Welden

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Welden
Welden
Deutschlandkarte, Position des Marktes Welden hervorgehoben

Koordinaten: 48° 27′ N, 10° 40′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Augsburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Welden
Höhe: 466 m ü. NHN
Fläche: 17,98 km2
Einwohner: 3853 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 214 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86465
Vorwahl: 08293
Kfz-Kennzeichen: A, SMÜ, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 72 216
Marktgliederung: 3 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Am Marktplatz 1
86465 Welden
Website: www.markt-welden.de
Erster Bürgermeister: Stefan Scheider (FWV/WiR)
Lage des Marktes Welden im Landkreis Augsburg
AugsburgLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis DachauLandkreis Dillingen an der DonauLandkreis Donau-RiesLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis GünzburgLandkreis Landsberg am LechLandkreis OstallgäuLandkreis StarnbergLandkreis UnterallgäuLandkreis Neuburg-SchrobenhausenSchmellerforstAdelsriedAllmannshofenAltenmünsterAystettenBiberbach (Schwaben)BobingenBonstetten (Schwaben)DiedorfDinkelscherbenEhingen (Landkreis Augsburg)EllgauEmersackerFischachGablingenGersthofenGessertshausenGraben (Lechfeld)GroßaitingenHeretsriedHiltenfingenHorgauKleinaitingenKlosterlechfeldKönigsbrunnKühlenthalKutzenhausenLangenneufnachLangerringenLangweid am LechMeitingenMickhausenMittelneufnachNeusäßNordendorfOberottmarshausenScherstettenSchwabmünchenStadtbergenThierhauptenUntermeitingenUstersbachWalkertshofenWehringenWeldenWestendorf (Landkreis Augsburg)ZusmarshausenKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Welden ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Augsburg und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Welden. Seit der Gemeindegebietsreform 1978 umfasst der Markt den Hauptort Welden, das Pfarrdorf Reutern und den Weiler Ehgatten.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Welden ist Zentrum des Holzwinkels im Naturpark Augsburg-Westliche Wälder.

Welden und Ehgatten liegen an der Laugna, einem Zufluss der Zusam. Reutern liegt auf einer Anhöhe zwischen Zusam- und Laugnatal.

Die Gemeinde hat 3 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname von Welden bedeutet „Siedlung am Walde“. Angelegt wurde der Ort als Rodungssiedlung schon Ende des 9. Jahrhunderts, als das Tal der Laugna von Norden her berodet und besiedelt wurde. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes fand im Jahre 1156 statt.[3] Welden war der Stammsitz des ritterlichen Geschlechts der Herren von Welden, die Lehnsnehmer der Markgrafen von Burgau waren. Es wurde 1402 zum Markt erhoben. Die Fugger erwarben 1597 die Herrschaft in Welden, die bis zum Aussterben der Linie Fugger-Wellenburg 1764 in ihren Händen blieb. Sodann war der Ort für ein paar Jahrzehnte Teil Österreichs (Pflegamt Welden), bevor er 1806 an das Königreich Bayern kam.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 5. Dezember 1903 war Welden Endpunkt einer Bahnstrecke von Augsburg, die bis 1986 im Personen- und Güterverkehr betrieben wurde. Heute befindet sich ein Radweg auf der Bahntrasse.

1862 bis 1929 gehörte Welden zum Bezirksamt Zusmarshausen und ab 1929 zum Bezirksamt Augsburg, das ab 1939 dann als Landkreis Augsburg bezeichnet wurde.

Von 1937 bis 1940 wurde unter dem Tarnnamen „Z-Hiag“ auf 40 ha Waldgelände eine Produktionsanlage zur Herstellung von Sprengstoffvorprodukten gebaut. Betreiber war die Paraxol GmbH, Frankfurt, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Gold- und Silberscheideanstalt (Degussa). Hergestellt wurden Pentaeryhrit und Methanolsprengstoffprodukte. 1944 wurde die Produktion auf Raketentreibstoff umgestellt. Nach dem Krieg wurden die Bunker gesprengt. Das Gelände wurde von der Bundeswehr als Depot genutzt.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurde am 1. Mai 1978 die Gemeinde Reutern nach Welden eingemeindet. Ebenso kam der Weiler Ehgatten, der zur Gemeinde Streitheim (die heute im Markt Zusmarshausen liegt) gehörte, zum Markt Welden.[4] Schulisch und pfarrlich gehörte Ehgatten schon vor 1978 zum Markt Welden. Im Jahre 2002 wurde zum 600-jährigen Jubiläum der Markterhebung von der gesamten Dorfgemeinschaft ein großes historisches Fest gefeiert.

Blick vom Theklaberg auf das winterliche Welden
Blick vom Theklaberg auf Welden

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs der Markt von 2.994 auf 3.808 um 814 Einwohner bzw. um 27,2 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister seit der Gemeindereform 1978:

Wahljahr Bürgermeister Wahlvorschlag
2020 Stefan Scheider FWV/WiR
2014 Peter Bergmeir SPD/FWV
2008 Peter Bergmeir SPD/FWV
2002 Peter Bergmeir SPD/FWV
1996 Peter Bergmeir SPD
1990 Peter Bergmeir SPD
1984 Hermann Schmid CSU
1978 Hermann Schmid CSU/SPD

Zweiter Bürgermeister ist seit Mai 2020 Günter Lewentat (BGM). Sein Vorhänger war von 2002 bis 2020 Gerhard Groß (FWV).
Dritte Bürgermeisterin ist seit Mai 2020 Jasmin A. Berchtold. Ihre Vorgänger waren Günter Lewentat (BGM) von 2014 bis 2020 und Markus Hodapp (CSU) von 2008 bis 2014.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahlen seit der Gemeindereform 1978: Stand nach der jeweiligen Wahl.

Wahljahr SPD CSU Bürgergemeinschaft Welden/Reutern FWV Welden/Reutern REP Liste WiR – Für Welden und Reutern Heimat und Umwelt/ÖDP AfD Gesamt
2020 - 5 4 3 - 2 1 1 16
2014 5 4 4 3 - - - - 16
2008 4 5 4 3 - - - - 16
2002 5 4 4 3 - - - - 16
1996 4 4 5 3 - - - - 16
1990 4 6 3 2 1 - - - 16
1984 3 5 3 3 - - - - 14
1978 2 6 2 4 - - - - 14

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DEU Welden COA.svg
Blasonierung: „In Gold auf grünem Hügel zwischen zwei grünen Tannen eine silberne Turmruine.“[5]

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Langenmair, Ludwig: Welden: Ein Markt mit reicher Vergangenheit, hrsg. vom Markt Welden. Welden 1986, ohne ISBN.
  • Marktgemeinde Welden (Hrsg.): 600 Jahre Marktrecht – Welden feiert seine Geschichte. Welden, 2002

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Welden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Welden – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Welden in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 19. August 2019.
  3. Hermann Endrös (Hrsg.): Führer zu archäologischen Denkmälern in Schwaben, Band 1: Archäologische Wanderungen um Augsburg, S. 115
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 767 f.
  5. Eintrag zum Wappen von Welden in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte