Weberstedt

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Weberstedt
Landgemeinde Unstrut-Hainich
Koordinaten: 51° 6′ 32″ N, 10° 30′ 42″ O
Höhe: 225 m ü. NHN
Fläche: 18,36 km²
Einwohner: 597 (31. Dez. 2017)
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2019
Postleitzahl: 99947
Vorwahl: 036022

Weberstedt ist ein Ortsteil der Landgemeinde Unstrut-Hainich im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weberstedt liegt an der Ostseite des Nationalparks Hainich und ist der nächstgelegene Ort zum Nationalpark.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss
Dorfkirche St. Ulrich

Zu Beginn des 9. Jahrhunderts wird Weberstedt in einem Verzeichnis der von Erzbischof Lullus († 786) von Mainz für das Kloster Hersfeld von Freien verliehenen Gütern erstmals urkundlich erwähnt. Bis 1392 gehörten Ort und Rittergut den Herren von Weberstedt, seither bis 1945 den Herren von Goldacker.

Der Ort gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Langensalza und nach seiner Abtretung an Preußen von 1816 bis 1944 zum Landkreis Langensalza in der Provinz Sachsen.

Seit 1993 gehörte Weberstedt zur Verwaltungsgemeinschaft Unstrut-Hainich, deren Mitgliedsgemeinden sich zum 1. Januar 2019 bis auf Schönstedt zur Landgemeinde Unstrut-Hainich zusammenschlossen.[1]

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Weberstedt bestand nach der Wahl 2014 aus 8 Ratsherren, die alle der CDU-Fraktion angehören.[2]

Die letzte ehrenamtliche Bürgermeisterin Simone Stiebling wurde am 25. Mai 2014 neu gewählt.[3] (Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Goldacker und Schlosspark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf die Rotbuche im Schlosspark

Das aus dem 1945 enteigneten Rittergut der Familie von Goldacker hervorgegangene Anwesen beherbergt heute nach einer grundhaften Sanierung das Gesundheits- und Tagungszentrum Meilenstein mit Praxen, Seminarräumen, Gästezimmern und Restaurant. Hinter dem Schloss befindet sich der Schlosspark. Alte Bäume stellen den besonderen Wert dar.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche zu Weberstedt stammt aus dem 15. Jahrhundert. Der Namenspatron ist der Heilige Ulrich. Ein besonderer Blick gilt der farbigen Gestaltung der Schnitzereien an den Emporen sowie an dem Tonnengewölbe des Kirchenschiffes, welches mit Holz verkleidet und mit Ornamenten bemalt ist. In der Kirche befindet sich ein Altarschrein, welcher die Grablegung Christi darstellt. Die Grabplatten der Familie Goldacker aus dem 16. und 17. Jahrhundert befinden sich an der nördlichen und südlichen Seite. Außerdem beherbergt die Kirche eine Altarorgel, die in ihrem Klang einzigartig ist. Diese wurde im Jahre 1911 durch Orgelbau Furtwängler & Hammer erbaut und 2012/2013 restauriert.

Freibad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In dem von der Gemeinde betriebenen sanierten Freibad, welches mit einer Filteranlage ausgestattet ist, befindet sich eine Kinderwasserrutsche.

Minigolfanlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Direkt hinter dem Schloss Goldacker im Schlosspark befindet sich die kleine Sportanlage mit achtzehn Bahnen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 14/2018 S. 795 ff., aufgerufen am 13. Januar 2019
  2. http://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=GW&wJahr=2014&zeigeErg=GEM&wknr=064&gemnr=64065
  3. Kommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Abgerufen am 6. Juni 2010.
  4. Max Berbig: Kellner, August. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 51, Duncker & Humblot, Leipzig 1906, S. 108–110.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Weberstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien