Wega (Schiff)

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Wega
Heligoland 07-2016 photo04.jpg
Schiffsdaten
Flagge DeutschlandDeutschland (Dienstflagge) Deutschland
Rufzeichen DBBC
Heimathafen Hamburg
Eigner Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Bauwerft Kröger-Werft, Schacht-Audorf
Baunummer 1522
Stapellauf 2. März 1990
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
52,05 m (Lüa)
Breite 11,40 m
Tiefgang max. 3,45 m
Vermessung 969 BRZ / 290 NRZ
 
Besatzung 16
Maschinenanlage
Maschine 1 × Siemens-Elektromotor
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
660 kW (897 PS)
Höchst-
geschwindigkeit
11,5 kn (21 km/h)
Propeller 1 × Festpropeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 160 tdw
Zugelassene Passagierzahl 7 Wissenschaftler
Sonstiges
Klassifizierungen

Germanischer Lloyd

Registrier-
nummern

IMO-Nr. 8901054

Die Wega ist eines von drei Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiffen des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg. Reeder des Schiffes ist die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schiff wurde unter der Baunummer 1522 auf der Kröger-Werft in Schacht-Audorf gebaut. Die Baukosten beliefen sich auf circa 36 Mio DM.[1]

Die Kiellegung fand am 14. September 1989, der Stapellauf am 2. März 1990 statt. An diesem Tag wurde das Schiff auch getauft. Taufpatin war Birgit Zimmermann, die Frau des damaligen Bundesministers für Verkehr, Friedrich Zimmermann.[2] Die Fertigstellung des Schiffes erfolgte im Oktober 1990, die Indienststellung am 26. Oktober des Jahres.[2]

Namensgeber des Schiffes ist der Stern Wega, der Hauptstern im Sternbild Leier

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schiff wird von einem Siemens-Elektromotor mit einer Leistung von 600 kW angetrieben, der auf einen Festpropeller wirkt. Das Schiff erreicht damit eine Geschwindigkeit von 11 kn. Für die Stromversorgung des Fahrmotors und des elektrischen Bordnetzes stehen zwei Dieselgeneratoren mit einer Scheinleistung von 830 kVA zur Verfügung. Als Hafengenerator ist ein Dieselgenerator mit einer Scheinleistung von 395 kVA, als Notgenerator ein Dieselgenerator mit einer Scheinleistung von 10 kVA verbaut.

Das Schiff ist mit einem Bugstrahlruder mit einer Leistung von 530 kW ausgestattet. Ferner verfügt es über eine Heckstrahlsteueranlage mit einer Leistung von 48 kW.[2]

Der Rumpf des Schiffes ist eisverstärkt. Das Schiff ist mit der Eisklasse „E“ klassifiziert.

Das Schiff ist mit verschiedenen Kranen und Winden ausgerüstet. So befindet sich ein Arbeitskran mit einer Ausladung von 12,5 m an Bord, weiterhin ein Seitenausleger und mehrere Davits.[3]

Einsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schiff wird überwiegend für Vermessungs- und Wracksucharbeiten sowie für Wartungsarbeiten an den Seegangsmessbojen und BSH-Messnetz-Stationen in den deutschen Küstengewässern der Nord- und Ostsee eingesetzt. Dafür verfügt das Schiff über entsprechende Geräte wie Vertikal- und Fächerecholote sowie Sonaranlagen.

Das Schiff ist zusätzlich mit zwei flachgehenden Vermessungsbooten ausgerüstet, die ebenfalls komplett mit Echoloten und Datenakquisitionsanlagen ausgerüstet sind, um selbstständig in flachen Gewässern operieren zu können. Weiterhin befindet sich eine komplette Tauchausrüstung an Bord, so dass Taucheinsätze sowohl vom Schiff, als auch von einem Vermessungsboot möglich sind. Die „Wega“ ist mit einem ROV ausgerüstet.

An Bord des Schiffes befinden sich mehrere Labore und wissenschaftliche Räume. Stellplätze für zusätzliche Laborcontainer sind vorhanden. So können zwei 20′-Container übereinander und ein 10′-Container bzw. sechs 10′-Container geladen werden.[3]

An Bord ist Platz für 16 Besatzungsmitglieder sowie sieben Wissenschaftler.

Haupteinsatzgebiet ist die deutsche Nordseeküste mit ihren Flussmündungen, die Zwölfmeilenzone sowie die deutsche ausschließliche Wirtschaftszone in der Nordsee.

Die „Wega“ hat bis Oktober 2005 rund 140.000 Seemeilen zurückgelegt und etwa 200 bis dahin unbekannte Unterwasserhindernisse gefunden.[4]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiff Atair
  • Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiff Deneb
  • Vermessungsschiff Capella
  • Vermessungsschiff Komet

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wega – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiff „Wega“, buesummaritim.de. Abgerufen am 22. Oktober 2012
  2. a b c Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiff „Wega“ (PDF; 25 kB), Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. Abgerufen am 22. Oktober 2012
  3. a b Technische Daten, buesummaritim.de. Abgerufen am 22. Oktober 2012
  4. BSH-Schiff WEGA feiert 15. Geburtstag, Pressemitteilung des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie, 26. Oktober 2005 (via Internet Archive). Abgerufen am 9. Oktober 2012