Oberneukirchen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Oberneukirchen
Wappen Österreichkarte
Wappen von Oberneukirchen
Oberneukirchen (Österreich)
Oberneukirchen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Urfahr-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: UU
Fläche: 34,64 km²
Koordinaten: 48° 28′ N, 14° 14′ OKoordinaten: 48° 27′ 53″ N, 14° 13′ 38″ O
Höhe: 774 m ü. A.
Einwohner: 3.202 (1. Jän. 2018)
Postleitzahl: 4181
Vorwahl: 07212
Gemeindekennziffer: 4 16 15
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ledererstraße 1
4181 Oberneukirchen
Website: www.oberneukirchen.
ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Josef Rathgeb (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
18
3
2
2
18 
Insgesamt 25 Sitze
Lage der Marktgemeinde Oberneukirchen im Bezirk Urfahr-Umgebung
Alberndorf in der RiedmarkAltenberg bei LinzBad LeonfeldenEidenbergEngerwitzdorfFeldkirchen an der DonauGallneukirchenGoldwörthGramastettenHaibach im MühlkreisHellmonsödtHerzogsdorfKirchschlag bei LinzLichtenbergLinzOberneukirchenOttenschlag im MühlkreisOttensheimPuchenauReichenau im MühlkreisReichenthalSchenkenfeldenSonnberg im MühlkreisSt. Gotthard im MühlkreisSteyreggVorderweißenbachWaldingZwettl an der RodlOberösterreichLage der Gemeinde Oberneukirchen im Bezirk Urfahr-Umgebung (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Oberneukirchen ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Urfahr-Umgebung im oberen Mühlviertel mit 3202 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberneukirchen liegt auf 774 m Höhe im oberen Mühlviertel. Die Gemeinde gehörte bis 2012 zum Gerichtsbezirk Leonfelden und ist seit dem 1. Jänner 2013 Teil des Gerichtsbezirks Rohrbach. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 10,9 km und von West nach Ost 6,4 km. Die Gesamtfläche beträgt 34,64 km².

Flächenverteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Amesschlag
  • Fuchsgraben
  • Großtraberg
  • Höf
  • In der Au
  • Königsberg
  • Königsdorf
  • Kleintraberg
  • Lobenstein
  • Mitterfeld
  • Oberbrunnwald
  • Oberneukirchen
  • Obertraberg
  • Oberwaldschlag
  • Punzing
  • Reindlsedt
  • Schaffetschlag
  • Schallenberg
  • Schauerschlag
  • Teichfeld
  • Unterbrunnwald
  • Unterwaldschlag
  • Wögersdorf
  • Waxenberg

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ahorn Vorderweißenbach Bad Leonfelden
Sankt Veit im Mühlkreis Nachbargemeinden Zwettl an der Rodl
Herzogsdorf Eidenberg

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 13. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Das siedlungsmäßige und schließlich dörfliche Leben dürfte im Bereich der Gemeinde Oberneukirchen vermutlich im 12. Jahrhundert begonnen haben. Die Ausbreitung und Besiedlung der Waldrodungsflächen und die religiöse Betreuung der Ansiedler machten bald einen Kapellen- bzw. Kirchenbau erforderlich. Nach Behauptungen früherer Geschichtsforscher bestand zuerst eine „Kapelle zur hl. Maria und Ottilia“ (1292), dann eine „Kapelle zur Ehre der hl. Cäcilia“" (1475) und schließlich (die damals natürlich kleinere) Anfangsform der 1899-1901 zu ihrer Gegenwartsgestalt vergrößerten Jakobus-Pfarrkirche.

Im Jahre 1220 kam die Herrschaft Waxenberg, zu der dieses Gebiet gehörte, an die österreichischen Babenberger-Herzöge. 1242 schenke Friedrich II. der Streitbare die Großpfarre Gramastetten (und damit auch das Gebiet von Oberneukirchen) dem Stifte Wilhering. Am 28. November 1292 wurde Oberneukirchen eine Filialpfarre von Leonfelden. In dieser Urkunde wurde der Ort zum ersten Mal als Newnkhirchen (Neukirchen) erwähnt. Erst in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts bürgert sich der Name Oberneukirchen ein, um den Markt von den anderen Neukirchen (Gallneukirchen, Pabneukirchen sowie Niederneukirchen im Bezirk Linz Land) eindeutig zu unterscheiden.[1]

1356 erscheint Neukirchen als Markt im sogenannten Wallseer Teilungsvertrag.

Die Schule von Oberneukirchen wurde erstmals im Jahre 1522 erwähnt. Am 4. Februar 1560 erfolgte die Verleihung des Marktwappens durch Kaiser Ferdinand I. Schon um 1500 dienten die Landwirtschaft und das Webereigewerbe als Haupteinkommensquellen. Sehr bedeutsam war auch der Handel mit Flachs und Leinen, aber auch mit Holz, Wein und Salz.

