Weißenburg in Bayern

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Weißenburg i. Bay.
Weißenburg in Bayern
Deutschlandkarte, Position der Stadt Weißenburg i. Bay. hervorgehoben
Koordinaten: 49° 2′ N, 10° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Weißenburg-Gunzenhausen
Höhe: 422 m ü. NHN
Fläche: 97,57 km²
Einwohner: 17.976 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 184 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91781
Vorwahl: 09141
Kfz-Kennzeichen: WUG, GUN
Gemeindeschlüssel: 09 5 77 177
Stadtgliederung: 27 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 19
91781 Weißenburg i.Bay.
Webpräsenz: www.weissenburg.de
Oberbürgermeister: Jürgen Schröppel (SPD)
Lage der Stadt Weißenburg i. Bay. im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Gunzenhausen Absberg Alesheim Muhr am See Bergen (Mittelfranken) Burgsalach Dittenheim Ettenstatt Haundorf Heidenheim (Mittelfranken) Höttingen Langenaltheim Markt Berolzheim Meinheim Nennslingen Pappenheim Pfofeld Polsingen Solnhofen Theilenhofen Treuchtlingen Weißenburg in Bayern Westheim (Mittelfranken) Raitenbuch Pleinfeld Gnotzheim Ellingen Landkreis Donau-Ries Landkreis Roth Landkreis Ansbach Landkreis EichstättKarte
Über dieses Bild

Weißenburg in Bayern (amtlich Weißenburg i.Bay., früher Weißenburg im Nordgau, Weißenburg am Sand) ist eine Große Kreisstadt im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und Sitz des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen.

Die Altstadt Weißenburgs zählt zu den beeindruckendsten Stadtkernen und Denkmalensembles der Region. Ausgehend von einer römischen Siedlung um das Kastell Biriciana – der Limes lag nur wenige Kilometer entfernt – und 867 erstmals urkundlich erwähnt, entstand die Stadt um einen karolingischen Königshof und erhielt im frühen 14. Jahrhundert den Status einer Freien Reichsstadt, den sie bis 1802 behaupten konnte.[2] Das historische Stadtbild wird geprägt von der weitgehend erhaltenen Stadtmauer, dem gotischen Rathaus, der Stadtkirche St. Andreas und dem Ellinger Tor.

Weißenburg in Bayern ist mit knapp 18.000 Einwohnern die einwohnerreichste und mit einer Fläche von 97,55 Quadratkilometern die zweitgrößte Gemeinde des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nahe Wülzburger Berg mit der Wülzburg

Weißenburg liegt in dem als Altmühlfranken bezeichneten Teil Westmittelfrankens, südlich von Nürnberg, nordwestlich von Ingolstadt, nördlich von Augsburg und südöstlich von Ansbach. Durch die Stadt fließt die Schwäbische Rezat, im Süden verläuft die Fossa Carolina. Andere Gewässer auf dem Gebiet der Stadt sind der Bösbach, der Weimersheimer Bach, der Hammerstadtgraben, der Kühlenbach und die Schambach. Rund vier Kilometer südlich von Weißenburg fließt die Altmühl vorbei. Sie wird durch die Europäische Hauptwasserscheide zwischen Weißenburg und Treuchtlingen nach Süden umgelenkt.

Die Stadt liegt im Naturpark Altmühltal und in der Weißenburger Bucht. Sie ist Namensgeber der Weißenburger Alb, neben der Eichstätter Alb der zweite südwestliche Teil der Fränkischen Alb. Während sich im Westen und Norden die breite Offenlandschaft des Albvorlandes mit Wiesen und Feldern befindet, liegt im Süden und Osten der Albtrauf mit den Erhebungen Wülzburger Berg mit der Wülzburg, Auf der Ebene, Schroppenwinkel und der Rohrberg. Weitere Berge sind der Eichelberg, die Steinplatte und der Steinberg.

Rund einen Kilometer südlich der Altstadt erstreckt sich der Ludwigswald an der Ludwigshöhe, im Norden befinden sich Ausläufer des Ellinger Waldes. Weißenburg liegt im Fränkischen Keuper-Lias-Land. Zu diesem Gebiet gehören der Flüglinger Berg und der Trommetsheimer Berg. Im Süden befindet sich das Laubental. Durch Weißenburg führen die Bundesstraßen 13 und 2. Östlich der Stadt liegt das Naturschutzgebiet Quellhorizonte und Magerrasen am Albtrauf bei Niederhofen. Von Pappenheim umschlossene Exklaven der Stadt Weißenburg befinden sich zwischen Rothenstein und Bieswang.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbargemeinden sind:

Ellingen Höttingen, Ettenstatt Bergen
Alesheim Nachbargemeinden Burgsalach
Treuchtlingen Pappenheim Raitenbuch, Schernfeld

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weißenburg hat 27 Ortsteile:[3]

Es existieren die Gemarkungen Dettenheim, Emetzheim, Haardt, Holzingen, Kattenhochstatt, Oberhochstatt, Rothenstein, Suffersheim, Weiboldshausen und Weimersheim. Ferner gibt es die nicht als amtliche Ortsteile anerkannten Wohnplätze Sommerkeller, Aumühle, Glaserhaus, Birkhof, Rohrwalk, Hohenmühle, Bosmühle, Habermühle, Lettenmühle, Silbermühle, Kreuzwirtshaus, Ziegelstadel, Am Laubenbuch, Am Siebenkreuzhof und Waldhof.

