Weißenseifen

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Weißenseifen
Gemeinde Hersdorf, Wallersheim (Eifel), Mürlenbach
Koordinaten: 50° 9′ 15″ N, 6° 33′ 1″ O
Höhe: 480 m ü. NHN
Einwohner: 50
Postleitzahl: 54597
Vorwahlen: 06553, 06558
Weißenseifen (Rheinland-Pfalz)

Lage von Weißenseifen in Rheinland-Pfalz

Weißenseifen ist ein Weiler der Ortsgemeinden Hersdorf, Wallersheim und Mürlenbach im Eifelkreis Bitburg-Prüm sowie im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weißenseifen liegt auf den Gemarkungen von drei Ortsgemeinden sowie zwei Landkreisen. Zu Hersdorf (Eifelkreis, Entfernung: 4,0 km) gehört der westliche Teil der Siedlung, zu Wallersheim (Eifelkreis, Entfernung: 8,5 km) der nördliche Teil und zu Mürlenbach (Vulkaneifelkreis, Entfernung: 4,8 km) der östliche Teil. Weißenseifen liegt auf einer bewaldeten Hochebene über dem Kylltal im gleichnamigen Waldgebiet. Östlich des Weilers fließt der Dellbach. Ferner liegt Weißenseifen an der alten Römerstraße Trier–Neuss.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Jahresniederschlag beträgt 983 mm. Die Niederschläge sind hoch. Sie liegen im oberen Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 84 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monate ist der April, die meisten Niederschläge fallen im November (siehe Niederschlagsdiagramm (Hersdorf)). Im November fallen 1,5 mal mehr Niederschläge als im April. Die Niederschläge sind dennoch recht gleichmäßig übers Jahr verteilt, nur an 28 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Künstlersiedlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt ist Weißenseifen vor allem als Künstlersiedlung, die sich ab den 1950er Jahren entwickelte. Von den 1960er Jahren an wurden die Aktivitäten stark von dem Künstler Albrecht Klauer-Simonis geprägt. Es sind überwiegend Maler und Bildhauer, die sich Weißenseifen als Arbeits- und Wohnstätte wählten. Der Förderkreis Weißenseifen, der im Dachverband Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur & Kulturpädagogik Rheinland-Pfalz organisiert ist, veranstaltet alljährlich ein Symposion, erstmals im Jahr 1975.

Heilpädagogische Heimstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon 1973 entstand in Weißenseifen eine anthroposophische Einrichtung. Ursprünglich als Schulheim für mehrfachbehinderte autistische Kinder konzipiert, hat sich diese im Laufe der Zeit zu einer heilpädagogischen Heimstätte mit Schule und therapeutischen Werkstätten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene entwickelt, die auf der Grundlage des von Rudolf Steiner in der Anthroposophie gegebenen Menschenbildes arbeiten. Nach eigenen Angaben werden derzeit etwa 20 Personen von 40 Mitarbeitern betreut.[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegekreuze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hubertuskreuz: Bildstock der St. Matthias-Bruderschaft Titz; Inschrift: „St. Hubertus bitte für uns“ und „St. M. B. Titz“; Ausgangspunkt für Ehrungen der Pilger[2]
  • Sankt-Matthias Bildstock: Kreuz am alten Prozessionsweg der Bruderschaft nach Trier; 1955 erneuert; mit neuer Inschrift am Sockel und Schaft[3]

Naturdenkmal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hochmoor: Östlich des Weilers mit einer Fläche von rund 4,125 ha. Vermutlich ein ehemaliger Torfstich.[4]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existiert eine regelmäßige Busverbindung ab Hersdorf und Mürlenbach.

Weißenseifen liegt unmittelbar an der Landesstraße 16 von Mürlenbach in Richtung Hersdorf. Der Weiler ist zudem durch mehrere Gemeindestraßen erschlossen.

Der Weiler ist auf den meisten Autokarten nicht verzeichnet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Selbstdarstellung Haus Michael, abgerufen am 15. November 2021
  2. Eintrag zu Hubertuskreuz in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier; abgerufen am 15. November 2021.
  3. Eintrag zu St. Matthias Bildstock in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier; abgerufen am 15. November 2021.
  4. Eintrag zu Hochmoor bei Weißenseifen in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier; abgerufen am 15. November 2021.