1595 wurde Oberneukirchen eine selbständige Pfarre; 1589 war das Bürgerspital gegründet worden.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Die Jahre 1809 (Invasion französischer Truppen), 1864 (Markt) und 1911 (Galgenbühel) waren durch große Brände gekennzeichnet, wodurch viele Gebäude vernichtet wurden.

Am 1. November 1938 erfolgte die Vereinigung der Gemeinden Oberneukirchen, Waxenberg und Waldschlag zur Marktgemeinde Oberneukirchen.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung:

„In Rot ein silbernes Osterlamm, den Kopf mit goldenem Nimbus umgeben, im rechten Vorderbein einen goldenen, schräglinks gestellten Kreuzstab mit einer silbernen, zweizipfligen, flatternden Fahne haltend.“

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Veränderung prozentuelle
Veränderung
2001 3.009 +63 2,1 %
1991 2.946

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister

Zusammensetzung des Gemeinderates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnis der Wahl 2009

Wahlberechtigt: 2.554 +224, Gültige Stimmen: 2078 +70, Wahlbeteiligung: 81,4 % -1,4 %

Partei Prozent Stimmen Mandate
ÖVP 63,1 % +2,7 % 1312 +199 17 +1
SPÖ 20,1 % -5,6 % 474 -56 5 -1
GRÜNE * 9,5 % +1,0 % 197 41 2 ±0
FPÖ 7,3 % +1,9 % 151 +52 1 ±0
* 2003: MUD - Mensch, Umwelt, Demokratie

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Oberneukirchen
Musik

Die Gemeinde Oberneukirchen beherbergt zwei Blasmusikkapellen. Für die musikalische Untermalung vieler festlicher Anlässe in Oberneukirchen sorgt der Musikverein Oberneukirchen. Im acht Kilometer entfernten Traberg gibt es ebenfalls eine Blasmusikkapelle, den Musikverein Traberg.

Regelmäßige Veranstaltungen

Der „Schnopfistadel“ ist ein kultureller Treffpunkt für zahlreiche Veranstaltungen. Die Theatergruppe Traberg veranstaltet seit 2013 in der Faschingszeit eine Faschingssitzung. Seit 2014 wird diese im 2-Jahres-Rhythmus abwechselnd mit dem Ball des Musikvereins Traberg abgehalten.

Im Sommer veranstalte die FF Amesschlag ein groß Feuerwehr Zeltfest.

Wirtschaft, Verkehr und Sicherheitswesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größter Arbeitgeber in Oberneukirchen ist die Baufirma Simader.

Mittlerweile haben sich eine Vielzahl von kleineren Unternehmen angesiedelt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberneukirchen ist über die Waxenberg Bezirksstraße von Zwettl an der Rodl aus erreichbar, wo die Leonfeldner Straße (B126) durchführt, wo mit Linz in etwa 20 Min. und Budweis in etwa 60 Min. aus erreichbar sind.

Durch das Gemeindegebiet verlaufen noch die Hansberg Landstraße von Helfenberg über Gramastetten nach Linz-Urfahr, die Schallenberg Bezirksstraße und die Brunnwald Bezirksstraße.

Sicherheitswesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet gibt es fünf freiwillige Feuerwehren

  • FF Amesschlag bei Oberneukirchen
  • FF Oberneukirchen
  • FF Traberg
  • FF Waldschlag
  • FF Waxenberg

Polizei und Rettung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Polizeiinspektion am Marktplatz wurde vor einigen Jahren geschlossen. Die nächsten Polizeiinspektionen befinden sich in Bad Leonfelden, Hellmonsödt und Helfenberg.

Die nächsten Rotkreuz Stützpunkt sind in Bad Leonfelden, St. Veit im Mühlkreis, Kirchschlag bei Linz und Helfenberg. Zu dem befindet sich in Zwettl an der Rodl ein Notarztstützpunkt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Malachias Birklbauer (1893–1969), Pfarrer und Mundartdichter
  • Otto Deßl, Pfarrer
  • Fritz Rosenauer, Primarius und Dozent
  • Karl-Albert Eckmayr (* 1934), ehemaliger österreichischer Politiker (ÖVP), Landeshauptmann-Stellvertreter und Abgeordneter zum Oberösterreichischen Landtag
  • Preining Franz (1900–1987)
  • Rudolf Rathgeb (* 1939), ehem. Bürgermeister von Oberneukirchen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberneukirchen (Mühlviertel) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karl Hohensinner, Peter Wiesinger: Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich 10. Die Ortsnamen des politischen Bezirks Urfahr-Umgebung (Mittleres Mühlviertel).Wien 2006