Ausdehnung des Stadtgebiets[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nord-Süd-Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt 11,8 Kilometer, in Ost-West-Richtung sind es 15,2 Kilometer. Die Stadt hat einen Umfang von rund 61 Kilometern. Die Gesamtfläche beträgt 97,55 Quadratkilometer, damit ist Weißenburg nach der Fläche die zweitgrößte Stadt im Landkreis. 6,26 Quadratkilometer sind mit Häusern bebaut. Die Landwirtschafts- und Grünflächen umfassen 49,79 Quadratkilometer, 5,34 Quadratkilometer werden als Verkehrsflächen genutzt und 35,75 Quadratkilometer sind Waldflächen. Die Wasserfläche beträgt 0,43 Quadratkilometer.[4]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klimadiagramm von Weißenburg[5]

Weißenburg hat ein humides kühlgemäßigtes Übergangsklima, das weder sehr kontinental noch sehr maritim ausgeprägt ist. Die monatlichen Durchschnittstemperaturen schwanken zwischen −1,7 °C im Januar und 17,1 °C im Juli. Die Durchschnittstemperatur beträgt 7,9 °C. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt 670 Millimeter, wobei es im März am trockensten und im Juli am feuchtesten ist. Wegen der Nähe zu den Bergen der Fränkischen Alb ist die Gegend um Weißenburg viel trockener als die Nachbargegenden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Besiedlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein um das Jahr 90 errichtetes römisches Holz-Erde-Kastell wurde um die Mitte des 2. Jahrhunderts durch ein gemauertes Steinkastell von 3,1 Hektar Größe ersetzt. Wohl um 253, spätestens 254, wurden Kastell und Vicus im Zuge der Alemanneneinfälle zerstört. Die Schlussmünzen aus einem Münzschatzfund an der Via principalis dextra datieren auf die Jahre 251 und 253.

Das Kastell war bis auf eine kleinere Unterbrechung durchgängig von der Ala I Hispanorum Auriana (1. Spanische Kavallerie-Einheit Auriana) belegt. Eine ebenfalls in Weißenburg bezeugte Cohors IX Batavorum equitata milliaria exploratorum (9. Batavische teilberittene Aufklärungskohorte, 1000 Mann stark) muss dem zweiten, im Osten gelegene Holzkastell zugerechnet werden, das sich etwa 1,6 Kilometer östlich im Flurstück Breitung befand und nur vorübergehend in trajanischer oder hadrianischer Zeit genutzt wurde. Nahe dem Kastell wurden in den Jahren 90, 130 und 180 ein Vicus und eine Therme erbaut und umgebaut.

Im Winter 1867 wurde bei Bauarbeiten der Eisenbahnlinie Treuchtlingen-Pleinfeld von Bauarbeitern ein 15 cm großes Bronzetäfelchen gefunden. Dabei handelt es sich um das Militärdiplom vom 30. Juni 107 n. Chr. für den Soldaten Mogetissa, das die ehrenvolle Entlassung bekundet. Damals war seine Einheit Ala I Hispanorum Auriana in Weißenburg stationiert. Aus der Provinz Raetien sind bisher 70 solcher Diplome bekannt. Die ehrenvolle Entlassung nach 25 oder mehr Jahren aus der Armee waren der Grund für die Ausfertigung solcher Urkunden. Die Verleihung des römischen Bürgerrechts und das Recht zur Eheschließung waren damit verbunden. Letzteres war besonders wichtig, weil römische Soldaten während ihrer aktiven Dienstzeit ledig bleiben mussten,

Mogetissa ist mit seiner Frau Verecunda und der gemeinsamen Tochter Matrulla der erste namentlich bekannte Einwohner des heutigen Weißenburg.[6][7][8][9]

Es gibt keine Belege für die direkte Fortführung der Siedlung um das Kastell nach dem Abzug der Römer. Vielmehr deuten Reihengräberfriedhöfe auf eine merowingische Neubesiedlung etwa 600 Meter östlich des ehemaligen Kastells hin. Dieses fränkische Dorf am heutigen Stadtbach oder Volkammersbach hob sich im 7. Jahrhundert nicht von den anderen Dörfern der Umgebung ab. Die erste Pfarrkirche St. Martin unterhalb der heutigen Schranne ist ein Hinweis auf ein Dorf in der späten Merowinger- und frühen Karolingerzeit. Neben diesem Dorf entstand um das Ende des 7. Jahrhunderts im Westen ein Königshof, der wahrscheinlich zur sogenannten Regnitz-Rezat-Linie gehörte. 793 n. Chr hielt sich vermutlich Karl der Große in der Stadt während des Baus der Fossa Carolina weiter südlich auf.

Die erste urkundliche Erwähnung von Weißenburg war am 14. Juni 867 als „Uuizinburc“ in der Schenkungsurkunde König Ludwigs des Deutschen an das Kloster Metten[10]. Im Jahre 1028 wurde die Stadt Königsgut der Salier, später der Staufer[11]. In dieser Zeit wurde das Benediktinerkloster Peter und Paul auf dem Wülzburger Berg gebaut.

