Weiße Nächte (Film)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Filmdaten
Deutscher TitelWeiße Nächte
OriginaltitelLe notti bianche
ProduktionslandItalien
OriginalspracheItalienisch
Erscheinungsjahr1957
Länge97 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
Stab
RegieLuchino Visconti
DrehbuchSuso Cecchi D’Amico
Luchino Visconti
ProduktionFranco Cristaldi
MusikNino Rota
KameraGiuseppe Rotunno
SchnittMario Serandrei
Besetzung

Weiße Nächte (Originaltitel: Le notti bianche) ist ein italienischer Spielfilm aus dem Jahre 1957. Der Film entstand nach dem gleichnamigen Kurzroman von Fjodor Dostojewski.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natalia ist eine junge Frau voller Gegensätze, mal himmelhoch jauchzend, mal zu Tode betrübt. Gerade diese Gegensätze ziehen Mario magisch an. Er verliebt sich in die bezaubernde Frau, doch die sieht ihn nur als Freund, mit dem man sich austauschen kann. So erzählt sie Mario, dass sie ihren Untermieter Tenant liebe, dieser aber die Stadt verlassen habe. Sie wisse nicht, wann er zurückkommen werde, aber wenn er zurückkomme, dann werde sie ihn an einer bestimmten Brücke in der Stadt treffen. Natalia geht daraufhin regelmäßig zu dieser Brücke in der Hoffnung, ihren Geliebten wiederzutreffen. Bisher jedoch vergeblich. Mario versucht Natalia von der Liebe zu Tenant abzubringen und stattdessen mit ihm zusammen zu sein. Nach langer Bedenkzeit und schwindender Hoffnung auf das Wiedersehen mit Tenant willigt Natalia ein. Doch genau an diesem Tag kehrt Tenant zurück. Ohne große Rücksicht auf Mario verlässt Natalia ihn und kehrt zu Tenant zurück.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Originalgeschichte von Dostojewski spielt 1850 in St. Petersburg. Visconti verlegt die Geschichte in das zeitgenössische Italien.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Die ausschließlich im Studio realisierte Produktion war eine ‚Übung in Künstlichkeit‘ für den früher auf ‚location shooting‘ spezialisierten Neorealisten Visconti und fesselt durch die raffinierte Verschmelzung von Theaterästhetik und Filmsprache zu einem heiter-melancholischen Traumspiel.“

Der Titel bezieht sich auf die weißen Nächte von St. Petersburg, die Zeit der Sonnenwende im Sommer, wo es nachts nie richtig dunkel wird. Im Film wurde die Bedeutung insofern abgewandelt, als dass in den Nächten Schnee liegt und die Nächte daher weiß sind.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film nahm am Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Venedig 1957 teil und gewann den Silbernen Löwen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Weiße Nächte. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.