Weiskirchen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
Koordinaten: 49° 33′ N, 6° 49′ O | ||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Saarland | |
| Landkreis: | Merzig-Wadern | |
| Höhe: | 400 m ü. NHN | |
| Fläche: | 33,65 km2 | |
| Einwohner: | 6292 (31. Dez. 2019)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 187 Einwohner je km2 | |
| Postleitzahl: | 66709 | |
| Vorwahlen: | 06876, 06872, 06871, 06874 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MZG | |
| Gemeindeschlüssel: | 10 0 42 117 | |
| Gemeindegliederung: | 5 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Kirchenweg 2 66709 Weiskirchen | |
| Website: | ||
| Bürgermeister: | Wolfgang Hübschen (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Weiskirchen im Landkreis Merzig-Wadern | ||
Weiskirchen (Saarländisch Weiskerje, Wéskärschen[2]) ist eine Gemeinde im Landkreis Merzig-Wadern (Saarland) mit rund 6300 Einwohnern in 5 Ortsteilen.
Fast die Hälfte der Gemeindefläche (47,2 %) ist bewaldet, 37,6 % der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, 7,5 % sind bebaut und 3,5 % sind Verkehrsfläche.
Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Weiskirchen liegt im Westen des Schwarzwälder Hochwaldes.
Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Konfeld
- Rappweiler-Zwalbach ist der westlichste Ortsteil der Gemeinde Weiskirchen. Ihn bewohnen zwischen 1600 und 1700 Einwohner.
- Thailen
- Weierweiler
- Weiskirchen
Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Jahresniederschlag beträgt 1158 mm. Der Niederschlag liegt im oberen Drittel der Messstellen des Deutschen Wetterdienstes. Über 92 % zeigen niedrigere Werte an. Der trockenste Monat ist der April; am meisten regnet es im Dezember. Im niederschlagreichsten Monat fällt etwa 1,8-mal mehr Regen als im trockensten Monat. Die jahreszeitlichen Niederschlagschwankungen liegen im oberen Drittel. In über 87 % aller Orte schwankt der monatliche Niederschlag weniger.
Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Erste Siedlungsspuren stammen aus der jüngeren Steinzeit. Im 19. Jahrhundert wurden drei Hügelgräber aus der frühen Latènezeit mit wertvollen Grabbeigaben entdeckt. Weiskirchen wird im Jahr 1030 zum ersten Mal urkundlich erwähnt.
Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Im Rahmen der saarländischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurden zum 1. Januar 1974 die fünf bis dahin eigenständigen Gemeinden Weiskirchen, Konfeld, Rappweiler, Thailen und Weierweiler zur neuen Gemeinde Weiskirchen zusammengefasst.[3]
siehe auch Finkenburg, Burg Weierweiler (Hungerburg), Burg Rappweiler
Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Seit der Kommunalwahl vom 26. Mai 2019 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:
- CDU: 13 Sitze (44,5 %)
- SPD: 6 Sitze (23,5 %)
- FWG: 2 Sitze (9,5 %)
- GAL: 2 Sitz (7,9 %)
- AfD: 2 Sitze (7,3 %)
- FDP: 1 Sitz (3,8 %)
- Die Linke: 1 Sitz (3,5 %)
Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- 1974–1982: Peter Kolling, CDU
- 1982–2002: Bernd Theobald, CDU
- 2002–2018: Werner Hero, CDU
- seit 2018: Wolfgang Hübschen, CDU
Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Bourbonne-les-Bains (Frankreich), seit 1997
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Weiskirchen ist eine Station des Saarland-Rundwanderweges und des Saar-Hunsrück-Steigs. Außerdem befindet sich 4 km nördlich von Weiskirchen an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz die zweithöchste Erhebung des Saarlandes, der Schimmelkopf, auf dem im Jahr 2014 bzw. 2015 vier Windenergieanlagen des Typs Enercon E-115 von der Firma Juwi projektiert, gebaut und in Betrieb genommen wurden. Die Anlagen haben jeweils eine Nennleistung von 3,0 MW und sollen insgesamt einen Jahresertrag von 12,3 GWh liefern.[4] Seit 2012 erweitert ein Hochseilgarten im Wild- und Wanderpark Weiskirchen das touristische Angebot.[5] Auch der Gesundheitstourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Region. Weiskirchen ist heilklimatischer Kurort und zudem Kneipp-Kurort.[6][7]
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Kurpark Weiskirchen
- In Rappweiler befindet sich der „Wild- und Wanderpark Weiskirchen-Rappweiler“, dessen Bestand hauptsächlich aus Rotwild besteht. In dem Park befindet sich auch das Informationszentrum des Naturparks Saar-Hunsrück mit einer Dauerausstellung.
Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
siehe: Liste der Baudenkmäler in Weiskirchen
Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Jakobus-Kirmes (letztes Juliwochenende)
- Kurparkfest (erstes Augustwochenende)
- großer Flohmarkt rund um den Kurparkweiher (im Rahmen des Kurparkfestes)
Bildung[8][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Kindertageseinrichtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Katholische Kindertageseinrichtung St. Johannes der Täufer Konfeld
- Katholische Kindertagesstätte Maria Himmelfahrt Rappweiler/Zwalbach
- Katholisches Kinderhaus St. Martin Thailen
- Katholisches Kinderhaus St. Jakobus Weiskirchen
- Kindertagesstätte "Regenbogenkinder" der Kinder- und Jugendhilfe St. Maria Weiskirchen
Grundschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Grundschule Konfeld
Gemeinschaftsschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Eichenlaubschule Weiskirchen
Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
In Weiskirchen geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Ferdi Behles (* 1929), saarländischer Politiker (CDU)
Mit Weiskirchen verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Heinrich Wilhelm Breidenfeld (1794–1875), Orgelbauer, errichtete 1844 die Orgel in Weiskirchen
- Helma Kuhn-Theis (* 1953), wirkte als Politikerin (CDU) in Weiskirchen
- Klaus Steinbach (* 1953), Schwimmsportler, Sportfunktionär und Arzt, arbeitet seit 1992 als Facharzt für Orthopädie sowie für Physikalische und Rehabilitative Medizin für die Hochwald-Kliniken als Chefarzt und seit 1997 zudem als Ärztlicher Direktor
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Offizielle Internetseite der Gemeinde Weiskirchen
- Linkkatalog zum Thema Weiskirchen bei curlie.org (ehemals DMOZ)
- Literatur über Weiskirchen in der Saarländischen Bibliographie
Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ Saarland.de – Amtliche Einwohnerzahlen Stand 31. Dezember 2019 (PDF; 20 kB) (Hilfe dazu).
- ↑ Geoplatt (Memento vom 13. November 2007 im Internet Archive)
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 805.
- ↑ Stefan Kuczera: Windparkprojekt Weiskirchen-Schimmelkopf. (PDF; 3,98MB) (Nicht mehr online verfügbar.) In: Weiskirchen.de. 11. März 2014, archiviert vom Original am 28. Juli 2014; abgerufen am 6. Juni 2016. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Klettern und Mutproben im Wildpark. In: Trierischer Volksfreund, 6. Februar 2012. Abgerufen am 2. Juni 2015.
- ↑ Heilklima der Extraklasse. Website des Verbandes der Heilklimatischen Kurorte Deutschlands. Abgerufen am 2. Juni 2015.
- ↑ Weiskirchen − Heilklima und Kneippkurort im Saarland (Memento des Originals vom 3. Juni 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. Website von Rheinland-Pfalz Tourismus. Abgerufen am 2. Juni 2015.
- ↑ Weiskirchen: Gemeinde und Hochwald-Touristik Weiskirchen | Schulen, Kindergärten, Kinderheime. Abgerufen am 19. Juni 2018 (deutsch).