Mittelalter, Reformation und napoleonische Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1725 entstandener Kupferstich von Johann Baptist Homann, der als Prospekt und Grundriss von Weißenburg diente.
Schießgrabenmauer
Seeweihermauer

Die erste Stadtmauer stammt aus dem 12. und 13. Jahrhundert (Obertor = 1110, Spitaltor = 1152). 1188 wurde Weißenburg daher erstmals als burgus bezeichnet. Im 14. Jahrhundert wurde mit einem kaiserlichen Steuerprivileg die Stadtmauer nach Süden hin verlagert. Zusätzlich zur Mauer wurde noch ein 30 Meter breiter Graben um die Stadt angelegt, der im südlichen Teil mit Wasser gefüllt war und noch heute gefüllt ist. Die Stadtmauer hatte mehrere Dutzend Türme, von denen nur noch 38 erhalten sind. Die meisten Türme haben eine viereckige Grundform. Der Scheibleinsturm ist der einzige noch erhaltene runde Turm; der Fünfeckturm ist der einzige fünfeckige Turm.

Die Stadtwerdung erfolgte im 13. Jahrhundert. In der Reichssteuer-Matrikel von 1241 wird Weißenburg benannt.(66. Item de Wizenburc XL mr)[12] In einem Krieg zwischen den Herzögen von Oberbayern und den Marschällen von Pappenheim wurde Weißenburg im Jahr 1262 durch Ludwig den Strengen völlig zerstört. 1296 wurde das wieder aufgebaute Weißenburg eine Reichsstadt, die die ärmste fränkische Reichsstadt war. 1322 nahm vermutlich eine Gruppe von Weißenburgern in der Schlacht bei Mühldorf unter Seyfried Schweppermann teil. 1327 wurde die St.-Andreas-Kirche, die Stadtkirche Weißenburgs, geweiht. 1338 schenkte Ludwig der Bayer der Stadt den Stadtwald, der jahrhundertelang die wichtigste Geldquelle der Stadt war. 1377 wurde die Ratsverfassung verfasst, wodurch im Rat der Stadt das Patriziat vom Bürgertum abgelöst wurde. 1447 wurde der Stadt ein bürgerliches Spital gestiftet, welches mit dem Spital der Karmeliter konkurrierte. 1481 überschuldete sich die Stadt so sehr, dass der König den gesamten Rat ins Gefängnis werfen ließ und einen neuen Rat einsetzte. 1490 schien die Finanzkrise überwunden zu sein, weshalb ein Umbau der Stadtkirche geplant war, der aber wegen Geldmangels kürzer gesetzt werden musste. Von 1449 bis 1450/51 verzögerten sich mehrere Bauprojekte wegen des süddeutschen Städtekriegs. Ab 1500 gehörte Weißenburg zum Fränkischen Reichskreis. Am 15. November 1530 wurde mit einer großen Mehrheit in der St.-Andreas-Kirche beschlossen, die Confessio Augustana anzunehmen und dadurch evangelisch zu werden. 454 Bürger waren zur Abstimmung gekommen und entschieden sich mit überwältigender Mehrheit für den evangelischen Glauben. Lediglich sieben Bürger wollten weiter bei ihrem katholischen Glauben bleiben und verließen schon bald darauf die Stadt.[13] Wegen der möglichen Konsequenzen war das, wie auch in Windsheim, ein gewagter Schritt für diese kleinen Reichsstädte.[14] Um diese Zeit besuchte Philipp Melanchton zweimal nachweislich die Stadt. Als eine der ersten Reichsstädte erklärte sie auf dem Reichstag in Augsburg 1530 öffentlich ihr Bekenntnis zur Confessio Augustana. Von 1588 bis 1610 baute das Fürstentum Ansbach das Kloster auf dem Wülzburger Berg zur Artilleriefestung Wülzburg um, trotz des Widerstands des Deutschen Ordens, des Bistums Eichstätt, der Marschälle von Pappenheim und der Reichsstadt Weißenburg.[15]

Die Festung Wülzburg 1656

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt wegen der nahen Festung Wülzburg mehrfach belagert, beschossen und geplündert, am folgenschwersten im Januar 1647. 1631 wurde die Festung von den Truppen von Tilly eingenommen und 1634 niedergebrannt. 1688, 40 Jahre nach dem Ende des Krieges, standen immer noch 29 Gebäude in Weißenburg leer und erst am Ende des 17. Jahrhunderts wurden Neubauten erstellt. Trotzdem gelang es der Stadt, nach dem Friedensschluss alle früheren Rechte zurückzuerhalten. Während der Napoleonischen Kriege wurde die Stadt wiederholt besetzt. 1798 wurden die Räuber der Großen Fränkischen Diebes- und Räuberbande in der Wülzburg inhaftiert, darunter Franz Troglauer. Einige wurden hingerichtet, andere wurden ins Zuchthaus gebracht. Ab 1801 verkaufte Weißenburg aus Geldnot seine Stadtmauer. Im September 1802 verlor die Stadt ihre Reichsfreiheit, kam zuerst an Kurbayern, dann 1804 an Preußen und 1806 endgültig zum Königreich Bayern. Erst im 19. Jahrhundert wuchs Weißenburg über seine mittelalterlichen Mauern hinaus.

