Wassili Wassiljewitsch Ulrich

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Grab von Wassili Wassiljewitsch Ulrich

Wassili Wassiljewitsch Ulrich (russisch Васи́лий Васи́льевич У́льрих; * 1. Julijul./ 13. Juli 1889greg. in Riga; † 7. Mai 1951 in Moskau) war ein sowjetischer Jurist, Generaloberst und Vorsitzender des Militärkollegiums des Obersten Gerichts der UdSSR (1926–1948).[1][2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war unter anderem der Vorsitzende Richter während des Schauprozesses 1937 gegen Marschall Michail Tuchatschewski[3] und seine mitangeklagten Generäle der Roten Armee Robert Eidemann (1895–1937), Boris Feldman, Iona Jakir, August Kork, Witali Primakow und Witowt Putna (1893–1937). Alle wurden zum Tode verurteilt und erschossen.

Unter den von Ulrich zum Tode verurteilten Personen waren unter anderem auch der Mörder[4] von Sergei Kirow, der bekannte Theaterregisseur Wsewolod Meyerhold, sowie der Journalist und Schriftsteller Michail Kolzow[5] oder Literat Isaak Babel.

Ulrichs Vater, der aus einer deutschen Familie kam, war ein lettischer Revolutionär, während die Mutter einem russischen Adelsgeschlecht entstammt haben soll. Wegen der Tätigkeit des Vaters wurde die Familie nach Sibirien zwangsumgesiedelt. Sie lebte im Gouvernement Irkutsk.

Wassili Ulrich heiratete Anna Kassel, die seit 1910 Mitglied der SDAPR (Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands) und Sekretärin von Wladimir Iljitsch Lenin war.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wadim S. Rogowin: Gab es eine Alternative »Die Partei der Hingerichteten«, Band 5, MEHRING Verlag GmbH, 1999, S.564
  2. Robert Conquest: Er wird uns alle abschlachten »Stalins große Säuberung«. In: Der Spiegel. Nr. 6, 1971 (online).
  3. Herbert Ammon: Wassili Blücher – der Heros im Maelstrom der Revolution. Abgerufen am 1. September 2014.
  4. Deutschlandradio: Geschichte aktuell: Der Auftakt zum offenen Terror vom 6. Dezember 2009
  5. Gisela Reller: Die Abendröte des Friedens. In: www.reller-rezensionen.de. Abgerufen am 1. September 2014 (Rezensionen von Gisela Reller zum Buch: Die Abendröte des Friedens von Wladislaw Hedeler und Nadja Rosenblum).