Wasted Spark

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Schaltbild der Wasted-Spark-Zündung des Citroën 2CV: Batterie, Pluspol, Anzeigelampe, Zündschloss, Zündspule, darunter Zündkerzenpaar, Kondensator, Unterbrecher.
Zündspulen eines Escort RS1600i von 1981

Als Wasted Spark (engl. „verschwendeter Funke“) wird eine Zündungsart bei Verbrennungsmotoren bezeichnet, bei der die Zündkerzen in zwei Zylindern gleichzeitig kurz vor dem oberen Totpunkt (OT) zünden, einmal am Ende der Kompression und gleichzeitig im anderen Zylinder während der Ausstoßphase. Die Zündkerzen sind über den Metallkörper des Zylinderkopfs in Reihe geschaltet und teilen sich eine Zündspule, deren Sekundärwicklung nicht mit dem Massepotential des Fahrzeugs (wie bei normalen Zündspulen üblich) verbunden sein darf. Der Zündverteiler entfällt, wenn für je zwei Zylinder eine Spule eingebaut ist. Diese Technik wird meist bei ruhenden Zündanlagen verwendet. Die zweite Zündung im Ausstoßtakt hat im Normalfall keinen Einfluss auf die Motorleistung, da zu diesem Zeitpunkt dort kein zündfähiges Gemisch vorliegt. Bei schlechter Gemischaufbereitung, verstellten Steuerzeiten oder unvollständiger Verbrennung durch einen sonstigen Grund kann jedoch im Fehlerfall ein zündfähiges Gemisch entstehen, was zu Fehlzündungen (Auspuffknallen) führen kann.

Beispiele einiger Motoren, die mit diesem Zündsystem ausgerüstet sind:
1.) Zweizylinder-Boxermotoren, bei denen dieses Zündprinzip auch mit einfachster Unterbrecherzündung möglich ist:

2.) Moderne Mehrzylindermotoren mit elektronischer Zündung und ruhender Hochspannungsverteilung:

Außerdem werden einige Ford-Motoren und Motorradmotoren von Honda und Kawasaki damit ausgerüstet. An kleineren Viertakt-Stationärmotoren findet man dieses Prinzip auch häufig, da die auf dem Motorschwungrad befindliche Magnetzündung ohne zusätzliche Kontakte oder Geber an der von außen nicht zugänglichen Nockenwelle auskommt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lotus Cars LTD, Norwich, Norfolk, England (Hrsg.): Lotus Service Notes. Elise, 2001 Model Year Onwards, S. Abschnitt EG, S. 5.