Die Namensbezeichnung der Stadt änderte sich von Weißenburg am Sand oder Weißenburg am Nordgau (18. Jahrhundert)[16] in Weißenburg in Bayern. Weißenburg lag am Nordgau, gehörte jedoch nicht dazu.[17] Das Sandgebiet, das sich von Bamberg über Nürnberg aus nach Süden bis Weißenburg erstreckt, gab in jener Zeit auch Roth am Sand seinen Namen.[18]

Jüngere Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1808 wurde das Landgericht Weißenburg errichtet, das zunächst zum Altmühlkreis, ab 1810 zum Oberdonaukreis und ab 1817 zum Rezatkreis gehörte, der 1838 in Mittelfranken umbenannt wurde. Die Landgerichte von Ellingen und Pappenheim bildeten ab 1862 mit dem Landgericht Weißenburg das Bezirksamt Weißenburg. Die Stadt Weißenburg schied 1863 aus dem Bezirksamt Weißenburg aus und wurde eine kreisunmittelbare Stadt. Im Rahmen der Gemeindegebietsreform 1972 wurden der Landkreis Weißenburg in Bayern, der Landkreis Gunzenhausen sowie die bisher kreisfreie Stadt Weißenburg zu einem neuen Landkreis vereinigt mit dem Namen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.

Postkarte von 1914 mit französischen Kriegsgefangenen auf der Wülzburg

Im 19. Jahrhundert wurden viele Gebäude in der Altstadt abgerissen, zum Beispiel das Frauentor (1878), das Obertor (1874), der Schrecker-Turm (1824/1825) und ein Teil der Schanzmauer (1874). Der geplante Abriss des Ellinger Tors und des Alten Rathauses wurden nie realisiert. 1882 kaufte die Stadt Weißenburg fast die gesamte Wülzburg auf, die seit Jahren leer stand. Am 29. Juli 1821 unterschrieb König Maximilian I. Joseph ein Edikt, mit dem die Stadt den nahen Stadtwald als Kommunaleigentum erhielt. 1904 wurde der Namenszusatz in Bayern gewählt; der Zusatz in Franken war nie im Gespräch. Die Festung Wülzburg war während des Ersten und Zweiten Weltkriegs ein Gefangenenlager. 1918 war der spätere französische Präsident Charles de Gaulle Kriegsgefangener in der Wülzburg. Der einzige Bombenangriff während des Zweiten Weltkrieges auf Weißenburg fand am 23. Februar 1945 gegen 12:30 Uhr im Zuge der Operation Clarion statt. Ein Bomber vom Typ Boeing B-17 („Fliegende Festung“) der US Air Force hatte den Anschluss an seine Staffel verloren und warf seine eigentlich für das benachbarte Ellingen bestimmte Bombenlast von 1800 kg Splitterbomben auf den südlichen Bereich des Platzes Am Hof ab. Dabei wurden 22 Menschen getötet, darunter neun Kinder. Ein Gedenkstein am Südfriedhof erinnert an die Opfer.[19] Kriegsende war in Weißenburg am 23. April mit dem kampflosen Einmarsch der Amerikaner. Von 1946 bis 1947 wurden während des Weißenburger Pogromprozesses 57 Personen verurteilt, darunter der damalige Weißenburger Bürgermeister Michael Gerstner.[20] Weißenburg gehörte zur Amerikanischen Besatzungszone. Etwa 6000 Heimatvertriebene aus dem Sudetenland und Schlesien ließen sich in Weißenburg nieder.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 2000 2009 2011 2014 2015
Einwohner[21] 7.952 8.238 9.638 10.952 11.634 18.112 17.591 18.076 17.445 17.763 17.519 17.420 17.807 17.976

Weißenburg ist die größte Stadt im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Im Jahr 2009 waren 9103 Einwohner weiblich und 8416 männlich. Es gab 130 Lebendgeborene, 246 Verstorbene, 756 Zuzüge und 738 Wegzüge. In der Stadt gibt es 4398 Wohngebäude mit 8593 Wohnungen. Die Einwohner haben durchschnittlich eine Wohnfläche von 44,97 Quadratmeter zur Verfügung, was leicht über dem bayrischen Durchschnitt von 42 Quadratmeter liegt. Gut 53 Prozent der Bevölkerung gehören dem evangelischen Glauben, knapp 29 Prozent dem katholischen Glauben und rund 17 Prozent anderen Glaubensrichtungen an, hauptsächlich der islamischen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eingemeindungen fanden am 1. Juli 1972[22] und am 1. Mai 1978[23] statt. Von der am 1. Mai 1978 aufgelösten Gemeinde Weiboldshausen kam der Ortsteil Hagenbuch mit etwa 250 Einwohnern zu Weißenburg.

