Weidmüller (Unternehmen)

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Weidmüller
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Rechtsform GmbH & Co KG
Gründung 1850
Sitz Detmold, DeutschlandDeutschland Deutschland

Leitung

  • Elke Eckstein
    Vorstand Operations
  • Jörg Timmermann
    Vorstandssprecher
  • José Carlos Álvarez Tobar
    Vertriebsvorstand
Mitarbeiter 4.500[1]
Umsatz 696,3 Millionen Euro[1]
Branche Elektrotechnik
Website www.weidmueller.de
Stand: 3.2016Vorlage:FormatDate/Wartung/0 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 03.2
Weidmuller Canada

Die Weidmüller Interface GmbH & Co. KG ist ein deutsches Unternehmen auf dem Gebiet der elektrischen Verbindungstechnik und Elektronik. Hauptsitz ist Detmold in der Region Ostwestfalen-Lippe, in Nordrhein-Westfalen.

Das Unternehmen verfügt über Produktionsstätten, Vertriebsgesellschaften und Vertretungen in 80 Ländern. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte Weidmüller einen Umsatz von 696,3 Mio. Euro. Das Unternehmen beschäftigt weltweit knapp 4.500 Mitarbeiter. Mit seinen Produkten ist Weidmüller überwiegend im Maschinenbau, der Prozessindustrie, der Energiegewinnung und erneuerbaren Energien, der Verkehrstechnik, der Gebäudeinfrastruktur und im Bereich der Gerätehersteller aktiv.

Weidmüller ist am Cluster it’s OWL beteiligt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anfänge in Chemnitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1850 wurde C. A. Weidmüller als ein Unternehmen der Textilindustrie durch Carl August Weidmüller in Reichenbrand bei Chemnitz gegründet. Gottfried Gläsel wurde 1931 als Teilhaber in die Firmenleitung aufgenommen und 1937 alleiniger Inhaber und Geschäftsführer. Aus Wiedererkennungsgründen wurde der Firmenname C. A. Weidmüller beibehalten. 1943 erfolgte durch den Zweiten Weltkrieg eine Änderung der Produktpalette. Auf der Suche nach passenden Produkten für seinen Betrieb lernte Gottfried Gläsel Wilhelm Staffel kennen, der als Entwicklungsingenieur bei AEG mit der Entwicklung der ersten automatischen Maschinensteuerungen (z. B. für Fräsmaschinen) beschäftigt war. Die Zusammenarbeit mit Wilhelm Staffel führt zur Produktion der ersten sogenannten „Staffel-Klemme“ für die AEG in Berlin.

Neubeginn in Detmold[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wiederaufnahme des Kontaktes zu Wilhelm Staffel im Jahre 1947 führte zu einem Vertrag, der 1948 die Grundlage für die Neugründung von C. A. Weidmüller in Berlebeck bei Detmold bildete. Im selben Jahr wurde mit der Produktion der ersten kunststoffisolierten Anreihklemme begonnen. 1952 stellte Weidmüller erstmals auf der Hannover Messe aus. Im gleichen Jahr wurde die „Schaltanlagen-Anreih-Klemme“ (SAK) aus duroplastischen Kunststoffen als Isoliermaterial und patentiertem Zugbügel aus Stahl als Klemmsystem entwickelt. 1959 wurde die erste ausländische Vertriebsgesellschaft in England gegründet. 1967 folgten Vertriebsgesellschaften in Österreich, Frankreich und Italien.

Zunehmende Internationalisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1975 erfolgte die Ausweitung der Aktivitäten auf Brasilien, Kanada und die USA. 1978 folgte die Gründung einer Vertriebsgesellschaft in Spanien und 1980 in Schweden und Japan. Insgesamt gehören heute 27 Vertriebsgesellschaften und 60 exklusive Repräsentanzen zur Weidmüller-Gruppe.

Die Gründung der Produktionsgesellschaft Thüringische Weidmüller GmbH in Wutha-Farnroda fand im Jahr 1990 statt. Am 5. März 2010 erhielt dieser Betriebsteil in Erfurt den «Thüringischen Staatspreis für Qualität» verliehen.[2] 2011 wurde der brasilianische Vertriebspartner Conexel im Rahmen einer Nachfolgeregelung in die Weidmüller Gruppe integriert. Im selben Jahr gründete Weidmüller ein eigenes Gruppenunternehmen in Russland. 2013 erfolgte die Gründung einer Vertriebsniederlassung in Dänemark und einem Forschungs- und Entwicklungszentrum in Singapur.

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Ausweitung der weltweiten Geschäftstätigkeit des Unternehmens, wurde 2003 durch die Gründung der Produktions- und Vertriebsgesellschaft Weidmüller Interface Co. Ltd. in Suzhou, China, der chinesische und darüber hinaus, der asiatische Markt erschlossen. 2005 begann für die Ausweitung des Osteuropa-Geschäfts der Aufbau einer Produktionsgesellschaft in Rumänien. 2006 erfolgte die Grundsteinlegung für das Kompetenzzentrum Elektronikentwicklung China sowie der Ausbau und die Integration der Fertigungsstandorte China und Rumänien. Weidmüller unterhält zurzeit (Stand 05/2015) sieben Produktionsstandorte (Detmold, Wutha-Farnroda (beide Deutschland), Lanškroun (Tschechien), Tăuții-Măgherăuș (Rumänien), São Paulo (Brasilien), Sydney (Australien) und Suzhou (China)) sowie sechs Entwicklungszentren (Detmold, (Deutschland), Sao Paulo (Brasilien), Sydney (Australien), Suzhou und Shanghai (beide China)).

Aus- und Weiterbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2003 betreibt Weidmüller am Standort Detmold eine eigene Akademie zur Aus- und Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter. Nach demselben Prinzip wurde 2011 die Academy Asia in Shanghai eröffnet. Die Akademie am Standort in Detmold wurde 2013 von der NRW-Landesregierung für innovative Konzepte im Wissensaustausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft als „Ort des Fortschritts“ ausgezeichnet. [3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Unternehmensprofil Weidmüller. Abgerufen am 11. Mai 2016.
  2. Amtsblatt der Gemeinde Wutha-Farnroda vom 26. März 2010
  3. Website der NRW-Landesregierung, abgerufen am 27. Oktober 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Weidmüller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 51° 56′ 45″ N, 8° 51′ 21″ O