Weißewarte

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Weißewarte
Wappen von Weißewarte
Koordinaten: 52° 27′ 58″ N, 11° 52′ 31″ O
Höhe: 36 m ü. NHN
Fläche: 19,86 km²
Einwohner: 426 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Mai 2010
Postleitzahl: 39517
Vorwahl: 03935
Weißewarte (Sachsen-Anhalt)
Weißewarte

Lage von Weißewarte in Sachsen-Anhalt

Kirche zu Weißewarte (Oktober 2018)
Kirche zu Weißewarte (Oktober 2018)

Weißewarte ist ein Ortsteil der Stadt Tangerhütte im Süden des Landkreises Stendal in der Region Altmark im Land Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort im Südosten der Altmark liegt zwischen Tangerhütte und Tangermünde und ist vollständig von Wald umgeben. Nördlich von Weißewarte vereinigen sich zahlreiche Quellbäche zum Fluss Tanger, der wenige Kilometer entfernt in die Elbe mündet. Das Gebiet um den Ort ist überwiegend flach und fällt nach Norden leicht zum Tanger ab.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde standen vor langer Zeit zwei Warten – eine rote und eine weiße. Nach der zweiten Warte wurde das Dorf benannt. Beide Türme wurden jedoch vollständig geschleift. Die Wehrmacht betrieb vor Kriegsbeginn einen Segelflugplatz am Dorfrand. Unmittelbar südwestlich von Weißewarte wurde ab Mai 1940 ein Gelände als Arbeitsplatz der Flugzeugführerschule Burg genutzt. Hauptnutzer waren jedoch die Fallschirmjäger-Ersatz-Einheiten, die hier lagen, wie 1945 das Fallschirm-Granatwerfer-Lehr-Bataillon, das während der Operation Plunder und Varsity bei Hamminkeln eingesetzt wurde.[1] Einige Fundamente der Unterkünfte und der Eingangsbereiche sowie der Schießplatz sind noch am Waldrand vorhanden. Nach dem Krieg gehörte Weißewarte zum US-amerikanischen Sektor, wurde aber nach kurzer Zeit an die sowjetischen Besatzungstruppen übergeben.

Am 31. Mai 2010 schloss sich Weißewarte mit den übrigen Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Tangerhütte-Land zur neuen Stadt Tangerhütte zusammen.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1990: 411
  • 1995: 405
  • 2000: 447
  • 2001: 462
  • 2002: 484
  • 2003: 472
  • 2004: 457
  • 2008: 426

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist Detlef Radke.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 30. Januar 1995 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.

Blasonierung: „In Rot ein silberner aus dem Schildfuß wachsender gezinnter Turm mit zwei offenen Fenstern übereinander; im Schildhaupt in Silber ein fünffach geästeter roter Holzstamm.“[3]

Die Farben des Ortes sind Rot - Silber (Weiß).

Das Wappen ist ein „redendes Wappen“. Mit dem dargestellten Turm wird auf einen an der Südseite des Ortes nicht mehr existierenden Wachturms (Warte) erinnert. Diese Warte hieß „wiette warde“ (weiße Warte), gehörte mit zur Burg Tangermünde und gab dem später entstehenden Ort seinen Namen. Die Heraldische Gesellschaft „Schwarzer Löwe“ Leipzig gestaltete das Wappen und registrierte es in der Quedlinburger Wappenrolle unter QWR II/90007 am 25. Februar 1990.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingang zum Wildpark Weißewarte
  • Die evangelische Kirche des Ortes wurde 1848 als neugotischer Backsteinbau errichtet. In den 2000er Jahren fanden Sanierungsarbeiten statt. So wurde das Kirchendach erneuert, eine neue Turmspitze aufgesetzt, eine Winterkirche eingebaut und das Fenster mit einem Christusmonogramm repariert.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weißewarte ist über Landstraßen mit den umliegenden Städten Tangerhütte (5 km), Tangermünde (10 km) und Stendal (17 km) verbunden. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Tangerhütte, Tangermünde und Demker (Strecke Magdeburg–Stendal). Es verkehren Linienbusse und Rufbusse der Regionalverkehrsbetriebe Westsachsen (RVW) unter dem Markennamen stendalbus.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Operation Plunder & Varsity
  2. Amtsblatt für den Landkreis Stendal vom 30. Mai 2010 (PDF; 2,0 MB)
  3. Hauptsatzung der ehemaligen Gemeinde § 2 Absatz 1 (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive) (PDF; 19 kB)