Weberbank

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Weberbank Actiengesellschaft
Logo
Staat DeutschlandDeutschland Deutschland
Sitz Berlin
Rechtsform Aktiengesellschaft
Bankleitzahl 101 201 00[1]
BIC WELA DED1 WBB[1]
Gründung 10. September 1949
Website www.weberbank.de
Geschäftsdaten 2017[2]
Bilanzsumme 2.220 Mio. EUR
Einlagen 2.037 Mio. EUR
Kundenkredite 687 Mio. EUR
Mitarbeiter 190
Geschäftsstellen 2
Leitung
Vorstand Klaus Siegers (Vors.),
Wolfgang Harth
Aufsichtsrat Andreas Schulz (Vors.)

Die Weberbank Actiengesellschaft ist ein Kreditinstitut mit Sitz in Berlin. Ihr Geschäftsfeld ist Vermögensmanagement mit Privat- und institutionellen Anlegern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Weberbank wurde von den Bankiers Hans Weber als Komplementär (80 %) und Georg Michaelis als Kommanditist (20 %) am 10. September 1949 als KGaA gegründet. Bankier Hans Weber wirkte überwiegend nach außen. Als die Berliner Börse am 11. März 1952 wiedereröffnete, wurde Hans Weber zu ihrem ersten Präsidenten. Er verstarb am 2. Juli 1966 bei einem Reitunfall. Sein Schwiegersohn, Ehrhardt Bödecker, übernahm die Leitung der Bank.

Zum 1. Januar 1994 fusionierte die Bank mit der Berliner Industriebank zur Weberbank Berliner Industriebank KGaA. Die Eröffnung des neuen Bankgebäudes am Hohenzollerndamm 134 wurde von einer Festansprache des Bundesfinanzministers Theo Waigel begleitet.

Im Jahr 2001 wurde sie umfirmiert in Weberbank Privatbankiers KGaA; die Aktienmehrheit hielt die damalige Bankgesellschaft Berlin über die Landesbank Berlin. Aufgrund staatlicher Beihilfen für die Muttergesellschaft drängte die EU-Kommission u. a. zum Verkauf der Weberbank. Dieser erfolgte zum Dezember 2005 an die WestLB AG. Kurz darauf folgte die Expansion der Weberbank nach Nordrhein-Westfalen. Einige Zeit später erhielt auch die WestLB staatliche Beihilfen, und die EU-Kommission verlangte erneut u. a. die Veräußerung der Weberbank: Seit 1. Juli 2009 ist sie Tochtergesellschaft der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam (MBS).[3]

Geschäftsmodell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Weberbank bietet Dienstleistungen aus dem Bereich Vermögensmanagement, zum Beispiel Vermögensverwaltung, Steuer- und Nachfolgeplanung, Immobilienfinanzierung, Stiftungsmanagement und Family Office, sowie aus den Geschäftsfeldern Vermögensaufbau und Vorsorge, Finanzierungen und tägliche Bankgeschäfte. Das Unternehmen übernimmt gesellschaftliche Verantwortung. Ökonomisch bleibt ein Unternehmen langfristig nur erfolgreich, wenn es auch soziale und ökologische Aspekte berücksichtigt. Mit der Unterzeichnung der UN Principles for Responsible Investment (Prinzipien für verantwortliches Investieren), der Zusammenarbeit mit ISS-oekom und mit einer Investitionsstrategie, die mehr als die finanzielle Rendite in den Vordergrund stellt, bekennt sich die Weberbank zu Transparenz, Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung.

Sponsoringaktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Partner der Weberbank stammen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Gesellschaft und Sport. Zu den Kooperationspartnern der Weberbank gehören unter anderem Yehudi Menuhin Live Music Now, die Bürgerstiftung Berlin, der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI), die Freunde der Nationalgalerie, der Bundesverband Deutscher Stiftungen, die BR Volleys, die Füchse Berlin und Hertha BSC. Die Weberbank ist außerdem Hauptsponsor des Staatsballett Berlin.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 im eBundesanzeiger
  3. Frank Matthias Drost: Walter Schubert: Hartnäckiger Sparkassen-Chef. In: Handelsblatt. 18. Mai 2009, abgerufen am 23. April 2016.
  4. Weberbank: Information zur Stiftung der Weberbank. 2018, abgerufen am 12. Oktober 2018.

Koordinaten: 52° 29′ 0″ N, 13° 17′ 33,2″ O