Weiße Laber

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Weiße Laber
(Oberlauf: Unterbürger Laber)
Weiße Laber in Dietfurt

Weiße Laber in Dietfurt

Daten
Gewässerkennzahl DE: 1388
Lage Bayern (Deutschland)
Flusssystem Donau
Abfluss über Altmühl → Donau → Schwarzes Meer
Quelle im Aubrunnen östlich von Neumarkt in der Oberpfalz
49° 16′ 20″ N, 11° 31′ 45″ O
Quellhöhe ca. 505 m ü. NN
Mündung bei Dietfurt in die AltmühlKoordinaten: 49° 1′ 46″ N, 11° 34′ 47″ O
49° 1′ 46″ N, 11° 34′ 47″ O
Mündungshöhe 355 m ü. NN
Höhenunterschied ca. 150 m
Sohlgefälle ca. 3,4 ‰
Länge 44,7 km[1]
Einzugsgebiet 356,69 km²[1]
Abfluss am Pegel Holnstein[2] MNQ
MQ
MHQ
HHQ (1967)
330 l/s
0,99dep1
9,27dep1
17,7 m³/s
Die Weiße Laber mündet in einen Altarm der Altmühl

Die Weiße Laber mündet in einen Altarm der Altmühl

Die Weiße Laber (auch Weiße Laaber[3]) ist ein 45 km langer linker Nebenfluss der Altmühl in Bayern.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Weiße Laber entspringt im Aubrunnen südlich des Stadtteils Voggenthal von Neumarkt in der Oberpfalz. Wenige Schritte nach dieser Quelle mündet von rechts ein etwa einen Kilometer langer Oberlauf, der westlich des Ortes über dem Ende des Marktwegs in Richtung Höhenberg an der Europäischen Wasserscheide entspringt. Die Weiße Laber fließt von dort durch den Oberpfälzer Jura in Richtung Süden. Sie trägt im Oberlauf bis zum Zusammenfluss mit der Breitenbrunner Laber auch den Namen Unterbürger Laber. Bei Dietfurt teilt sie sich auf und mündet in einen Altarm der Altmühl.

Charakter und Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegen der umgebenden kargen Landschaft wird die Weiße Laber oft auch als Euphrat Bayerns bezeichnet. Auf ihrem Weg nimmt sie neben zahlreichen kleineren Zuflüsse aus Karstquellen auf. Im Tal gibt es Moorbildungen, die vor 3000 Jahren ihren Anfang nahmen. In den noch vorhandenen Resten dieser Moore existieren eine Reihe bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Ein Teil des Tals bei Deining ist als Naturschutzgebiet Tal der Weißen Laaber bei Deining und Weiße Laaber bei Waltersberg ausgewiesen.

Rad- und Wanderwege entlang des idyllischen Gewässers laden zum Erkunden ein.

Der Fluss wurde im Oktober 1786 von Johann Wolfgang von Goethe anlässlich seiner italienischen Reise überquert und damals von ihm als „stinkende Dreckbrühe“ bezeichnet.

Zuflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orte am Fluss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Weiße Laber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Verzeichnis der Bach- und Flussgebiete in Bayern – Flussgebiet Lech bis Naab, Seite 124 des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, Stand 2016 (PDF; 2,9 MB)
  2. Bayerischer Hochwassernachrichtendienst
  3. Deutschland 1010/2011: ADAC Reise Atlas 1:200000 © 2009 MairDumont Media, D-73751 Ostfildern (2.)