Weißes Venn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.
Landschaftsschutzgebiet Weißes Venn

IUCN-Kategorie V − Protected Landscape/Seascape

Weißes Venn

Weißes Venn

Lage Reken, Kreis Borken, NRW, Deutschland
Fläche 4,32 km²
Kennung BOR-036
WDPA-ID 555553438
Natura-2000-ID DE-4108-303
FFH-Gebiet 12,98 km²
Geographische Lage 51° 48′ N, 7° 8′ OKoordinaten: 51° 48′ 23″ N, 7° 7′ 53,8″ O
Weißes Venn (Nordrhein-Westfalen)
Weißes Venn
Rahmenplan Landschaftsplan Haltern – „Weißes Venn und Gesheide“ (S. 37−39)
Verwaltung Kreis Borken
Besonderheiten Rückzugsgebiete für hochgradig gefährdete Pflanzen- und Tierarten (insbes. für den Moorfrosch)

Der Landschaftsraum Weißes Venn ist ein Landschaftsschutzgebiet bei Reken im Kreis Borken. Zusammen mit der Geisheide bildet es das Naturschutzgebiet Weißes Venn – Geisheide.[1]

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Weiße Venn war ursprünglich eines der größten zusammenhängenden Moorgebiete im Münsterland. Heute besteht das Gebiet aus kleinteilig strukturierten, überwiegend landwirtschaftlich geprägten Arealen mit Äckern, Weiden, Hecken, Baumreihen und Einzelhöfen mit durch Sandabbau entstandenen großen Baggerseen.[2]

Aufgrund der hauptsächlich im 19. Jahrhundert begonnenen Siedlung und Landwirtschaft verbunden mit Rohstoffabbau und Verkehr war das Weiße Venn großer landschaftlicher Veränderungen unterworfen. Mit dem Projekt Weißes Venn: Auf dem Weg in die Zukunft sollen Leitlinien zum Erhalt und Schutz natürlicher Landschaften erarbeitet werden, um konkrete Maßnahmen in den Bereichen Flächenmanagement, Naturschutz, Erschließung, Energie, Rohstoffe und Tourismus umzusetzen.[3]

Flora und Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet besteht aus ausgedehnten Sumpf-, Moor- und Heidelandschaften. Ein Teil der Moore wurde mittlerweile abgetorft. Im südwestlichen Teil grenzt das Weiße Venn an Zwergstrauchheiden der Geisheide, in denen sich hauptsächlich Glocken-Heiden und Besenheiden finden. Die nordwestlichen, westlichen und östlichen Gebiete bestehen vorrangig aus feuchten Grünlandflächen und Stillgewässern; das Areal ist Teil des Truppenübungsplatzes Borkenberge. im Nordosten finden sich nährstoffreiche Torfvennteiche, die von Karpfen bewohnt werden. Darüber hinaus befinden sich dort Schilf-, Rohrkolben- und Igelkolbenröhrichte sowie Seggenriede.[4]

Das Weiße Venn ist aufgrund seiner seltenen Moorlandschaften Lebensraum für verschiedene Tier- (Moorfrosch, Blaukehlchen, Ziegenmelker, Heidelerche) und Pflanzenarten (Sonnentau, Knabenkräuter und Rosmarinheide).[4]

Projekt Weißes Venn: Auf dem Weg in die Zukunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um den durch Kultivierung und Besiedlung entstandenen rasanten Landschaftsveränderungen entgegenzuwirken und die natürlichen Biotope sowie die dort heimischen bedrohten Pflanzen- und Tierarten zu schützen, wurde von den sechs umliegenden Kommunen das Projekt Weißes Venn: Auf dem Weg in die Zukunft ins Leben gerufen. Coesfeld, Dülmen, Gescher, Heiden, Reken und Velen reichten am 13. Mai 2012 gemeinsam eine Projektskizze bei der Regionale 2016 ein. Das interkommunale Nutzungs- und Handlungskonzept wurde 2014 in den B-Status erhoben.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Naturschutzgebiet „Weißes Venn – Geisheide“ im Fachinformationssystem des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 23. Februar 2017.
  2. Weißes Venn: Auf dem Weg in die Zukunft. Website der Stadt Dülmen. Abgerufen am 20. Mai 2016.
  3. Weißes Venn: Auf dem Weg in die Zukunft. Regionale 2016. Abgerufen am 20. Mai 2016.
  4. a b Natura-2000-Gebiet „DE-4108-303 Weißes Venn/Geisheide“ im Fachinformationssystem des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (Abgerufen am 20. Mai 2016)
  5. Projektstudie Weißes Venn – Auf dem Weg in die Zukunft (Memento des Originals vom 20. Mai 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.regionale2016.de (PDF). Regionale 2016. September 2014, abgerufen am 20. Mai 2016.