Ehemalige Gemeinde Eingemeindungsdatum
Dettenheim 1. Juli 1972
Emetzheim 1. Mai 1978
Haardt 1. Mai 1978
Holzingen 1. Juli 1972
Kattenhochstatt 1. Juli 1972
Oberhochstatt 1. Mai 1978
Rothenstein 1. Juli 1972
Suffersheim 1. Mai 1978
Weimersheim 1. Juli 1972

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[24]
 %
50
40
30
20
10
0
40,6 %
34,5 %
9,0 %
9,4 %
3,8 %
2,8 %
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Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusammensetzung des Stadtrates (Stand Kommunalwahl am 16. März 2014):[25]

Die (Ober-)Bürgermeister der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1807–1821 Johann Jakob Roth
  • 1821–1825 Georg Friedrich Zencker
  • 1826–1832 Karl Meyer
  • 1832–1834 Christian Böhm
  • 1834–1846 Georg Adam Voltz
  • 1846–1854 Karl Castner
  • 1854–1887 August Fleischmann
  • 1887–1897 Wilhelm Söldner
  • 1897–1898 Friedrich Krebs
  • 1898–1905 Hans Küfner

Patenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1955 wurde die Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus der Städten Kaaden, Duppau und Klösterle an der Eger und dem Kreis Kaaden übernommen. Zum 50-jährigen Jubiläum der Patenschaft wurde 2005 das Haus Kaaden im Reichsstadtmuseum eröffnet.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Weissenburg.png

1481 erhielt Weißenburg vom Kaiser Friedrich III. sein Stadtwappen.[26] Die Blasonierung lautet: „In Rot eine silberne Burg mit zwei Zinnentürmen, darüber schwebend ein goldener Schild mit schwarzem Doppeladler.“ Der schwarze Doppeladler ist der Reichsadler und weist auf das Heilige Römische Reich Deutscher Nation hin, als Weißenburg eine Freie Reichsstadt war. Von 1808 bis 1835 stand im kleinen Schild anstelle des Adlers ein großes W.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Römermaske von Roland Ottinger an der Bundesstraße nach Augsburg
  • Das Bergwaldtheater Weißenburg ist eine Freilichtbühne. Es wurde 1928 nach Plänen des Gartenarchitekten Bernhard Nill in einem ehemaligen Steinbruch errichtet und 1929 mit einer Aufführung des Weißenburger Waldspiels von Johanna Arntzen eingeweiht.
  • Die Fossa Carolina war eine im Jahr 793 gebaute Verbindung zwischen den großen Flusssystemen von Rhein/Main und Donau. Der Karlsgraben ist damit in gewisser Weise Vorläufer des Ludwig-Donau-Main-Kanals und des Main-Donau-Kanals. Einige Überreste der Fossa Carolina befinden sich auf dem Stadtgebiet.
  • Seit 1882 ist die gut erhaltene Renaissance-Festung Wülzburg auf einem nahen Berg oberhalb der Stadt im Besitz Weißenburgs. Sie war ursprünglich ein Benediktinerkloster, das 1588 in eine Festung umgewandelt wurde. Seit 1968 hat sie den Rang eines National bedeutenden Baudenkmals.
  • Am 3. August 2015 wurde an der Bundesstraße 2 Richtung Augsburg an der Ausfahrt Römerbrunnenweg die Römermaske des Künstlers Roland Ottinger aufgestellt.[27]

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die Urpfarrei St. Martin entstand um 700 im ältesten Teil der Altstadt. 1329 wurde die Martinskirche als Stadtkirche von der St.-Andreas-Kirche abgelöst. Im Zuge der Reformation im Jahr 1534 wurde die Kirche profaniert. 1863 wurde sie abgebrochen und durch einen von Eduard Bürklein entworfenen Neubau, der heutigen Schranne, ersetzt. Eine weitere, nicht mehr existierende Kirche wurde 1182 vermutlich auf den Grundmauern einer Kapelle gebaut und 1290 abgerissen. 1520 war anstelle der Synagoge eine hölzerne Marienkapelle geplant, die wegen der Reformation nie gebaut wurde.

Die gotische, jetzt evangelische Stadtpfarrkirche St. Andreas wurde 1327 geweiht, um 1400 erweitert, 1891 erhöht und 1958 in ihre ursprüngliche gotische Gestalt zurückverwandelt. Der Hallenchor der denkmalgeschützten Kirche ist relativ hoch und gilt als herausragendes Werk der süddeutschen Spätgotik.

1447 wurde die jetzt evangelische Spitalkirche zum Heiligen Geist errichtet und 1729 durch Gabriel de Gabrieli barockisiert. Sie bildete eine wichtige Geldquelle für die Reichsstadt.

Die katholische St.-Willibalds-Kirche wurde 1871 geweiht und mehrmals renoviert und restauriert. Die katholische Heilig-Kreuz-Kirche vom Architekten Alexander von Branca wurde in den 1960er Jahren in Form eines griechischen Kreuzes erbaut.

Die evangelisch-methodistische Kirchengemeinde von Weißenburg hat ein eigenes Kirchengebäude, die Christuskirche.

Klöster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das älteste Kloster der Stadt wurde 1238 als Frauenkloster nach den Regeln des Augustinus außerhalb der Stadtmauer gegründet. 1276 zogen die Nonnen nach schweren Schäden am Kloster im Städtekrieg 1262 nach Adlersberg. Durch die Stadterweiterung befand sich das leerstehende Gebäude mitten in der Kernstadt und wurde 1331 Spital, 1536 Sitz des markgräflichen Verwalters und ist seit 1812 ein Teil des Bezirksamts, jetzt Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen.

