Waterschap

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Waterschappen in den Niederlanden

Eine waterschap (wörtlich „Wasserschaft“) oder hoogheemraadschap (wörtlich: „Hochheimratschaft“) ist in den Niederlanden die Einheit einer besonderen Ebene örtlicher Selbstverwaltung. Die Aufgabe der waterschappen liegt in der Verwaltung der Wasserwirtschaft, daher folgen ihre Grenzen nicht Gemeinde- oder Provinzgrenzen, sondern Flussgebieten oder Wasserscheiden. Die waterschappen kümmern sich um die Wassermenge, die Wasserqualität und um die Wasserströme. In manchen Fällen kann eine waterschap auch Straßen verwalten, wenn sie mit der Wasserverwaltung zu tun haben. Zur Deckung der Kosten erheben waterschappen Steuern.

Am 1. Januar 2014 gab es in den Niederlanden 24 waterschappen. Alle vier Jahre werden ihre Parlamente gewählt, das sogenannte algemeen bestuur. Aus deren Mitte wird ein Vorstand gewählt, das dagelijks bestuur. An der Spitze der waterschap steht ein dijkgraaf (Deichgraf). Die Bezeichnungen können je nach waterschap unterschiedlich sein. Niederländische Politiker diskutieren seit längerem über eine mögliche Abschaffung dieser sehr alten Selbstverwaltungseinrichtung (die erste stammt aus 1255); die Aufgaben könnten den Provinzen oder Gemeinden übertragen werden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jan C. Sneep: Het waterschapsbestuur. Kanttekeningen bij de ontwikkeling van het waterschap tot functionele representatie-democratie. Dissertation, Universität Amsterdam 1980.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]