Weiße Flotte (Mülheim an der Ruhr)

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Der Wasserbahnhof, Heimat der Weißen Flotte, mit festgemachter Heinrich Thöne
Detailaufnahme der Mülheim a. d. Ruhr

Die Weiße Flotte der Betriebe der Stadt Mülheim an der Ruhr führt die Personenschifffahrt auf dem Unterlauf der Ruhr durch. Ihr „Heimathafen“ ist der Wasserbahnhof in Mülheim an der Ruhr.

Die Geschichte der Weißen Flotte geht auf den Beginn der Personenschifffahrt auf der Ruhr gegen Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Auf Initiative des damaligen Oberbürgermeisters Paul Lembke wurden am 18. Juni 1927 die Fahrgastschiffe Mülheim und Kettwig bei der Weißen Flotte in Dienst gestellt, wenige Tage später folgten Oberhausen und Vest Recklinghausen. Da der Andrang der Fahrgäste schon im ersten Jahr an die Kapazitätsgrenze der Schiffe heranreichte, wurden weitere Schiffe gekauft. Sie befuhren unter den Namen Mintard, Sterkrade und Essen die Ruhr. Die Paul Lembke folgte ein Jahr später. Sie war das erste Schiff mit einer doppelstöckigen Passagierzelle. [1]

Während des Zweiten Weltkriegs musste der Betrieb eingestellt werden, da ein großer Teil der Schiffe von der Wehrmacht beschlagnahmt wurde. Sie dienten in den Niederlanden als schwimmende Schreibstube und Kleiderkammer.

Am 22. Mai 1947 wurde mit zwei Schiffen der Betrieb wieder aufgenommen. Die beiden Schiffe waren ein ehemaliges Nordseebäder-Schiff und ein Zollkreuzer. Kurz darauf kam ein drittes hinzu. In den Jahren 1954 bis 1959 legte die Weiße Flotte eine neue Schiffsgeneration auf Kiel. Die vier neuen Schiffe Oberhausen, Friedrich Freye, Stadt Kettwig und Mülheim a. d. Ruhr liefen nach und nach vom Stapel. Die Heinrich Thöne kam im Jahr 1971 dazu. Sie dient als Salonschiff mit Bar und Musikanlage und ist das neue Flaggschiff. Nachdem im Jahr 1996 die Stadt Kettwig verkauft wurde, bildeten die vier Fahrgast- und Konferenzschiffe

  • Heinrich Thöne (Baujahr 1971)
  • Friedrich Freye (Baujahr 1954/55)
  • Mülheim a. d. Ruhr (Baujahr 1959–1975 renoviert und umgebaut)
  • Oberhausen (Baujahr 1954/55)

bis 2011 die Weiße Flotte der Betriebe der Stadt Mülheim an der Ruhr.

Im Jahr 2011 wurde das Fahrgastschiff Oberhausen verkauft, es wird aber seinen Liegeplatz am Wasserbahnhof behalten.[2]

Vom Frühling bis zum Herbst existiert ein fahrplanmäßiger Linienverkehr zwischen dem Wasserbahnhof in Mülheim und Kettwig unterhalb des Kettwiger Sees.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Artikel "Fluss-Fahrten für Generationen" in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung vom 7. Juli 2007
  2. Chronik der Weißen Flotte in Mülheim an der Ruhr (Memento des Originals vom 18. August 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.muelheim-ruhr.de
  3. [1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Website der Weißen Flotte