Turm ist 38 m hoch und hat fünf Etagen. In der fünften Etage befindet sich ein zylindrischer Wasserbehälter von 142 m³ Fassungsvermögen.

Der Bau wurde von der Lübecker Bauunternehmung Glogner & Co. ausgeführt, wobei der Malenter Maurermeister Friedrich Stammann mit den Maurerarbeiten beauftragt wurde. Zum Wasserwerk gehörten neben dem Turm zwei 13,7 m tiefe Brunnen. Im unteren Turmbereich wurde eine Wohnung für den Wassermeister angebaut, die 1975 durch einen Anbau erweitert wurde. Der Treppenerker an der Westseite des Turms wurde nachträglich an den Turm angesetzt. Umbauten wurden notwendig, weil man 1927 einen zusätzlichen Wasserbehälter zur Wasseraufbereitung in den Turm einbauen musste.

In den Jahren 1958/1959 errichtete die Stadt auf dem Godenberg einen Wasserbehälter von 1200 m³ Fassungsvermögen mit Druckpumpen. Der Wasserturm an der Ringstraße verlor damit seine Funktion. Er wurde 1986 unter Denkmalschutz gestellt.

Sanierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor der Sanierung im Jahr 2005 zeigte der Turm Risse an der Außenhaut. Der Treppenerker drohte abzusacken und auf das Wohnhaus zu fallen. Im Innern wies die Stahlbetonkonstruktion Schäden durch Rostsprengung auf. Die Sanierung fand unter finanzieller Beteiligung des Landes statt.

Nutzungsmöglichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008 steht das Bauwerk zum großen Teil ungenutzt, nur die unteren Etagen sind bewohnt. Verschiedene Nutzungsmöglichkeiten oder ein Verkauf des Turms werden diskutiert.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 54° 10′ 5,5″ N, 10° 33′ 49,2″ O