Wehretal

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Wappen Deutschlandkarte
Wehretal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wehretal hervorgehoben

Koordinaten: 51° 9′ N, 10° 0′ O

Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Werra-Meißner-Kreis
Höhe: 179 m ü. NHN
Fläche: 39,2 km2
Einwohner: 4981 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 127 Einwohner je km2
Postleitzahl: 37287
Vorwahlen: 05658, 05651
Kfz-Kennzeichen: ESW, WIZ
Gemeindeschlüssel: 06 6 36 014
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Landstraße 70
37287 Wehretal
Website: www.wehretal.de
Bürgermeister: Timo Friedrich (parteilos)
Lage der Gemeinde Wehretal im Werra-Meißner-Kreis
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Über dieses Bild

Wehretal ist eine Gemeinde im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis. Die Gemeindeverwaltung befindet sich im Ortsteil Reichensachsen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wehretal liegt ca. 50 km südöstlich der nordhessischen Großstadt Kassel. Es befindet sich zwischen Eschwege im Norden und Sontra im Süden.

In Richtung Norden fällt das Gelände über den Lauf der Wehre, nach der die Gemeinde benannt wurde, zu ihrer Flussmündung in die Werra bei Eschwege hin ab. Im Osten liegt der Schlierbachswald, im Südosten der Ringgau, südwestlich schließt sich das Stölzinger Gebirge an und im Westen ragt der Hohe Meißner auf.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wehretal grenzt im Norden an die Kreisstadt Eschwege, im Osten an die Gemeinde Weißenborn, im Süden an die Gemeinde Ringgau und die Stadt Sontra, sowie im Westen an die Stadt Waldkappel und im äußersten Nordwesten an die Gemeinde Meißner (alle im Werra-Meißner-Kreis).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die fünf Ortsteile von Wehretal sind:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindebildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen kam es zu Gemeindezusammenschlüssen. Am 1. Februar 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Oetmannshausen in die Nachbargemeinde Hoheneiche eingegliedert. Am 1. Oktober 1971 kam Vierbach zu Reichensachsen. Diese beiden Gemeinden fusionierten am 31. Dezember 1971 zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen Wehretal. Am 1. April 1972 wurde schließlich der Nachbarort Langenhain eingegliedert.[2]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerstruktur 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Wehretal 5148 Einwohner. Darunter waren 47 (1,0 %) Ausländer, von denen 24 aus dem EU-Ausland, 8 aus anderen europäischen Ländern und 14 aus anderen Staaten kamen.[3] (Bis zum Jahr 2019 erhöhte sich die Ausländerquote auf 2,6 %.) Nach dem Lebensalter waren 843 Einwohner unter 18 Jahren, 1947 zwischen 18 und 49, 1221 zwischen 50 und 64 und 1140 Einwohner waren älter.[4] Die Einwohner lebten in 2223 Haushalten. Davon waren 546 Singlehaushalte, 690 Paare ohne Kinder und 783 Paare mit Kindern, sowie 177 Alleinerziehende und 27 Wohngemeinschaften. In 504 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 1419 Haushaltungen lebten keine Senioren.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wehretal: Einwohnerzahlen von 1973 bis 2020
Jahr  Einwohner
1973
  
5.129
1975
  
5.175
1980
  
5.294
1985
  
5.305
1990
  
5.436
1995
  
5.472
2000
  
5.665
2005
  
5.501
2010
  
5.255
2011
  
5.148
2015
  
5.015
2020
  
4.963
Quelle(n): Hessisches Statistisches Informationssystem[5]; Zensus 2011[3]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

• 1987: 4572 evangelische (= 84,9 %), 566 katholische (= 10,5 %), 245 sonstige (= 4,6 %) Einwohner[6]
• 2011: 3877 evangelische (= 75,3 %), 417 katholische (= 8,1 %), 854 sonstige (= 16,6 %) Einwohner[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 14. März 2021 lieferte folgendes Ergebnis,[7] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[8][9][10]

Gemeindevertretung – Kommunalwahlen 2021
Stimmenanteil in %
Wahlbeteiligung 56,4 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
43,9
(−9,1)
33,3
(+7,1)
19,2
(+3,3)
3,6
(−1,3)
2016

2021

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung Wehretal 2021
    
Insgesamt 23 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften %
2021
Sitze
2021
%
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 43,9 10 53,0 14 54,5 15 49,4 16 45,2 16
FWG Freie Wählergemeinschaft Wehretal 33,3 8 26,2 7 22,3 6 23,5 7 31,2 10
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 19,2 4 15,9 4 18,5 5 20,2 6 17,3 5
FDP Freie Demokratische Partei 3,6 1 4,9 2 4,7 1 6,8 2 6,2 2
Gesamt 100,0 27 100,0 27 100,0 27 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 58,6 54,8 53,4 57,2 61,2

Ortsbezirke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die ehemaligen Gemeinden Hoheneiche, Langenhain, Oetmannshausen und Vierbach bestehen Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.[11]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Jahr 1993 werden in Hessen die Bürgermeister für sechs Jahre direkt gewählt.[12]

Das Endergebnis der Wahl zum Bürgermeister der Gemeinde Wehretal am 28. Oktober 2018 lautete wie folgt:[12][13]

  • Timo Friedrich (parteilos) 53,2 %
  • Thomas Freitag (SPD) 46,8 %

(Wahlbeteiligung: 75,05 %)

Somit stellt erstmals seit 1952 nicht mehr die SPD den Bürgermeister.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 1992 wurde eine seitdem auf verschiedenen Ebenen intensiv gepflegte Partnerschaft zu den Gemeinden Bellou-en-Houlme, La Ferrière-aux-Étangs, La Coulonche und Saires-la-Verrerie im Département Orne der Normandie in Frankreich besiegelt.

Des Weiteren besteht seit dem Jahr 2007 eine Partnerschaft mit der Gemeinde Gánt in Ungarn.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traditionell findet im Ortsteil Reichensachsen am dritten Wochenende im Juni das Wichtelfest statt. Höhepunkt der fünftägigen Feierlichkeiten ist der sonntägliche große Festzug. Dieser wird schon seit Generationen durch die örtlichen Schulen und Vereine sowie Musikzüge aus Reichensachsen und den umliegenden Orten gestaltet.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerung in Hessen am 31.12.2021 nach Gemeinden (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 388 und 389.
  3. a b Bevölkerung nach Staatsangehörigkeit (Gruppen):  Wehretal. In: Zensus 2011. Statistisches Bundesamt, abgerufen im April 2022.
  4. a b Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,0 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 58 und 115;.
  5. Hessisches Statistisches Informationssystem In: Statistik.Hessen.
  6. a b Ausgewählte Strukturdaten über die Bevölkerung am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 150;.
  7. Ergebnis der Gemeindewahl am 14. März 2021. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2021.
  8. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2016.
  9. Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original; abgerufen im April 2011.
  10. Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original; abgerufen im April 2006.
  11. Hauptsatzung. (PDF; 104 kB) § 6. In: Webauftritt. Gemeinde Wehretal, abgerufen im September 2020.
  12. a b Bürgermeister-Direktwahlen in Wehretal. In: Statistik.Hessen. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im Januar 2021.
  13. Bürgermeisterwahl in Wehretal: Timo Friedrich hat gewonnen. 29. Oktober 2018, abgerufen am 23. März 2021.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Wehretal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien