Wehrwissenschaftliches Institut für Werk- und Betriebsstoffe

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Wehrwissenschaftliches Institut für Werk- und Betriebsstoffe
— WIWeB —
Wappen
Staatliche Ebene Bund
Aufsichtsbehörde Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr
Hauptsitz Erding, Bayern
Behördenleitung Dr. Wolfgang Kreuzer
Bedienstete 280

Das Wehrwissenschaftliche Institut für Werk- und Betriebsstoffe (WIWeB) ist eine dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) des deutschen Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) untergeordnete wissenschaftliche Einrichtung mit Sitz in Erding, deren Aufgabe die Untersuchung und Beurteilung der wehrtechnisch relevanten Eigenschaften von Werkstoffen, Betriebsstoffen, Textilien und Chemikalien ist. Es hat etwa 280 Mitarbeiter und entstand 1997 aus dem Wehrwissenschaftlichen Institut für Materialuntersuchungen, das auf verschiedene in Erding ansässige Vorläufereinrichtungen wie die Materialprüfstelle der Bundeswehr zurückging, sowie dem Bundesinstitut für chemisch-technische Untersuchungen (BICT) in Swisttal.

Aufgaben und Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aufgabe des Wehrwissenschaftlichen Instituts für Werk- und Betriebsstoffe ist die Untersuchung und Beurteilung der chemischen, physikalischen und sicherheitstechnischen Eigenschaften von Werkstoffen, Betriebsstoffen, Textilien und Chemikalien für die Anwendung im Bereich der Wehrtechnik. Zu den sich daraus ergebenden Aktivitäten zählen insbesondere die Durchführung eigener Untersuchungen für Nachweisführungen sowie Eignungs- und Auswahlprüfungen im Rahmen des als Customer Product Management bezeichneten Verfahrens zur Beschaffung von Wehrmaterial für die Bundeswehr, die Erstellung von Gutachten bei Unfällen, Schadens- und Gewährleistungsfällen, die Unterstützung der Bundeswehr im Bereich des Umweltschutzes, der chemischen Sicherheit und des Arbeitsschutzes, die Bearbeitung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sowie die fachliche Unterstützung und Beratung anderer Institutionen bei entsprechenden Projekten.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es hat rund 280 Mitarbeiter, darunter etwa 110 Wissenschaftler und Ingenieure, und ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Ressortforschungseinrichtungen. Es ist in die vier Geschäftsbereiche „Werkstoffe, Bauweise, Strukturen“, „Oberflächentechnologie, Materialschutz, Ausrüstung Soldat“, „Betriebsstoffe, Tribologie“ und „Chemie und Analytik, Sicherheit von Produkten, Arbeits- und Umweltschutz“ sowie einen technisch-betrieblichen und einen wirtschaftlich-administrativen Servicebereich gegliedert. Übergeordnete Behörde des Instituts ist das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr in Aufsicht des Bundesministeriums der Verteidigung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgangspunkt des Wehrwissenschaftlichen Instituts für Werk- und Betriebsstoffe war eine nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges auf dem Fliegerhorst Erding entstandene Röntgenprüfanlage für Brückenbaugeräte der Streitkräfte der Vereinigten Staaten, die später in die Zuständigkeit der Bundeswehr übertragen wurde. Nach entsprechenden Erweiterungen bestand die Einrichtung ab 1959 als „Materialprüfstelle der Bundeswehr“ und nach Angliederung weiterer Institutionen in den Folgejahren ab 1982 als „Wehrwissenschaftliches Institut für Materialuntersuchungen“ (WIM) sowie nach dem Zusammenschluss mit dem "Bundesinstitut für chemisch-technische Untersuchungen" (BICT) in Swisttal ab 1997 als „Wehrwissenschaftliches Institut für Werk-, Explosiv- und Betriebsstoffe“. Nach der Ausgliederung der Arbeitsbereiche des ehemaligen BICT an die Wehrtechnische Dienststelle 91 in Meppen zum Beginn des Jahres 2009 erhielt das Institut seinen gegenwärtigen Namen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]