Weber-Gruppe

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Logo der Weber-Gruppe

Die Weber-Gruppe (Eigenschreibweise Weber Gruppe) beschäftigt sich mit der Entwicklung und Herstellung von Kunststoff-Komponenten, -Modulen und -Systemen für die Branchen Automobil, Gebäude- und Hausgerätetechnik, Heizung sowie Medizin.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmenssitz in Dillenburg

Die Weber GmbH & Co. KG wurde 1949 von Josef Weber gegründet. 1962 trat Artur Zipp als Geschäftsführer in das Unternehmen ein. Nach dem Tod des Gründers 1971 wurde Artur Zipp alleiniger Geschäftsführender Gesellschafter. Über fast vier Jahrzehnte baute Artur Zipp das Unternehmen auf und übergab 1995 die Geschäftsführung an Thomas Zipp, der heute als Geschäftsführender Gesellschafter die Weber-Gruppe in 3. Generation leitet. Von 2008 bis 2015 war Werner Stubenrauch ein weiteres Mitglied der Geschäftsführung; seit 2016 sind dies Jan Thomas Schmidt und Boris Zipser.[2] Die Weber-Gruppe ist Entwicklungslieferant für Kunststoff-Komponenten, -Module und -Systeme, vorwiegend in den Branchen Automobil, Gebäude- und Hausgerätetechnik, Heizung, Möbel sowie Medizin (wezi-med)[3][4]. „Weitere Geschäftsbereiche der Weber Gruppe bilden das Werkzeugmanagement und der Formenbau (wezi-mould) sowie - seit dem Gründungsjahr 1949 - die Herstellung von Dichtungsmassen (wezilit).“[5]

Daten und Zahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weber ist ein mittelständisches Familienunternehmen, das 2003 sein erstes Tochterunternehmen in Polen eröffnete und 2012 zudem nach China expandierte. Am Firmensitz Dillenburg sind die Geschäftsbereiche Kunststofftechnik, Dichtungsmassen, Werkzeug- und Medizintechnik sesshaft. Das Unternehmen beschäftigt in Dillenburg ca. 700 Mitarbeiter, darunter etwa 60 Auszubildende. Während die Tochtergesellschaft wezi-tec Sp. Z o.o. in Legnica, Polen, bereits rund 600 Mitarbeiter zählt (2017), beschäftigt die noch junge Tochtergesellschaft WEBER Plastics Technology & Mould Making (Suzhou) Co., Ltd. in Suzhou/China derzeit rund 100 Mitarbeiter (2017).[5][6]

Insgesamt erwirtschaftete die Weber Gruppe im Jahr 2016 einen Umsatz von 117 Mio. Euro. Dazu steuerte der Export rund 10 % bei. Mehrheitsgesellschafter des Unternehmens, das überwiegend eigenfinanziert ist, ist Thomas Zipp. Die weiteren Anteile halten seine Eltern Artur und Hannelore Zipp sowie sein Bruder Hans-Peter Zipp. Dem geschäftsführenden Gesellschafter Thomas Zipp stehen die familienfremden Geschäftsführer Jan Thomas Schmidt und Boris Zipser zur Seite.[5][7][8]

Geschäftsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kunststofftechnik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bereich Kunststofftechnik befasst sich mit der Entwicklung und Herstellung von Kunststoff-Komponenten, -Modulen und -Systemen – überwiegend für die Automobilindustrie. Des Weiteren ist Weber in den Branchen Gebäude- und Hausgerätetechnik sowie Heizung vertreten.[9] Kunden sind beispielsweise Audi, BMW, Daimler, Opel oder Volkswagen. Zu den Kompetenzen gehören unter anderem Kinematik, Thermoelektrik, Hybridtechnik, Akustik und Lackierung.

Dichtungsmassen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Geschäftsbereich Dichtungsmassen (wezilit) entwickelt und produziert seit dem Gründungsjahr 1949 Hochtemperatur-Dichtungsmassen für den Heizgerätesektor. Seit mehr als 25 Jahren ist wezilit Marktführer für Ofen- und Kesselkitt im industriellen Bereich. Zu den Hauptkunden gehören unter anderem Biasi, Bosch, De Dietrich, DemirDökum, Fonderie de Niederbronn, Haas+Sohn, Hein, Kleining, Küppersbusch, Leda, Lohberger, Olsberg, Oranier, Protherm, Riello, Riser, Rowa, Schiedel, Sime, Truma, Vaillant, Viadrus, Viessmann, Wamsler, Weso, Windhager und Würth.[10]

Wezilit entwickelte den ersten entmischungsfreien mineralischen Hochtemperatur-Kartuschen-Kitt W1000: Eine patentgeschützte 1000 °C-beständige pastöse Dichtungsmasse. Für diese Entwicklung erhielt Weber 2008 das Certificate of Material Excellence des New Yorker Instituts Material ConneXion.[11][12]

Formentechnik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1959 betreibt Weber einen eigenen Spritzgieß-Formenbau mit Formenkonstruktion. Der 2009 daraus entstandene Geschäftsbereich Formentechnik (wezi-mould) vertreibt Spritzgießwerkzeuge sowie Werkzeug-Komplettlösungen. Projektbegleitend betreut wezi-mould von der Konstruktion und Entwicklung über den Formenbau bis zur Anwendungstechnik und Produktion. Zu den Kompetenzen gehören beispielsweise Mehrkomponententechnik, Hybridtechnik sowie Hochleistungstemperierung.

Medizintechnik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 gründete Weber den Geschäftsbereich Medizintechnik (wezi-med). Wezi-med fertigt unter anderem kinematisch chirurgische Instrumente für die minimalinvasive Chirurgie. Die Reinraumfertigung ist nach ISO Klasse 8 gemäß der GMP-Richtlinie und nach DIN EN ISO 13485 zertifiziert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. www.weber-group.com (5. Januar 2016)
  2. Vgl. http://www.weber-dillenburg.de/content.php?b=11&n1=16&n2=20&c=20 (2. Mai 2016)
  3. Vgl. www.weber-dillenburg.de/content.php?b=11&n1=16&n2=19&c=19 (28. Oktober 2013)
  4. Vgl. www.weber-dillenburg.de/content.php?b=12&c=12 (2. Mai 2016)
  5. a b c Florian Langenscheidt, Peter May: Lexikon der deutschen Familienunternehmen. Gabler, Köln 2009
  6. Vgl. www.weber-dillenburg.de/content.php?b=11&n1=56&n2=133&c=133&lang=de (2. Mai 2016)
  7. Vgl. http://www.weber-dillenburg.de/content.php?b=11&n1=16&n2=20&c=20 (2. Mai 2016)
  8. Vgl. http://www.weber-dillenburg.de/content.php?b=11&n1=16&c=16 (6. November 2017)
  9. Vgl. www.weber-dillenburg.de/content.php?b=12&c=12 (2. Mai 2016)
  10. http://www.weber-dillenburg.de/wezilit.php?n1=134&c=134 (2. Mai 2016)
  11. http://www.weber-dillenburg.de/wezilit.php?n1=100&c=100
  12. http://www.materialconnexion.com