1325 zogen die Karmeliter nach Weißenburg und gründeten das Kloster Weißenburg. Das barockisierte Kirchengebäude ist jetzt das Kulturzentrum der Stadt.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Büchereien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtbibliothek Weißenburg befindet sich in der Alten Post neben dem Landratsamt. Es gibt dort einen öffentlichen Internetanschluss und über 42.000 Medieneinheiten auf einer Fläche von 1000 Quadratmeter.[28] Die Bücherei wurde nach der Renovierung und Erweiterung im Juli 2001 wiedereröffnet.

Die Katholische Öffentliche Bücherei Weißenburg in der Heilig-Kreuz-Kirche hat über 9000 Bücher.

Im Ellinger Tor befindet sich die Historische Ratsbibliothek Weißenburg, die jedoch nicht öffentlich zugänglich ist.

Parkanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Klostergarten des Karmeliterklosters wurde früher als Brauereihof genutzt. 1976 erwarb die Stadt Weißenburg die gesamte Anlage samt Klostergebäude. Während das Kloster zu einem Kulturzentrum umgebaut wurde, wurde der 719 Quadratmeter große Klostergarten im Jahr 2000 eröffnet. Dort befinden sich eine Statue der heiligen Walburga von Ernst Steinacker und ein Brunnen als Nachbildung eines Brunnens im Reichsstadtmuseum.

Der Stadtgarten war früher die Gartenanlage des Krankenhauses und ist seit 1985 ein öffentlicher Park mit einer Größe von einem Hektar. Der Stichvillenpark, auch Seeweiherpark genannt, wurde 1835 um die klassizistische Stichvilla im Stil der Englischen Gärten angelegt. Die Parkanlage befindet sich an der Seeweihermauer und ist 1,3 Hektar groß.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Apothekenmuseum

Im Apothekenmuseum in den Kellergewölben des Blauen Hauses an der Rosenstraße wird eine Apothekeneinrichtung aus der Zeit Ende des 19. Jahrhunderts gezeigt. Der Betreiber ist die 1979 gegründete Stiftung Kohl’sche Einhorn-Apotheke zur Erinnerung an den Apotheker und Limesforscher Wilhelm Kohl.[29]

Das Römermuseum mit dem 1979 gefundenen Weißenburger Römerschatz ist ein Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung München. Schwerpunkte der Ausstellung sind die vor- und frühgeschichtlichen Kulturen der Region. Im Römermuseum befindet sich das Bayerische Limesinformationszentrum. Das Reichsstadtmuseum mit den Themenbereichen Musik und Wissenschaft, Handel, Kirche, Handwerk und Zünfte macht die Geschichte der ehemaligen Reichsstadt Weißenburg anschaulich. 2005 wurde das Museum mit der Abteilung Haus Kaaden erweitert, das die Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei nach dem Zweiten Weltkrieg und deren Integration im Raum Weißenburg thematisiert.

Das Brauereimuseum der Brauerei Schneider zeigt historische Braugeräte.

Gedenkstätte Fallgarten/Russischer Friedhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkstein an Erwin Schulhoff auf dem Russischen Friedhof

Von den während des Zweiten Weltkriegs auf der Wülzburg als Zwangsarbeiter untergebrachten sowjetischen Kriegsgefangenen verloren über 40 ihr Leben. Sie wurden im Fallgarten begraben, an sie erinnert ein Mahnmal ohne nähere Angaben zum Sachverhalt.[30]

Kulturzentrum Karmeliterkirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kulturzentrum (links) vom Kaiser-Ludwig-Brunnen aus gesehen

1325 gründeten die Karmeliter ein Kloster in Weißenburg. 1544 kaufte die Reichsstadt Weißenburg das Kloster. Eine Barockisierung fand 1729 statt. 1976 erwarb die Stadt Weißenburg das einsturzgefährdete Gebäude und ließ es von 1981 bis 1983 renovieren. Am 15. Oktober 1983 wurde das Kulturzentrum Karmeliterkirche als Tagungs-, Ausstellungs- und Kongressgebäude der Stadt eröffnet.

Weißenburger Kirchweih[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Weißenburger Kirchweih

An der Kerwa (Kirchweih) vom dritten bis vierten Sonntag im August treffen sich Weißenburger aus der ganzen Welt. Die erste urkundliche Erwähnung der Kirchweih war 1455. Der Kirchweihfestzug findet am vierten Augustsonntag statt. Mit geschätzten 70.000 Besuchern ist die Weißenburger Kirchweih das größte Volksfest im südlichen Franken. Die Auswanderer nach Amerika feierten im 19. Jahrhundert die Weißenburger Kirchweih in New York.

