Wehretal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wehretal
Wehretal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wehretal hervorgehoben
Koordinaten: 51° 9′ N, 10° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Werra-Meißner-Kreis
Höhe: 179 m ü. NHN
Fläche: 39,2 km2
Einwohner: 5015 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 128 Einwohner je km2
Postleitzahl: 37287
Vorwahlen: 05658, 05651
Kfz-Kennzeichen: ESW, WIZ
Gemeindeschlüssel: 06 6 36 014
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Landstraße 70
37287 Wehretal
Webpräsenz: www.wehretal.de
Bürgermeister: Jochen Kistner (SPD)
Lage der Gemeinde Wehretal im Werra-Meißner-Kreis
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Über dieses Bild

Wehretal ist eine Gemeinde im Werra-Meißner-Kreis im nordöstlichen Teil von Hessen. Die Gemeindeverwaltung liegt im Ortsteil Reichensachsen als Gemeindemittelpunkt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wehretal liegt ca. 50 km südöstlich der nordhessischen Großstadt Kassel. Es befindet sich zwischen Eschwege im Norden und Sontra im Süden.

In Richtung Norden fällt das Gelände über den Lauf der Wehre, nach der die Gemeinde benannt wurde, zu ihrer Flussmündung in die Werra bei Eschwege hin ab. Im Osten liegt der Schlierbachswald, im Südosten der Ringgau, südwestlich schließt sich das Stölzinger Gebirge an, und im Westen ragt der Hohe Meißner auf.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wehretal grenzt im Norden an die Kreisstadt Eschwege, im Osten an die Gemeinde Weißenborn, im Süden an die Gemeinde Ringgau und die Stadt Sontra, sowie im Westen an die Stadt Waldkappel und im äußersten Nordwesten an die Gemeinde Meißner (alle im Werra-Meißner-Kreis).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die fünf Ortsteile von Wehretal sind:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1577 wurde in Hoheneiche die Missgeburt von Hoheneiche, ein weithin bekanntes missgebildetes Kind, geboren. Der Renaissance-Künstler Dietmar Merluan fertigte einen Holzschnitt von dem Kind an.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vorfeld der Gebietsreform in Hessen kam es zu einigen Gemeindezusammenschlüssen. Am 1. Februar 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Oetmannshausen in die Nachbargemeinde Hoheneiche eingegliedert. Am 1. Oktober 1971 kam Vierbach zu Reichensachsen. Diese beiden Gemeinden fusionierten am 31. Dezember 1971 zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen Wehretal. Am 1. April 1972 wurde schließlich der Nachbarort Langenhain eingegliedert.[2]

Wehretal ist eine Gemeinde, die im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden des Werra-Meißner-Kreises eine steigende Einwohnerzahl zu verzeichnen hat. Der größte Ortsteil ist Reichensachsen, mit heute ca. 3500 Einwohnern, der im Jahr 2003 das 750. Jahr des Bestehens feierte.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[3] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[4][5]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
    
Insgesamt 27 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 53,0 14 54,5 15 49,4 16 45,2 16
FWG Freie Wählergemeinschaft Wehretal 26,2 7 22,3 6 23,5 7 31,2 10
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 15,9 4 18,5 5 20,2 6 17,3 5
FDP Freie Demokratische Partei 4,9 2 4,7 1 6,8 2 6,2 2
Gesamt 100,0 27 100,0 27 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 54,8 53,4 57,2 61,2

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Endergebnis der Wahl zum Bürgermeister der Gemeinde Wehretal, am 4. November 2012, lautete wie folgt: [6]

  • Kistner, Jochen (SPD) 92,2 % (Wahlbeteiligung: 48,6 %)

Somit übt Jochen Kistner (SPD) seit dem 1. April 2013 in seiner zweiten Legislaturperiode das Amt des Bürgermeisters aus. Er ist seit 1952 ohne Unterbrechung der vierte Bürgermeister, den die SPD stellt.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 1992 wurde eine seitdem auf verschiedenen Ebenen intensiv gepflegte Partnerschaft zu den Gemeinden Bellou-en-Houlme, La-Ferrière-aux-Étangs, La Coulonche und Saires-la-Verrerie im Département Orne der Normandie in Frankreich besiegelt.

Des Weiteren besteht seit dem Jahr 2007 eine Partnerschaft mit der Gemeinde Gánt in Ungarn.

Feste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traditionell findet im Ortsteil Reichensachsen im Juni das Wichtelfest statt. Höhepunkt der 5-tägigen Feierlichkeiten ist, neben dem Tanz im Festzelt beim Sportplatz am Samstagabend, der sonntägliche große Festzug. Dieser wird schon seit Generationen durch die Schulklassen der örtlichen Schulen und Vereine geprägt. Außerdem begleiten ihn mehrere Musikzüge aus Reichensachsen und den umliegenden Orten. Alle Musikzüge spielen nach dem Festzug noch im Festzelt vor zahlreichen Zuschauern auf. Montags morgens bis zum frühen Abend findet der traditionelle Frühschoppen im Zelt statt, zu dem sich die einheimische Bevölkerung einfindet und zusammen frühstückt und feiert. Der Termin ist normalerweise das dritte Wochenende im Juni.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Bundesstraßen 7 (Kassel-Eisenach), 27 (Göttingen-Bad Hersfeld) und 452 (Eschwege – Wehretal) ist der Ort im Werra-Meißner-Kreis erreichbar.

Darüber hinaus besitzt die Gemeinde einen Bahn-Haltepunkt (Wehretal-Reichensachsen) an der Bahnstrecke Göttingen–Bebra, einem Teil der alten Nord-Süd-Strecke.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2015 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 388 und 389.
  3. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016 Hessisches Statistisches Landesamt
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  6. Zeitungsbericht auf werra-rundschau.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wehretal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien