Weinort

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Als Weinort, Weinbauort, in der Schweiz meist Winzerdorf[1][2], werden in Orte bezeichnet, in denen großflächig Weinbau betrieben wird und dieser landschaftsprägenden Charakter hat. Oft lebt ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung vom Weinbau, vom Weinbau- und Kellereibedarf, vom Weinvertrieb, von der Weingastronomie und vom Tourismus rund um den Wein. Auch Forschung und Lehre in Bezug auf den Wein hat an einigen Orten große Bedeutung, wie etwa in Geisenheim. Weinorte bewerben sich gern selbst in offiziellen Websites und Broschüren mit der Bezeichnung Weinstadt oder Weindorf.

In Österreich bezeichnen sich manche Orte nur aus werblichen Gründen als Weinort. Rechtlich werden nur ganze Gemeinden als Weinbaugemeinden bezeichnet.[3]

Der Begriff Weinort ist bereits bei Hippolyt Guarinoni im Jahr 1610 nachgewiesen.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Kilchmann: Das Winzerdorf Satigny im Portrait. Falstaff, abgerufen am 30. April 2021.
  2. Weinbauregion Bielersee, Twann | Tourismus Biel Seeland (Schweiz) | Weine. Abgerufen am 30. April 2021.
  3. Weinbaugemeinden und andere örtliche Herkunftsbezeichnungen auf RIS abgerufen am 9. August 2010.
  4. Weinort, m. In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Hirzel, Leipzig 1854–1961 (woerterbuchnetz.de, Universität Trier).