Weißenburger Stadtwald[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Weißenburger Stadtwald

Der 1338 von Ludwig dem Bayern geschenkte Weißenburger Stadtwald an der Ludwigshöhe, östlich der Stadt, hat eine Fläche von 2540,1 Hektar. 1350 vergrößerte sich die Fläche durch eine zweite Waldschenkung. 1821 überließ König Maximilian I. Joseph den gesamten Wald der Stadt. Er ist jetzt ein Mischwald mit großem Fichten- und Buchenbestand und das Erholungs- und Wandergebiet der Weißenburger. Innerhalb des Waldes gibt es zwei Naturschutzgebiete und zwei Naturdenkmäler. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt im Stadtwald 7 °C; der Jahresniederschlag 750 Millimeter.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Statue Martin Luthers am Vorplatz der Stadtkirche

Christentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich gehörte Weißenburg zum Bistum Eichstätt. Am 15. November 1530 wurde mit einer großen Mehrheit unter Peter von Preu (1464–1550) als Herr des Innern Rates und Wahlherr in der St.-Andreas-Kirche zu Weißenburg beschlossen, die Confessio Augustana anzunehmen und evangelisch zu werden. Seit den 1850er Jahren stieg der Anteil der Katholiken in Weißenburg an: 1860 hatte die Stadt 156 Katholiken, 1872 waren es bereits 470 und 1970 lebten 5.844 Katholiken und 11.690 Protestanten in Weißenburg. Der starke Anstieg an Katholiken sowie an Konfessionslosen und Methodisten nach dem Zweiten Weltkrieg beruht auf den rund 6.000 Heimatvertriebenen, die nach Weißenburg kamen. Heute gehören gut 53 Prozent der evangelischen Konfession, knapp 29 Prozent der katholischen Kirche und rund 17 Prozent anderen Glaubensrichtungen an, hauptsächlich dem Islam.

Judentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende des 13. Jahrhunderts siedelten sich die ersten Juden in Weißenburg an. 1298 wurden mehrere Juden während der Rintfleisch-Verfolgung umgebracht. 1348 und 1349 gab es wegen der Pest ebenfalls eine Judenverfolgung. Die noch bestehende Judengasse wurde 1514 erstmals erwähnt. Nach der Vertreibung der Juden 1520 ist in Weißenburg mit Ausnahme während des Dreißigjährigen Krieges keine jüdische Gemeinde mehr nachweisbar, jedoch in den Nachbardörfern. An die Juden der Stadt erinnert ein Grabstein mit hebräischer Inschrift im Reichsstadtmuseum.

Christliche Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Islam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fatih Camii der Türkisch Islamischen Gemeinde Weißenburg

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Industrie- und Handelskammergremium Weißenburg

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Weißenburg treffen die Bundesstraßen Bundesstraße 2 und 13 aufeinander, die gemeinsam eine Ortsumgehung östlich des Ortes bilden. Im Westen befindet sich der 1869 eröffnete Bahnhof Weißenburg an der Bahnstrecke Nürnberg–Augsburg. Der öffentliche Personennahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg sichergestellt.

Durch den Ort führt der Deutsche Limes-Radweg. Er folgt dem Obergermanisch-Raetischen Limes über 818 km von Bad Hönningen am Rhein nach Regensburg an der Donau.

Behörden und Institutionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Stadtverwaltung selbst befinden sich noch folgende Behörden in der Stadt:

Große ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptgebäude der Gutmann AG, des größten Arbeitgebers Weißenburgs

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Weißenburg erscheinen folgende Medien:

  • Weißenburger Tagblatt, örtliche Tageszeitung
  • Stadtzeitung Weißenburg, wöchentliches Anzeigenblatt
  • Wochenanzeiger, wöchentliches Anzeigenblatt
  • Wochen Zeitung Weißenburg, wöchentliches Anzeigenblatt
  • Carpe Diem, monatliches Kulturmagazin
  • Weissenburg Aktuell, Online-Stadtmagazin[31]

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundschule Weißenburg mit drei Schulhäusern
  • Mittelschule
  • Staatliche Realschule
  • Staatliche Berufsschule
  • Landwirtschaftsschule
  • Staatliche Fachoberschule und Staatliche Berufsoberschule
  • Werner-von-Siemens-Gymnasium
  • Berufsbildungszentrum Weißenburg der Rummelsberger Anstalten e. V.
  • Berufsfachschule für Krankenpflege auf der Wülzburg
  • Fachschule für Kunststofftechnik (staatlich anerkannt)
  • Private Schule zur individuellen Lebensbewältigung der Lebenshilfe e. V.
  • Sonderpädagogisches Förderzentrum (Biberschule)
  • Sing- und Musikschule Weißenburg e. V.

Klinik Weißenburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kreisklinik Weißenburg ist eines von drei Krankenhäusern im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und gehört seit 2002 zusammen mit der Klinik Gunzenhausen zum selbständigen Kommunalunternehmen Klinikum Altmühlfranken. Die Klinik gibt es seit 1985,[32] nachdem das Städtische Krankenhaus nach 100 Jahren seinen Betrieb eingestellt hatte.

