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Weiße Weihnachten (Film)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Film
Titel Weiße Weihnachten
Originaltitel White Christmas
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1954
Länge 115 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Paramount Pictures
Stab
Regie Michael Curtiz
Drehbuch Norman Krasna,
Norman Panama,
Melvin Frank
Produktion Robert Emmett Dolan
Musik Irving Berlin
Kamera Loyal Griggs
Schnitt Frank Bracht
Besetzung

sowie im Abspann ungenannt (Auswahl):

Weiße Weihnachten (Originaltitel: White Christmas) ist ein US-amerikanisches Filmmusical aus dem Jahr 1954 in Technicolor. In diesem Film singt Bing Crosby neuerlich das bekannte Weihnachtslied White Christmas. Weiße Weihnachten war der erfolgreichste Film des Jahres an den amerikanischen Kinokassen und zudem der erste Film, der im von Paramount Pictures entwickelten Breitwandformat VistaVision erschien.

Weihnachten 1944: Die zwei Freunde Bob Wallace und Phil Davis sind während des Zweiten Weltkriegs in Europa stationiert. Während einer Weihnachtsfeier für die Soldaten singt Bob, der im Zivilleben ein bekannter Sänger ist, das Lied White Christmas. Kurz nach der Feier wird das Lager angegriffen; Phil zieht Bob von einer umstürzenden Mauer weg und rettet ihm so das Leben. Bob fragt Phil, wie er ihm danken könne – dieser hat einen Song geschrieben und bittet, ihn gemeinsam mit Bob aufführen zu können. Mit anfänglichem Widerwillen stimmt Bob zu.

Nach dem Kriegsende beginnen Bob und Phil eine künstlerische Partnerschaft. Sie treten in Nachtclubs, in Radioshows und am Broadway auf; schließlich beginnen sie auch selbst Musicalshows zu schreiben.

Im Jahr 1954: Beruflich könnte es für Bob und Phil nicht besser laufen, beide sind aber noch alleinstehend. Phil zeigt sich bemüht, seinen Freund Bob mit einer Frau zu verkuppeln. Eines Tages bekommen sie einen Brief von ihrem ehemaligen Kriegskameraden Sergeant Haynes, der sie bittet, sich eine Lieddarbietung seiner beiden Schwestern Betty und Judy anzuhören. Nach der Aufführung enthüllt Betty, dass der Brief in Wahrheit von der ehrgeizigen Judy geschrieben wurde. Als den Schwestern die Verhaftung droht, weil ihnen Sachbeschädigung vorgeworfen wird, verhelfen Bob und Phil ihnen zur Flucht.

Zu viert reisen sie nach Vermont zum nächsten Engagement der Haynes-Schwestern. Phil sieht in der gutmütigen Betty die ideale Partnerin für Bob und versucht gemeinsam mit Judy, die beiden zu verkuppeln. Zufällig stellt sich heraus, dass das Hotel in Vermont von Bobs und Phils früherem Armee-Vorgesetzten, dem inzwischen pensionierten Major General Thomas „Tom“ F. Waverly, geleitet wird. Es befinden sich jedoch nur wenige Gäste im Hotel, da der Winter ausbleibt, und Waverly droht der Bankrott, weil er sein gesamtes Vermögen in den Erwerb und Umbau des Hotels gesteckt hatte. Kurzerhand entschließen sich Bob und Phil, eine Revue auf die Beine zu stellen, um Publikum für das Hotel anzuziehen. Während der Proben für die an Weihnachten geplante Aufführung kommen sich Bob und Betty näher.

Waverly will indessen zurück zur Armee; sein Gesuch wird jedoch wegen seines Alters abgelehnt. Das trifft ihn schwer. Bob telefoniert nach New York, da er für die Revue in einer Fernsehshow werben will. Durch ein Missverständnis denkt Betty jedoch, dass Bob die Revue nur für seine Karriere organisiert und das Unglück von Waverly ausnutzen möchte. Als Betty deshalb plötzlich schweigsam und unglücklich ist, ist sie nach Judys Meinung auf dem besten Wege, sich in Bob zu verlieben; da Betty jedoch nur heiraten würde, wenn Judy schon einen Mann hat, verlobt sich Judy zum Schein mit Phil. Doch Betty reist nach New York ab, um dort ein Engagement anzunehmen.

Bob reist nach New York und bittet Betty vergeblich, zurückzukommen. Anschließend geht Bob in die in New York gedrehte Fernsehshow, wo er Major General Waverlys alte Kameraden bittet, an Heiligabend zur Revue nach Vermont zu kommen. Von seinem Aufruf gerührt und von der Ernsthaftigkeit seines Anliegens überzeugt, reist Betty zurück nach Vermont, um doch an der Revue teilzunehmen. Waverlys zahlreich erschienene Kameraden bereiten ihrem Generalmajor eine rührende Begrüßung, an diesem Abend fällt auch endlich der ersehnte Schnee. Bob und Betty werden ein Paar, ebenso wie Phil und Judy.

Das titelgebende Lied White Christmas hatte Irving Berlin bereits 1940 komponiert. 1942 wurde es schon einmal für den Soundtrack des Schwarz-Weiß-Films Musik, Musik (Holiday Inn) verwendet; die dort ebenfalls von Bing Crosby gesungene Aufnahme hatte bei der Oscarverleihung 1943 den Preis für den besten Filmsong gewonnen.

Es ist der erste im VistaVision-Breitwandformat gedrehte Film. Der Ton wurde im Perspecta-Verfahren aufgezeichnet, einer billigen Alternative zum Stereo-Ton.

„Ein sentimental-anspruchsloser Unterhaltungsfilm, reizvoll vor allem durch die Melodien von Irving Berlin und die choreografisch, tänzerisch und musikalisch perfekten Revueszenen. Eine Variation des Films Musik, Musik aus dem Jahr 1942, erneut um den Erfolgsschlager White Christmas herumgestrickt.“

Lexikon des internationalen Films[1]

1955 wurde Irving Berlin für das Lied Count Your Blessings Instead of Sheep in der Kategorie Bester Song für den Oscar nominiert.

Einzelnachweise

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  1. Weiße Weihnachten. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.