Weihenzell

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Weihenzell
Weihenzell
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Weihenzell hervorgehoben
Koordinaten: 49° 21′ N, 10° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Ansbach
Verwaltungs­gemeinschaft: Weihenzell
Höhe: 387 m ü. NHN
Fläche: 45,23 km2
Einwohner: 2865 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91629
Vorwahlen: 09802, 0981, 09824, 09828
Kfz-Kennzeichen: AN, DKB, FEU, ROT
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 217
Gemeindegliederung: 22 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ansbacher Str. 15
91629 Weihenzell
Webpräsenz: www.weihenzell.de
Bürgermeister: Gerhard Kraft (CSU)
Lage der Gemeinde Weihenzell im Landkreis Ansbach
Landkreis Donau-Ries Ansbach Fürth Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Fürth Landkreis Roth Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Unterer Wald Lehrberg Adelshofen (Mittelfranken) Bechhofen (Mittelfranken) Bruckberg (Mittelfranken) Buch am Wald Burk Colmberg Dentlein am Forst Diebach Dietenhofen Dinkelsbühl Dombühl Ehingen (Mittelfranken) Feuchtwangen Flachslanden Gebsattel Gerolfingen Geslau Heilsbronn Insingen Langfurth Leutershausen Lichtenau (Mittelfranken) Merkendorf (Mittelfranken) Mönchsroth Neuendettelsau Neusitz Oberdachstetten Ohrenbach Petersaurach Röckingen Rothenburg ob der Tauber Rügland Sachsen bei Ansbach Schillingsfürst Schnelldorf Schopfloch (Mittelfranken) Steinsfeld Unterschwaningen Wassertrüdingen Weidenbach (Mittelfranken) Weihenzell Weiltingen Wettringen (Mittelfranken) Wieseth Windelsbach Windsbach Wittelshofen Wörnitz (Gemeinde) Wolframs-Eschenbach Wilburgstetten Ornbau Mitteleschenbach Herrieden Dürrwangen Burgoberbach Aurach (Landkreis Ansbach) Arberg Baden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Weihenzell (umgangssprachlich: Waiətsél[2]) ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Ansbach und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Weihenzell.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt sieben Kilometer nordöstlich von Ansbach im Naturpark Frankenhöhe.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Rügland, Dietenhofen, Bruckberg, Petersaurach, Ansbach und Lehrberg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weihenzell hat 22 Ortsteile[3]:

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Weihenzell beträgt die durchschnittliche Niederschlagsmenge im Jahr 687 mm.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weihenzell im Jahr 1680
Weihenzell bei der Uraufnahme (Erstvermessung), ca. 1824

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung ist in einer Lehensurkunde des Bischofs Manegold zu Würzburg vom 29. März 1299 nachgewiesen. Die Kirche St. Gumbertus (Ansbach) gilt als Gründer des Ortes Weihenzell und war bedeutender Grundherr im Gemeindegebiet. Der Ort gehörte zum 1792 von Preußen erworbenen Fürstentum Ansbach, das ab 1500 im Fränkischen Reichskreis lag. Als Teil des Fürstentums fiel er im Vertrag von Paris (Februar 1806) durch Tausch an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Im Jahre 1859 fiel eine wichtige Entscheidung: Weihenzell wird nicht an die Bahnlinie Ansbach- Gunzenhausen angeschlossen, damit ging die industrielle Entwicklung am Dorf vorbei. Im Zweiten Weltkrieg waren 60 Tote sind als Folge des Krieges zu beklagen, nach 1945 fanden vor allem Vertriebene aus dem Sudetengau Aufnahme. Die Bevölkerungszahl stieg und es wurden mehr Menschen katholischen Glaubens registriert.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Einwohner (1970) Eingemeindung Bemerkungen
Forst 246 01. Juli 1971[4]
Grüb 161 01. Januar 1974[5]
Haasgang 345 01. Juli 1972[4] Eingliederung von 212 der 345 Einwohner, Umgliederung der anderen Einwohner nach Dietenhofen
Vestenberg 547 01. Mai 1978[5] Eingliederung von 69 der 547 Einwohner, Umgliederung der anderen Einwohner nach Petersaurach
Wernsbach bei Ansbach 315 01. Januar 1974[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Weihenzell mit eingemeindeten Ortsteilen:

  • 1939: 1353 Einwohner
  • 1950: 1982 Einwohner
  • 1961: 1636 Einwohner[5]
  • 1970: 1649 Einwohner[5]
  • 1979: 1754 Einwohner
  • 1991: 2351 Einwohner
  • 1995: 2560 Einwohner
  • 2005: 2847 Einwohner
  • 2010: 2836 Einwohner
  • 2015: 2865 Einwohner

Gemeinde Weihenzell ohne eingemeindete Ortsteile:

  • 1910: 487 Einwohner[6]
  • 1933: 485 Einwohner
  • 1939: 445 Einwohner[7]
  • 1961: 605 Einwohner[5]
  • 1963: 618 Einwohner
  • 1970: 650 Einwohner[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat Weihenzell hat 15 Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters Gerhard Kraft, CSU/Freie Wählergem.-Umland, gewählt am: 16. März 2014[8]

CSU Freie Wähler Weihenzell FWG – Umland Gesamt
2014 4 7 3 15 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 14. März 2014)[8]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Silber auf grünem Dreiberg, der mit einer silbernen Wellenspitze belegt ist, eine grüne Kleepflanze mit fünf Blättern, der Stängel belegt mit einem blauen Schild, darin eine goldene heraldische Lilie.

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weihenzell unterhält seit 1986 eine Partnerschaft mit der Gemeinde Saint-Laurent-sur-Gorre in der Region Nouvelle-Aquitaine.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Pfarrkirche aus dem Jahre 1490 ist dem Heiligen Jakobus geweiht.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchweih wird jedes Jahr am Jakobisonntag (4. Sonntag im Juli) gefeiert.

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eiche bei Petersdorf mit einem Brusthöhenumfang von 8,30 m (2015).[9]

Telefonvorwahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die hauptsächlich genutzte Vorwahl ist die 09802. Die 0981 gilt in Schönbronn und Wernsbach bei Ansbach, die 09824 in Beutellohe, Petersdorf und Thierbach sowie die 09828 in Haasgang, Moratneustetten und Neubronn

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Erlangen 1955, DNB 480570132, S. 195 ff.
  • Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach. In: Bayerische Kunstdenkmale. Band 2. Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 150 f.
  • Konrad Rosenhauer u. a. (Hrsg.): Der Landkreis Ansbach. Vergangenheit und Gegenwart. Verl. f. Behörden u. Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1964, DNB 450093387, S. 205 f.
  • Günther Roesner: Weihenzell – Geschichte und Gegenwart eines mittelfränkischen Dorfes. 2. erw. Auflage. Ansbach 1999, DNB 881181420 (Erstausgabe: 1985).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Weihenzell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. E. Fechter, S. 195.
  3. bayerische-landesbibliothek-online.de
  4. a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 421.
  5. a b c d e f g Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 706 und 707.
  6. ulischubert.de
  7. geschichte-on-demand.de
  8. a b Statistik kommunal 2013. Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten für die Gemeinde Weihenzell. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, 1. Juli 2014, S. 9, abgerufen am 23. Dezember 2014 (PDF, 1,58).
  9. Eintrag im Verzeichnis Monumentaler Eichen. Abgerufen am 10. Januar 2017