Die Klinik Weißenburg dient der Grund- und Regelversorgung. Sie hat 190 Betten und 350 Beschäftigte in den Fachabteilungen Innere Medizin, Interdisziplinäres Bauchzentrum, Intensivmedizin, Allgemein-, Viscural- und Thoraxchirurgie, Gynäkologie, HNO-Heilkunde, Onkologie und Urologie. Jährlich werden rund 8000 Patienten behandelt und 5000 operative Eingriffe vorgenommen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen mit Bezug zu Weißenburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Weißenburg in Bayern, Bayerische Denkmalliste, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (PDF)
  3. Bayerische Landesbibliothek Online: Weißenburg i.Bay., GKSt
  4. Werte auf baylink.de
  5. Geoklima 2.1
  6. Nürnberger Nachrichten vom 21. Mai 2015, Seite 14
  7. https://www.weissenburg.de/poi/mogetissa-therme-1509/
  8. http://www.imperium-romanum.info/wiki/index.php?title=Milit%C3%A4rdiplom |Seite mit lateinischem Text und deutscher Übersetzung
  9. http://www.wugwiki.de/index.php?title=Bahnhof_Wei%C3%9Fenburg
  10. Urkunde Ludwig des Deutschen vom 14. Juni 867 (Bayer. Hauptstaatsarchiv, Kaiserselekt U 41): ad nostram villam quae vocatur Uuizinburc (= zu unserem Hof, der Weißenburg genannt wird)
  11. https://www.weissenburg.de/stadtgeschichte/ueberblick/
  12. http://www.koeblergerhard.de/Fontes/Reichssteuermatrikel1241.htm von Weißenburg 60 Mark
  13. http://www.st-andreaskirche.de/konfessionsbild
  14. http://www.orgel-information.de/Deutschland/B/bad/bad_windsheim_st_kilian_G.html#.VWcbkkYTZ3U
  15. https://www.weissenburg.de/stadtgeschichte/ueberblick/
  16. http://www.digitale-sammlungen.de/index.html?c=orte_index&ab=Weissenburg+am+Nordgau&l=de
  17. http://www.wugwiki.de/index.php?title=Geschichtliche_Beziehungen_zwischen_dem_Wei%C3%9Fenburger_Raum_und_den_Sudetenl%C3%A4ndern
  18. http://www.sandachse.de/Projektgebiet.html#Projektkarte%7CÜbersichtskarte mit Orten und Projektplätzen
  19. [Artikel im Weißenburger Tagblatt vom 21. und 23. Februar 2015 zu den Bombenangriffen auf Städte im Altlandkreis vor 70 Jahren]
  20. Weißenburger Pogromprozess von 1946: www.wugwiki.de; Abgerufen am 18. März 2013
  21. Statistik für die Stadt, abgerufen am 25. September 2015 (PDF; 1,3 MB) 2014
  22. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 602.
  23. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 731.
  24. weissenburg.de
  25. Weißenburger Tagblatt vom 18. März 2014
  26. fraenkisches-seenland.bayern-online.de
  27. Florian Handl: Neue Römermaske aufgestellt. In: stadtzeitung-weissenburg.de. Abgerufen am 25. September 2015.
  28. senatsbibliothek.de
  29. Eckart Roloff, Karin Henke-Wendt: Rezepte und Pillen im Zeichen des Einhorns. (Das Apothekenmuseum in Weißenburg) In: Besuchen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Eine Tour durch Deutschlands Museen für Medizin und Pharmazie. Band 2, Süddeutschland. Verlag S. Hirzel, Stuttgart 2015, S. 151–152, ISBN 978-3-7776-2511-9
  30. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation. Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 198
  31. Weissenburg Aktuell. Abgerufen am 17. Oktober 2014.
  32. Geschichte des Krankenhauses

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arbeitsgemeinschaft Weißenburger Heimatforschung: UUIZINBURC WEISSENBURG 867 – 1967, Beiträge zur Stadtgeschichte. Weißenburg i. Bay. 1967, DNB 458497495
  • Peter Fleischmann: Das Reichssteuerregister von 1497 der Reichsstadt Nürnberg (und der Reichspflege Weißenburg). Nürnberg 1993 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 4)
  • Rainer Kammerl: Weißenburg i. Bayern. Regensburg 2003, ISBN 3-7954-1547-0
  • Stadt Weißenburg i. Bay: Riedersche Chronik, Band 1–3. Weißenburg 2004, DNB 96536416X
  • Wolfgang Wüst (Hrsg.): Frankens Städte und Territorien als Kulturdrehscheibe. Kommunikation in der Mitte Deutschlands. Interdisziplinäre Tagung vom 29. bis 30. September 2006 in Weißenburg i. Bayern. (Mittelfränkische Studien 19), Ansbach 2008, ISBN 978-3-87707-713-9
  • Georg Voltz: Chronik der Stadt Weissenburg im Nordgau und des Klosters Wülzburg. Mit 10 lithographierten Blättern von Fräulein Amalie v. Peters. Weissenburg 1835 (Volltext)
  • Arthur Rosenbauer: Ein Dorf rettet seinen Dialekt - Die Sprachinsel Auernheim. wek-Verlag, Treuchtlingen/Berlin 2015, ISBN 978-3-934 145-95-5
  • Arthur Rosenbauer: Vergessene Geheimnisse – wieder entdeckt. Der Bergbau im Naturpark Altmühltal zwischen Altmühl, Anlauter und Donau. wek-Verlag, Treuchtlingen/Berlin 2010, ISBN 978-3-934145-81-8
  • Arthur Rosenbauer: Höhlen, Grotten und Dolinen. Faszinierende Welt unter der Erde, Region Altmühlfranken. wek-Verlag, Treuchtlingen/Berlin 2010, ISBN 978-3-934145-87-0

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Weißenburg in Bayern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Weißenburg in Bayern – Quellen und Volltexte